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-- Philosophie
--- Am Anfang das Ende

Kenon - 26.01.2020 um 19:10 Uhr

Die Philosophie hätte bei Sokrates´ “Ich weiß, dass ich nicht weiß” (“οἶδα οὐκ εἰδώς”) aufhören müssen. So gleichen die nach ihm kommenden Philosophen - mit Ausnahme der Skeptiker - Katzen, die im Kreis ihrem eigenen Schwanz hinterherjagen.



ArnoAbendschoen - 27.01.2020 um 11:25 Uhr

Ja, das entspricht auch meiner Einstellung. Ich fürchte nur, dass es darauf gar nicht ankommt. Es scheint durch die Zeiten in einer Vielzahl von Menschen ein Grundbedürfnis nach Philosophie und Welterklärung zu geben (ebenso wie nach Religion), auch wenn unsereins das nicht teilt. Damit muss man dann stets rechnen.

Es ist mir oft aufgefallen, dass ein Bekenntnis zu Skeptizismus und Agnostizismus bei Anhängern systematischer Lehren stärkere Ablehnung hervorruft als z.B. Atheismus oder oder eine ihren Überzeugungen sonst explizit widersprechende Lehre.




Kenon - 02.02.2020 um 11:33 Uhr

Und doch wird Philosophie betrieben: Weil sie ohnehin schon in unserer Welt ist und man darüber reden kann - aber vor allem, weil sie ein möglicher Ausdruck der menschlichen Sprache ist, die uns immer wieder verleitet, an ihre Grenzen zu gehen. So kann man die Sprache eines Textes bestaunen und bewundern, während sie einen inhaltlich kalt, verworren oder verständnislos dastehen lässt. Was lässt uns an die Grenzen der Sprache gehen? Der Wille, die Welt, in der wir leben, zu verstehen und oft das Ungenügen, das wir dabei empfinden, zu deuten, um sie zu einer anderen zu machen: Einer uns gemäßen. Aber dabei können wir nicht mehr als scheitern. Das muss einen nicht traurig machen. Es kann eine großartige Art der Unterhaltung sein.



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