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--- Der schönste erste Satz

Joseph_Maronni - 07.11.2007 um 18:03 Uhr

... gehört doch hier rein, oder?, der Vollständigkeit halber, und weil vielleicht der ein oder andere auch - noch - einen schönsten ersten Satz anzubieten hat.

Ilsebill salzte nach.

aus Günter Grass - Der Butt




Joseph_Maronni - 07.11.2007 um 20:03 Uhr

Zitat:

Er stand vor dem Tor des Tegeler Gefängnisses und war frei.
aus Alfred Döblin - Berlin Alexanderplatz




Joseph_Maronni - 07.11.2007 um 20:09 Uhr

Zitat:

Die Geschichte Hans Castorps, die wir erzählen wollen, - nicht um seinetwillen (denn der Leser wird einen einfachen, wenn auch ansprechenden jungen Menschen in ihm kennenlernen), sondern um der Geschichte willen, die uns in hohem Grade erzählenswert scheint (wobei zu Hans Castorps Gunsten denn doch erinnert werden sollte, daß es seine Geschichte ist, und daß nicht jedem jede Geschichte passiert): diese Geschichte ist sehr lange her, sie ist sozusagen schon ganz mit historischem Edelrost überzogen und unbedingt in der Zeitform der tiefsten Vergangenheit vorzutragen.
aus Thomas Mann - Der Zauberberg




Joseph_Maronni - 07.11.2007 um 20:12 Uhr

Zitat:

Ich wohne in der Villa Borghese.
aus Henry Miller - Wendekreis des Krebses

(okok, nicht deutsch-origin - na und?)




Joseph_Maronni - 07.11.2007 um 20:15 Uhr

Zitat:

Stattlich und feist erschien Buck Mulligan am Treppenaustritt, ein Seifenbecken in Händen, auf dem gekreuzt ein Spiegel und ein Rasiermesser lagen.

aus James Joyce - Ulysses




Joseph_Maronni - 07.11.2007 um 20:18 Uhr

Zitat:

Es war gegen Ende des November, bei Tauwetter, als sich um neun Uhr morgens ein Zug der Petersburg-Warschauer Bahn mit vollem Dampfe Petersburg näherte.

aus F. M. Dostojewski - Der Idiot




Joseph_Maronni - 07.11.2007 um 20:22 Uhr

Zitat:

Es war ein kalter, regnerischer Herbstabend im Jahr 1838.
aus Eugène Sue - Die Geheimnisse von Paris.

Hm, irgendwie gibt es gar keine unschönen ersten Sätze...




Joseph_Maronni - 07.11.2007 um 20:26 Uhr

Besonders schön dieser hier:
Zitat:

Alle dachten, er sei tot.
aus Paul Auster - Das Buch der Illusionen




Joseph_Maronni - 07.11.2007 um 20:30 Uhr

Spannend auch jener:
Zitat:

Im Oktober des Jahres 1827 blieb ein ungefähr sechzehnjähriger junger Mann, dessen Äußeres verriet, was die moderne Phraseologie so respektlos als Proletarier bezeichnet, im Morgengrauen auf einem kleinen Platz des unteren Provins stehen.
aus Honoré de Balzac - Pierrette




Joseph_Maronni - 07.11.2007 um 20:34 Uhr

Zitat:

Ich wohnte in einer billigen Bude am Carlton Way, in der Nähe der Western Avenue.

Schöner geht´s kaum.

aus Charles Bukowski - Hollywood




Joseph_Maronni - 07.11.2007 um 20:38 Uhr

Zitat:

Wir waren im Arbeitszimmer bei den Schulaufgaben, als der Direktor eintrat.
aus Gustave Flaubert - Madame Bovary




Mania - 07.11.2007 um 20:39 Uhr

Madame Bovary fand ich furchtbar langweilig. Das hat mich permanent and Fontane erinnert und da hatte ich mich bereits durchgequält.



Joseph_Maronni - 07.11.2007 um 20:40 Uhr

Zitat:

Wir waren irgendwo bei Barstow am Rande der Wüste, als die Drogen zu wirken begannen.

