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--- das ist der vorteil

Kakerlakerich - 05.05.2010 um 23:58 Uhr

das ist der vorteil: nix zu sagen zu haben; mir floeten die toene meine sattheit um die ohren. sozusagen kommen mir die buchstaben unbelastet in die tasten. diese unglaeubigen augen: aber irgendwo muessen sie doch. sorry, nein, leider nicht. mit mir ist alles in ordnung. das stoert sie, das merke ich. sie wuerden mir gerne ihren ismus oder das neueste aphrodisiakum oder einen sonstigen motivator verkaufen. pech fuer sie: ich bin dermaßen kacknormal, dass ich ihre rezepte nicht brauche. ich bin also wohl nicht ihr kunde. aber merken sie nicht auch manchmal morgens, gleich nach dem aufstehen? nein. oder abends, wenn sie alleine? nein, auch nicht. vielleicht schlafen ihnen manchmal die zehen ein oder sie haben so ein sehnsuchtsziehen im herzen oder sie wollen die welt retten oder ... nein. was soll das? gehen sie bitte. warten sie! wie viele hausstaubmilben beherbergt ihre matratze? haben sie sich das schon mal ueberlegt? ihre zaehne, die schienen mir eben nicht gerade so weiß, wie sie sein sollten. wuerden sie einen hund aus dem tierheim aufnehmen, wenigstens das? nun gehen sie doch nicht so schrecklich normal einfach weg, das ist ja nicht normal, so schrecklich ist das. sind sie nicht wenigstens arbeitslos? ich wuesste da jemanden ... also, dass sie mir nicht antworten, das ist alles andere als normal. (der normale bleibt stehen und haut dem anderen eins in die fresse.) gut, das ist schon mal ein anfang. dagegen kann man was tun. wenn sie mich nicht sofort in ruhe lassen, rufe ich die polizei. sehen sie! haben sie das oefter, dass sie in situationen geraten, in denen sie sich nicht anders zu helfen wissen, als ihrem gegenueber ... wenn sie mich nicht in ruhe lassen, kriegen sie noch eine. oh, sie brauchen hilfe! also ich wuesste da ... sie sind so aggressiv ... wuerden sie bitte meinen mantel loslassen? da! sie sagen es! loslassen: das ist es, was sie nicht koennen. finger weg von meinem mantel, sie klette. hilfe! sehen sie, nun rufen sie um hilfe, bloß, weil ich ein wenig an ihnen rumzoppele. (der normale entledigt sich seines mantels und tritt der klette ans schienbein, laeuft fort.) so warten sie doch! so geht das nicht! (der normale zeigt der klette den stinkfinger.) wusst ich’s doch! sie haben ein problem! (der normale verschwindet im u-bahnhof, und die klette zieht seinen mantel an, grinst.)



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