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-- Lyrik
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Nannophilius - 13.07.2007 um 02:07 Uhr
Wo sich von den harten Realitäten
gesättigt Dahinvegetierende befinden,
wo die Gebeulten, Gekrümmten, Leblosen
noch ihren letzten Hauch atmen,
wo nur die sehnsüchtige Vergangenheit
immer und wieder wiederholt wird,
Da sitze ich als Zwanziger, fühle ins Mark,
was die wirkliche Wirklichkeit ist.
Geistesabwesend trotten sie hervor,
bitten Fräulein um ihre Portion leise.
Ihr Augenmerk auf Preischilder richtend,
seelenlos an die Theke gelehnt
warten sie auf großen Augenblick,
den Empfang ihrer schäbigen Speise.
Sie lächeln die Gönnerinnen an,
sobald die heilige Gabe in beiden Händen.
Mir rührender Geichgültigkeit balancieren sie
zu ihren ergatterten Plätzen
und machen sich an die Arbeit,
vielleicht an ihr letztes heiliges Abendmahl.
Ab und zu lassen sie ihre matten Augäpfel
über Ausgemusterte schweifen,
schütteln den Kopf, als wäre die Welt
unverständlich und unveränderlich.
Bald zucken sie entzückt, bald geraten sie
in ein epileptisches Zittern.
Jeder kleine Biss ist eine Qual
und zugleich mitleiderregende Erlösung.
Mit bangen Augen klammern sie ihr Tablett,
wenn einer vorbeistampft,
sehen traurigen Blicks zu,
wie ihre karge Mahlzeit langsam zu Ende geht.
1974
Nannophilius - 13.07.2007 um 02:55 Uhr
Liebe Versalia-Treue
Es tut mir Leid, denn dieses Gedicht ist schon vor langer Zeit gepostet worden. Aus Versehen habe ich es wieder reing gestellt. Allerdings ist diese Version leichter lesebar als das erste.
Mit freundlichen Grüßen
Hungki Park
URL: https://www.versalia.de/forum/beitrag.php?board=v_forum&thread=2914
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