(Man beachte die Ähnlichkeit im Satzaufbau bei Flauberts Madame Bovary...)

aus Hunter S. Thompson - Angst und Schrecken in Las Vegas




Joseph_Maronni - 07.11.2007 um 20:43 Uhr

Zitat:

Madame Bovary fand ich furchtbar langweilig.

Ja, was mich da beim Lesen bei der Stange hielt, war wohl die schmucke, kleine Ausgabe des Manesse Verlages. Vielleicht hat die Handlichkeit, der Druck, die "Papierdünne" mit dazu beigetragen, dass ich es lesen konnte. Wer weiß, wer weiß.




Joseph_Maronni - 07.11.2007 um 20:49 Uhr

Zitat:

Garps Mutter, Jenny Fields, wurde 1942 in Boston festgenommen, weil sie einen Mann in einem Kino verletzt hatte.
aus John Irving - Garp und wie er die Welt sah

(hm, irgendwie nich so schön, naja, Geschmackssache)




Joseph_Maronni - 07.11.2007 um 20:52 Uhr

Zitat:

Am Morgen war alle Nässe erneut überfroren.

aus Nicolas Born - Die Fälschung

(gefällt mir persönlich besser als die "Ilsebill", die mir etwas zu kindisch ist)




Waldgaenger - 07.11.2007 um 21:14 Uhr

Diese Nachricht wurde von Waldgaenger um 21:15:10 am 07.11.2007 editiert

Ich hab´ das Buch im Moment leider verliehen; deshalb hoffe ich, dass ich richtig zitiere:

´There are many ways to break a footballer´s leg.´
Dan Kavanagh: Putting the Boot in

Kavanagh ist übrigens das Pseudonym von Julian Barnes, unter dem er einige Krimis veröffentlicht hat.




Joseph_Maronni - 07.11.2007 um 21:16 Uhr

Diese Nachricht wurde von Joseph_Maronni um 21:24:00 am 07.11.2007 editiert

@Waldgaenger:
Zitat:

Nirgendwo steht geschrieben, daß man in der National Gallery keine Ferngläser tragen darf.
aus Julian Barnes - Metroland

;)




Joseph_Maronni - 07.11.2007 um 21:23 Uhr

Noch n guter:
Zitat:

So hat das angefangen.
aus Louis-Ferdinand Céline - Reise ans Ende der Nacht




Waldgaenger - 07.11.2007 um 21:27 Uhr

Ja, lieber @Joseph_Maronni, er ist ein Meister der Anfänge, egal unter welchem Namen...

Sehr mag ich auch den Anfang meines Lieblingsbuch von ihm, ´Before she met me´ (tut mir leid, wenn ich nur die englischen Anfänge kenne):

[QUOTE] The first time Graham Hendrick watched his wife commit adultery he didn´t mind at all. He even found himself chuckling. It never occurred to him to reach out a shielding hand towards his daughter´s eyes.[/QUOTE]




Joseph_Maronni - 07.11.2007 um 21:44 Uhr

Zitat:

Heute ist der Geliebte meiner Mutter gestorben.
aus Urs Widmer - Der Geliebte der Mutter




Joseph_Maronni - 07.11.2007 um 21:52 Uhr

Zitat:

Wer bin ich?
aus André Breton - Nadja




Joseph_Maronni - 07.11.2007 um 22:04 Uhr

Zitat:

Kurz vor Himmelfahrt sind wir durchgebrannt.
aus Birgit Vanderbeke - Alberta empfängt einen Liebhaber




Joseph_Maronni - 07.11.2007 um 22:16 Uhr

Zitat:

Das ist die Geschichte des Musikers Johannes Elias Alder, der zweiundzwanzigjährig sein Leben zu Tode brachte, nachdem er beschlossen hatte, nicht mehr zu schlafen.
aus Robert Schneider - Schlafes Bruder




Joseph_Maronni - 07.11.2007 um 22:17 Uhr

ganz hervorragend auch:
Zitat:

Dann war das schlechte Wetter da.
aus Ernest Hemingway - Paris - ein Fest fürs Leben




