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--- innen und außen

Wolkenduft - 18.11.2009 um 19:00 Uhr

Weg weit weg. Entfernt. Eine Entfernung von innen. Außen nah, ganz nah bei euch, an euch. Ich bin euch äußerlich nah und innen so fern.
Bin fern von euch, so fern, dass ich eure Stimmen nur verzerrt höre, wie ein verschwommenes Bild durch den schleirerigen Hauch des Atmens getrennt, verdeckt, euch versteckend, euch von mir trennend, ich seh euch nicht.
Innen nah. Nähe so nah und tief, deutlich, stark ich bin groß, innen so weit, einnehmend, alles einnehmend und wirklich, farbig verschluckt es äußere Sinneseindrücke als würden sich die Farben von innen auf meine Augen legen, meine Ohren, verdeckend verstopfen, meinen Blick verschleiern der Blick ist klar, innen ist Leben, so weit, so nah.
Ich bin so nah in mir, an mir, fühle mich lebendig und bin dir nah, so nah.
Dein Körper ist außen so fern. Ich höre deine Stimme nicht, ich rieche dich nicht, ich sehe dich nicht, ich weiß nicht wo du bist, was du machst, was du denkst, kenne dein Leben nicht.
Und doch bist du mir so nah, so unglaublich innennah, als würden deine Augen mich von innen anlachen, tiefgründlich suchend, wissend, dass es stimmt, mich von innen kennen. Du kennst mich von innen, außen ist Leere. Ich will auch außen bei dir sein.




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