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-- Lektüregespräche
--- Januar 2012

ArnoAbendschoen - 12.01.2012 um 22:02 Uhr

Nach und nach das Gesamtwerk von Hubert Fichte (1935 - 1986). Darum habe ich lange einen Bogen gemacht, aus Gründen, die darzulegen hier zu weit führen würde. Jetzt angefangen mit "Versuch über die Pubertät" von 1974. War so angetan, dass ich es gleich noch einmal gelesen habe. Jetzt bin ich mitten im frühen Erzählband "Der Aufbruch nach Turku" (1963).

Was mich bisher bei Fichte angesprochen hat: Die konsequente Verwandlung der eigenen Biographie in ein literarisches Kunstwerk. Die knappe, fotografisch genaue Darstellung der Außenwelt, oft lakonisch, gelegentlich witzig. Ein experimentierfreudiger Stil. Der weitgespannte Bogen von den Kriegseindrücken des Kindes bis zum Studium der afroamerikanischen Mischreligionen, von diversen Hamburger Kiezen bis nach Haiti und Brasilien. Dass bei ihm nicht alles unmittelbar verständlich und offensichtlich ist, sondern nicht selten eine wiederholte Anstrengung erforderlich ist.




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