Joseph_Maronni - 07.11.2007 um 22:19 Uhr

Zitat:

Madame, ich setze mich nieder, um Ihnen einen unleugbaren Beweis dafür zu geben, daß ich Ihren Wunsch als einen Befehl betrachte.
aus John Cleland - Die Memoiren der Fanny Hill




Waldgaenger - 07.11.2007 um 22:33 Uhr

Diese Nachricht wurde von Waldgaenger um 22:34:22 am 07.11.2007 editiert

Obwohl ich mich natürlich selbst bisher nicht drangehalten habe, würde es mich jetzt schonmal interessieren, warum ein bestimmter Satz (als erster Satz) als schön empfunden wird.

Für mich ist es immer wichtig, ob er dazu führt, weiterlesen zu wollen. Tut ein Satz wie ´Wer bin ich?´ das? Für mich nicht. Aber deshalb würde es mich ja auch interessieren, was an Euren Sätzen für Euch so einzigartig ist.

Ich muss (etwas off topic) zugeben, dass ich inzwischen nicht mehr allzuviel Geduld mit Büchern habe. Wenn mir von glaubhafter Seite nicht versichert wurde: Das musst Du lesen!, hat ein Buch für mich maximal zwei, drei Seiten Zeit, um den Stil beurteilen zu können (Mag ich, wie jemand schreibt, oder mag ich es so wenig, dass ich befürchten muss, hier einer neuen Erfahrung aus dem Weg zu gehen) und zu entscheiden, ob mir jemand was zu sagen hat. Dazu gehört nicht unbedingt ein Feuerwerk im ersten Satz, aber z.B. das Gefühl, das jemand der Sprache Melodie und Rhythmus geben kann.




Joseph_Maronni - 07.11.2007 um 22:52 Uhr

Zitat:

Dazu gehört nicht unbedingt ein Feuerwerk im ersten Satz, aber z.B. das Gefühl, das jemand der Sprache Melodie und Rhythmus geben kann.

Ja, ich denke auch, dass niemand wegen des ersten Satzes ein Buch liest oder nicht (obschon es Spaß macht, schöne erste Sätze zu listen). Allein wegen "Ilsebill salzte nach" wird sich wohl niemand die folgenden 700 Seiten antun.

Kann man ja testen. Wenn man ein Buch anliest, liest man ja weiter als den ersten Satz, es sei denn, es ist ein langer Schachtelsatz, dann vielleicht nicht (ham wer hier auch irgendwo, die Schachtelsatzthematik), in einer Buchhandlung z. B. beim Probeanlesen oder so.

Der "Butt" endet übrigens:
Zitat:

Ich lief ihr nach.

Herr Grass, würden Sie sich mal eben kurz hier einloggen, um uns zu sagen, ob das "nach" in erstem und letztem Satz eine bewusst gesetzte Klammer ist oder nicht?




Waldgaenger - 07.11.2007 um 23:14 Uhr

So wäre ein Schachtelsatz am Anfang für mich z.B. eine Nagelprobe, ob ich mich von jemandem mitnehmen will: ich gebe gerne zu, dass ein Gut gebauter Schachtelsatz (also einer, der logisch aufgebaut ist und trotz seiner Länge nicht dazu führt, dass ich irgendwo den Faden verliere) für mich ´n bisschen die Meisterklasse darstellt.

Maßgeblich sind für mich andere Kriterien: schmeißt jemand mit Adjektiven um sich, benutzt jemand Füllworte, Redundanz, ohne damit zum Beispiel eine Figur zu charakterisieren. Betreibt da jemand Kunsthandwerk?

Aber gut, das führt jetzt von diesem thread weit weg, weswegen ich dazu einen neuen eröffne.




Waldgaenger - 07.11.2007 um 23:17 Uhr

Zitat:

So wäre ein Schachtelsatz am Anfang für mich z.B. eine Nagelprobe, ob ich mich von jemandem mitnehmen will: ich gebe gerne zu, dass ein Gut gebauter Schachtelsatz (also einer, der logisch aufgebaut ist und trotz seiner Länge nicht dazu führt, dass ich irgendwo den Faden verliere) für mich ´n bisschen die Meisterklasse darstellt.

