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-- Lyrik
--- nochwedernoch

1943Karl - 10.12.2009 um 18:25 Uhr

dämmertage diffus
an keiner ecke kanten
falsche komplimente
prallen ab am echo
selbst das licht
der öffentlichkeit
bleibt schattenfrei
zeichen sprechen
wieder nicht für sich
und hinter deinen milchglasaugen
erlischt gerade das feuer

es wird eine traumlose
nacht




mcberry - 26.04.2010 um 23:57 Uhr

Eine flache Welt dämmert diffus, schattenlos und ohne Träume vor sich hin. Ecken sind abgerundet, Objekte bleiben ungreifbar. Inhaltsleere Blicke begleiten eine beschränkte Kommunikation, in der jede Bedeutung erloschen zu sein scheint. Der Text ist große Klasse. LG mcberry



HelmutMaier - 27.04.2010 um 19:02 Uhr

Die Stimmung einer großen Verunsicherung, wo alles ohne Ecken und Kanten bleibt, ungreifbar, wo man nicht weiß, woher Angriffe möglicherweise überraschen - die stellt sich bei mir beim Lesen ein, und zwar ziemlich intensiv.

Liebe Grüße
Helmut




1943Karl - 28.04.2010 um 19:21 Uhr

Hallo mcberry, hallo Helmut,
danke für euren mitfühlende Kommentar.
Dennoch denke ich, niemand sollte sich durch jene entmutigen lassen, die es bewusst darauf anlegen, Menschen hilflos zu machen.
Gruß
Karl




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