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-- Lyrik
--- gefangenheiten

1943Karl - 08.11.2009 um 16:42 Uhr

zurück einmal mehr
von ägäischen freiheitsinseln
ausbruch nach 20 tagen
abgebrochen im blau
mich leichter geatmet
vor weißen häusern
ohne sicherheitszonen
alte fähren im sturm
erobert von frischer gischt

herzklopfzeichen
von innen lassen geheime
mitteilungen verstehen
aber hier legt
der novemberwind
bunte teppiche aus

zieh morgen
unserem dienstwagen
winterreifen auf




mcberry - 08.11.2009 um 17:18 Uhr

Hallo Karl,
die Zeilen las ich inneren Monolog eines heimgekehrten Urlaubers, den sein Dienstwagen erwartet und naßkaltes Novemberwetter.
War es nicht ein Ausbruch für 20 Tage? Um einmal mehr die Sinne sich weiten zu lassen, leichter zu atmen, Herzklopfzeichen zu lauschen. Die alten Fähren geben auch ein schönes Bild ab für die eingeengten alten Wahrnehmungspfade, die jenseits der Sicherheitszone im Sturm erobert werden müssen. Und gerade erst entfaltet die Eindrücke aufzunehmen, die der Welt ihr Geheimnis zurückgeben, hat uns der November wieder.
Wie wahr, wie wahr. LG mcberry




1943Karl - 09.11.2009 um 13:57 Uhr

Hallo Mcberry,
danke für die mitfühlenden Zeilen. War gerade in Griechenland, habe Licht und Wärme getankt, um hier den Winter zu überstehen. Am liebsten ginge ich jetzt in Winterschlaf...
Aber ich werde mich wohl wieder warm arbeiten müssen.
Gruß
Karl




HelmutMaier - 09.11.2009 um 17:26 Uhr

Die verschiedenen Realitäten hast Du für mich interessant konfrontiert.

Liebe Grüße
Helmut




1943Karl - 12.11.2009 um 14:11 Uhr

Lieber Helmut,
danke für deine positive Bewertung.
Gruß
Karl




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