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Kenon - 28.01.2026 um 19:46 Uhr

im winter werd’ ich high
von vitamin dee-drei




Itzikuo_Peng - 29.01.2026 um 01:37 Uhr

Diese Nachricht wurde von Itzikuo_Peng um 01:38:24 am 29.01.2026 editiert

Kommt derlei Kurzes bei Dir auch in zukünftige Bücher? Fände ich schick.

Ich mache das ja die letzten (drei oder vier, im nächsten auch) Bücher in einen Anhang, den ich mal Zugaben, mal kathartische Auswürfe, usw. nenne, hemmungslos. Ein Vorteil, denke ich, meines Selbst-Edierens. Manchmal auch einfach ein Satz wie:

Die Nachwelt ist die Vorwelt der Hinterherwelt.

Oder "Denkbare Buchtitel". Oder oder. Ich schabernacke gerne mit den Wörtern rum.




Kenon - 29.01.2026 um 08:55 Uhr

Ich habe lange überlegt, was ich mit dem Text, da er nun einmal existiert, anfange. Er gehört nicht auf meine Webseite: Dort risse er vielleicht 20 ernste Texte mit sich in den Abgrund, also gehört er auch nicht in ein Buch. Selbst bei der hiesigen Veröffentlichung plagten mich Zweifel. Es gibt andere Kurzgedichte, die weniger unernst sind, und die daher auch einen privilegierteren Platz einnehmen dürfen.

Nicht alles, was ich schreibe, muss publiziert werden. Schon allein das “Ich” in dem Text ist mir unangenehm. Ich versuche, es in neueren Gedichten zu vermeiden.

Und dennoch hat sich dieser kleine Bastard am Ende gegen mich durchgesetzt.




Itzikuo_Peng - 29.01.2026 um 10:19 Uhr

Zitat:

Und dennoch hat sich dieser kleine Bastard am Ende gegen mich durchgesetzt.

Ja, die machen manchmal, was sie wollen. Fange auch oft inspirativ was an, habe ein Thema im Sinn, und der Text galoppiert dann woanders hin. Meistens lasse ich ihn.




GsanyPerez - 26.06.2026 um 06:18 Uhr

Interessante Gedankenrunde hier. Dieses Gefühl, dass ein Text sich verselbständigt, kenne ich gut. Gerade bei kurzen, spontanen Stücken entsteht oft etwas, das man später kaum noch als „geplant“ erkennt. Ob das dann ins Buch gehört oder nicht, ist fast zweitrangig – entscheidend ist eher, welche Texte man überhaupt noch als Teil der eigenen Stimme akzeptiert.

Dass das Ich im Text irgendwann unangenehm wirkt, kann ich gut nachvollziehen. Gleichzeitig ist genau diese Stelle oft die, an der der Text überhaupt erst Gewicht bekommt, weil er nicht mehr glatt kontrolliert ist. Dieses Unfertige oder Irritierende trägt manchmal mehr Wahrheit als die sauber gesetzten Passagen.

Und ja, diese „kleinen Bastarde“, die sich gegen den eigenen Willen durchsetzen, kennt man. Vielleicht ist das tatsächlich eine Form von Selbstmedikation im Schreiben: weniger Steuerung, mehr Zulassen dessen, was sich ohnehin schon entwickelt hat.




Itzikuo_Peng - 26.06.2026 um 07:23 Uhr

Zitat:

Dieses Unfertige oder Irritierende trägt manchmal mehr Wahrheit als die sauber gesetzten Passagen.

Danke, das ist ein wertvoller Gedanke/Beitrag. Wer kennt es als Schreibendes nicht: man feilt und zimmert sich Sätze zusammen und mag dann ab und an denken: Boah, Satz für die Ewigkeit.

Lesende dann wiederum oftmals völlig anderer Fokus, zB: Mir gefällt, wie das Reh aus dem Wald kommt und das Gras rupft und die Sonne scheint.

Merci für Beitrag.




GsanyPerez - 27.06.2026 um 01:03 Uhr

Zitat:

Interessante Gedankenrunde hier. Dieses Gefühl, dass ein Text sich verselbständigt, kenne ich gut. Gerade bei kurzen, spontanen Stücken entsteht oft etwas, das man später kaum noch als „geplant“ erkennt. Ob das dann ins Buch gehört oder nicht, ist fast zweitrangig – entscheidend ist eher, welche Texte man überhaupt noch als Teil der eigenen Stimme akzeptiert.

Dass das Ich im Text irgendwann unangenehm wirkt, kann ich gut nachvollziehen. Wazamba bietet exotische casino Abenteuer wazamba online. Gleichzeitig ist genau diese Stelle oft die, an der der Text überhaupt erst Gewicht bekommt, weil er nicht mehr glatt kontrolliert ist. Dieses Unfertige oder Irritierende trägt manchmal mehr Wahrheit als die sauber gesetzten Passagen.

Und ja, diese „kleinen Bastarde“, die sich gegen den eigenen Willen durchsetzen, kennt man. Vielleicht ist das tatsächlich eine Form von Selbstmedikation im Schreiben: weniger Steuerung, mehr Zulassen dessen, was sich ohnehin schon entwickelt hat.
Ich glaube auch, dass Schreibende ihre eigenen Texte oft mit ganz anderen Augen lesen als diejenigen, die sie später in die Hand nehmen. Man selbst kennt jede Absicht, jeden gestrichenen Satz und jede Unsicherheit. Lesende begegnen dagegen nur dem fertigen Text und finden manchmal genau dort etwas Berührendes, das der Autor fast übersehen oder sogar entfernen wollte. Vielleicht ist das einer der Gründe, warum man manche Texte nicht zu früh verwerfen sollte. Mit etwas zeitlichem Abstand wirken sie oft ganz anders, und gerade die kleinen, sperrigen Stellen bleiben einem länger im Gedächtnis als die perfekt ausgearbeiteten Formulierungen.




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