Zitat:Interessante Gedankenrunde hier. Dieses Gefühl, dass ein Text sich verselbständigt, kenne ich gut. Gerade bei kurzen, spontanen Stücken entsteht oft etwas, das man später kaum noch als „geplant“ erkennt. Ob das dann ins Buch gehört oder nicht, ist fast zweitrangig – entscheidend ist eher, welche Texte man überhaupt noch als Teil der eigenen Stimme akzeptiert.
Dass das Ich im Text irgendwann unangenehm wirkt, kann ich gut nachvollziehen. Wazamba bietet exotische casino Abenteuer
wazamba online. Gleichzeitig ist genau diese Stelle oft die, an der der Text überhaupt erst Gewicht bekommt, weil er nicht mehr glatt kontrolliert ist. Dieses Unfertige oder Irritierende trägt manchmal mehr Wahrheit als die sauber gesetzten Passagen.
Und ja, diese „kleinen Bastarde“, die sich gegen den eigenen Willen durchsetzen, kennt man. Vielleicht ist das tatsächlich eine Form von Selbstmedikation im Schreiben: weniger Steuerung, mehr Zulassen dessen, was sich ohnehin schon entwickelt hat.
Ich glaube auch, dass Schreibende ihre eigenen Texte oft mit ganz anderen Augen lesen als diejenigen, die sie später in die Hand nehmen. Man selbst kennt jede Absicht, jeden gestrichenen Satz und jede Unsicherheit. Lesende begegnen dagegen nur dem fertigen Text und finden manchmal genau dort etwas Berührendes, das der Autor fast übersehen oder sogar entfernen wollte. Vielleicht ist das einer der Gründe, warum man manche Texte nicht zu früh verwerfen sollte. Mit etwas zeitlichem Abstand wirken sie oft ganz anders, und gerade die kleinen, sperrigen Stellen bleiben einem länger im Gedächtnis als die perfekt ausgearbeiteten Formulierungen.