Maßgeblich sind für mich andere Kriterien: schmeißt jemand mit Adjektiven um sich, benutzt jemand Füllworte, Redundanz, ohne damit zum Beispiel eine Figur zu charakterisieren. Betreibt da jemand Kunsthandwerk?

Aber gut, das führt jetzt von diesem thread weit weg, weswegen ich dazu einen neuen eröffne.
http://www.versalia.de/forum/beitrag.php?board=v_forum&thread=3127




Joseph_Maronni - 07.11.2007 um 23:19 Uhr

fein fein, immer kräftig gerührt. ;)



Hermes - 10.11.2007 um 11:25 Uhr

"Das Rad an meines Vaters Mühle brauste und rauschte schon wieder recht lustig, der Schnee tröpfelte emsig vom Dache, die Sperlinge zwitscherten und tummelten sich dazwischen; ich saß auf der Türschwelle und wischte mir den Schlaf aus den Augen; mir war so recht wohl in dem warmen Sonnenscheine."

Joseph Freiherr von Eichendorff - Aus dem Leben eines Taugenichts




Hermes - 10.11.2007 um 11:32 Uhr

"Vor dem von Doppelsäulchen getragenen Rundbogen des Klostereinganges von Mariabronn, dicht am Wege, stand ein Kastanienbaum, ein vereinzelter Sohn des Südens, von einem Rompilger vor Zeiten mitgebracht, eine Edelkastanie mit starkem Stamm; zärtlich hing ihre runde Krone über den Weg, atmete breitbrüstig im Winde, ließ im Frühling, wenn alles ringsum schon grün war und selbst die Klosternußbäume schon ihr rötliches Junglaub trugen, noch lange auf ihre Blätter warten, trieb dann um die Zeit der kürzesten Nächte aus den Blattbüscheln die matten, weißgrünen Strahlen ihrer fremdartigen Blüten empor, die so mahnend und beklemmend herbkräftig rochen, und ließ im Oktober, wenn Obst und Wein schon geerntet war, aus der gilbenden Krone im Herbstwind die stacheligen Früchte fallen, die nicht in jedem Jahr reif wurden, um welche die Klosterbuben sich balgten und die der aus dem Welschland stammende Subprior Gregor in seiner Stube im Kaminfeuer briet."

Hermann Hesse - Narziß und Goldmund




Kritikatur - 16.11.2007 um 19:57 Uhr

Diese Nachricht wurde von Kritikatur um 19:58:18 am 16.11.2007 editiert

Es schneit Jasminblüten.
Und ich schwebe in dem Jasminblütenschnee ganz langsam, als hätte ich Zeit - viele Tausend Jahre nur so hinzuschweben in duftenden Blüten.

Paul Scheerbart - Liwuna und Kaidoh




Namesi - 17.11.2007 um 00:18 Uhr

Wir ähneln denen, die wir hassen, mehr als wir denken. Und deshalb glauben wir, dass wir denen, die wir lieben, nie ganz nah sind.

Albert Sánchez Pinol - Im Rausch der Stille




annahome - 18.11.2007 um 02:36 Uhr

"Ein Toter bin ich nun, eine Leiche auf dem Grund eines Brunnens. Schon längst tat ich meinen letzten Atemzug, schlug mein Herz ein letztes Mal, doch niemand weiß, was mir geschah, nur mein ruchloser Mörder."
"Rot ist mein Name" Orhan Pamuk




Joseph_Maronni - 18.11.2007 um 08:15 Uhr

Aus aktuellem Anlass hier ein Hinweis auf die Sparte "Buchanfänge", für diejenigen, die gerne mehr als einen schönsten ersten Satz schreiben möchten:

http://www.versalia.de/forum/beitrag.php?board=v_forum&thread=1180

Der schönste erste Satz ist nun mal gemeint als ein Satz.




JH - 05.01.2008 um 22:23 Uhr

Ich will nicht helfen, ich will Kuchen.



annahome - 07.01.2008 um 00:56 Uhr

Zitat:

Der schönste erste Satz ist nun mal gemeint als ein Satz.

Guter Joseph_Maronni.
Wie schwer es doch ist, "den ersten Satz" als nur einen Satz - und dann noch als den Schönsten - wirken zu lassen, haben wir wohl bemerkt. Die meisten schönsten Sätze benötigen anscheinend - nach den Gusto der Versalia-Schreiber - doch mindestens zwei.

Und, auch wenn Du es mit Bravour und Eifer zu den meisten Einsatz-sätzen gebracht hast, befürchte ich fast, dass es heißt:
"Nichts zu machen"
(Samuel Beckett- warten auf Godot).




Gast873 - 07.01.2008 um 11:49 Uhr

Diese Nachricht wurde von Hyperion um 11:59:34 am 07.01.2008 editiert

@mania:

schön, dass du gerade Fontane und Flaubert in einem Atemzug nennst! Auch ich finde die Epoche des Realismus stinklangweilig, zum Gähnen, einfach furchtbar, die beiden können keinen einzigen schönen Satz schreiben :-).

Wir sind uns auf einem hohen Niveau also einig. Da ist nur der Migräniker von Sils Maria als "wirklicher" Sprachkünstler und kritischer Beobachter seiner Zeit zu nennen, ihm kann kein Deutscher aus jener Zeit das Wasser reichen.

Gruß,
ein freier Grieche

P.S.:
Zitat:

"Ich bin nicht Stiller!"
Na, aus welchem Roman stammt denn dieser Satz wohl?




Hermes - 14.02.2008 um 19:28 Uhr

Zitat:

@mania:

schön, dass du gerade Fontane und Flaubert in einem Atemzug nennst! Auch ich finde die Epoche des Realismus stinklangweilig, zum Gähnen, einfach furchtbar, die beiden können keinen einzigen schönen Satz schreiben :-).

P.S.:
Zitat:

"Ich bin nicht Stiller!"
Na, aus welchem Roman stammt denn dieser Satz wohl?

1.) Kann ich nicht nachvollziehen. Beide ähnlich im Stil, aber nicht langweilig, nicht zum Gähnen, vielleicht nicht so schön wie Hesse oder Eichendorff, aber mit Talent für lange, verschachtelte, die Gesamtsituierung der Handlung umfassende erste Sätze. Kann auch nicht jeder.
2.) Gantenbein?




Loris - 07.04.2008 um 00:48 Uhr

Bei uns in der Wg liegt der Roman "Feuchtgebiete" von der entzückenden Charlotte Roche herum; es muss meiner Mitbewohnerin gehören. ;)

Der erste Satz lautet:
"Solange ich denken kann, habe ich Hämorrhoiden."

Ich musste sehr laut lachen.




annahome - 07.04.2008 um 01:09 Uhr

ha ha !

"schön" ist weder der erste satz, noch das buch.

mutig, wenn du das buch lesen willst.
charlotte roche ist gerade auf tour ..
ich sage mal, aus erfahrung, es lohnt sich, ihre lesung zu besuchen.

gruß
werbetrommel




Gast873 - 07.04.2008 um 01:51 Uhr

@Hermes: Ich würde gerne diesbezüglich hier: http://www.versalia.de/forum/beitrag.php?board=v_forum&thread=2788 weiter diskutieren, vorausgesetzt, nur/auch LX.C-Alex wäre dazu wie in alten Zeiten bereit ;-)))))

Gruß,
Hyperion




Fluss - 07.04.2008 um 12:28 Uhr

Zitat:

Als das Telefon klingelte, war ich in der Küche, wo ich einen Topf Spaghetti kochte und zu einer UKW-Übertragung der Overtüre von Rossinis ´Die diebische Elster´ pfiff, was die ideale Musik zum Pastakochen sein dürfte.

Haruki Murakami - Mister Aufziehvogel




almebo - 07.04.2008 um 17:24 Uhr

Zitat:

Zitat:

Als das Telefon klingelte, war ich in der Küche, wo ich einen Topf Spaghetti kochte und zu einer UKW-Übertragung der Overtüre von Rossinis ´Die diebische Elster´ pfiff, was die ideale Musik zum Pastakochen sein dürfte.

Haruki Murakami - Mister Aufziehvogel

Weil sich Rossini in den letzen Jahren seines Lebens
intensiv der Kochkunst widmete, muss ihn diese Leidenschaft "zur Komposition der "Diebischen Elster" angeregt haben.Mir schmecken heute noch gut die "Tournedos-Rossini"...LECKER!

al




Regina - 16.04.2008 um 11:07 Uhr

"Aber Jakob ist immer quer über die Gleise gegangen."
Uwe Johnson - Mutmassungen über Jakob

"It was the day my grandmother exploded."
Iain Banks - The Crow Road




almebo - 18.04.2008 um 17:59 Uhr

Unfrisierte Gedanken, von Stanislaw Jerzy LEC !

Schon mal gelesen? Man sollte es tun!

Die unfrisierten Gedanken sind witzige, geistreiche und präzise "Kleinstkommentare" und Denkanstöße zu politischen, gesellschaftlichen, moralischen und philolophischen Fragestellungen.
In den scheinbar leichtfüssigen Spott, mit dem er die Gegenstände seiner Kritik - Fanatismus, Intoleranz, Verlogenheit, Denkfaulheit - überzieht, mischen sich auch schwermütige Töne.

Mit "Unfrisierten Gedanken" hat der polnische
Schriftsteller die Gattung des Aphorismus erneuert und aufgewertet

Viele seiner Aussprüche sind als geflügelte Worte in die Alltagssprache eingegangen und sprichwörtlich geworden.-

Sehr zu empfehlen!

Gruss

al




Regina - 18.04.2008 um 20:43 Uhr

Dieser Empfehlung kann ich mich nur anschließen.

"Daß er starb, ist noch kein Beweis dafür, daß er gelebt hat."

"Ich wollte der Welt nur ein einziges Wort sagen. Da ich es nicht konnte, wurde ich Schriftsteller."




Der_Geist - 18.04.2008 um 21:55 Uhr

Zitat:

"Ich wollte der Welt nur ein einziges Wort sagen. Da ich es nicht konnte, wurde ich Schriftsteller."

... oder noch eine Schippe drauf und erweitert auf Bukowskis Grabsteininschrift: "Don´t try"




Regina - 19.04.2008 um 10:12 Uhr

Worauf Beckett sagt: "Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better."



Der_Geist - 19.04.2008 um 12:37 Uhr

Zitat:

Worauf Beckett sagt: "Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better."

Sehr schön, genau so. :)




almebo - 19.04.2008 um 13:19 Uhr

Diese Nachricht wurde von almebo um 13:20:33 am 19.04.2008 editiert

Zitat:

Dieser Empfehlung kann ich mich nur anschließen.

"Daß er starb, ist noch kein Beweis dafür, daß er gelebt hat."

"Ich wollte der Welt nur ein einziges Wort sagen. Da ich es nicht konnte, wurde ich Schriftsteller."

Herrlich wiedergegeben
War er nicht köstlich ??

al




Der_Stieg - 21.10.2008 um 18:56 Uhr

Zitat:

Der Zug hatte die Alpen hinter sich gelassen und brauste durch die mondlose Januarnacht.

Sonia Rossi - Fucking Berlin




Der_Stieg - 12.02.2009 um 23:18 Uhr

Zitat:

Sorger hatte schon einige ihm nah gekommene Menschen überlebt und empfand keine Sehnsucht mehr, doch oft eine selbstlose Daseinslust und zuzeiten ein animalisch gewordenes, auf die Augenlider drückendes Bedürfnis nach Heil.
Peter Handke - Langsame Heimkehr




Hermes - 03.05.2009 um 15:38 Uhr

Der Spätsommermorgen war lau, und die Tür zum Klassenzimmer stand offen.

Friedrich Torberg - Der Schüler Gerber




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