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Giovanni Fanelli - Rom. Porträt einer Stadt
Buchinformation
Fanelli, Giovanni - Rom. Porträt einer Stadt bestellen
Fanelli, Giovanni:
Rom. Porträt einer
Stadt

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(Bücher frei Haus)

„Rome“ – das ist ein fotografisches Porträt der Stadt, die schon seit mehr als 2000 Jahren Weltgeschichte geschrieben hat: einst die Hauptstadt eines Reiches, das drei Kontinente umspannte wird es heute vor allem als Stadt des großen Theaters und großer Schönheit gefeiert. Dort wo sich heute noch barocke Pracht inmitten antiker Größe entfaltet, wo Michelangelos Deckenfresko der Sixtinischen Kapelle zu bewundern ist, wo Federico Fellini „La Dolce Vita“ drehte und wo auch das Kolosseum steht, da sind auch die Fotos dieses Prachtbandes des TASCHEN Verlages zu Hause. Der Zeitraum der Fotoaufnahmen reicht von 1840 bis heute und zeigt die Entwicklung der Hauptstadt unserer (westlichen) Kultur in gut 500 Fotografien in Sepia, Schwarzweiß, und Farbe.

Rom von 1840 bis heute

Die Fotografen Giacomo Caneva, Pompeo Molins, Giuseppe Primoli, Alfred Eisenstaedt, Carlo Bavagnoli, Henri Cartier-Bresson, Pasquale De Antonis, Peter Lindbergh, Slim Aarons und William Klein zeigen die Ewige Stadt aus den unterschiedlichsten Perspektiven. Was die wenigsten wissen: nach der Einigung Italiens durch das Risorgimento war Florenz die erste Hauptstadt Italiens. Rom und Papst hatten sich vorerst geweigert, der Vereinigung mit dem neuen Königreich Italien unter Vittorio Emanuele II. zuzustimmen. Aber 1870 marschierte Garibaldi durch die Porta Pia und leibte die geistliche Hauptstadt der Christenheit in das Königreich ein. Damals hatte Rom gerade einmal 225.000 Einwohner. Heute sind es mehr als zehnmal so viele und die wissen zu leben. Nicht umsonst ist das „dolce vita“ der Bewohner Roms auch zu einem Begriff in der deutschen Sprache geworden. Das „süße Leben“ ist auch der Titel von Fellinis wohl bekanntesten Film, bei dem Anita Ekberg im Trevi Brunnen ein Bad nimmt. Wer nächtens einen Spaziergang durch Rom macht, wird unweigerlich zu diesem hell erleuchteten Brunnen kommen, wo mitten in der Stadt Fontänen in die Luft schießen und Wasserfälle zu hören sind.

Leben in der Hauptstadt der Welt

Wer behauptet, Rom leide heute an Modernität, der hat die neuen Viertel der Stadt noch nicht entdeckt. Schon unter Mussolini entstand ein neues Viertel, das heute noch etwas verweist außerhalb der Stadt liegt. Die faschistische Architektur ist trotz ihres ideologischen Hintergrundes als Beitrag zum modernen Rom zu begreifen. Aber auch die illegalen baulichen Erweiterungen der Stadt durch die Bewohner nimmt heute bereits 20 Prozent der Stadtfläche ein. Im Flaminio-Viertel wurden 2010 das MAXXI eingeweiht, ein moderner Museumsbau, der die nationale Kunst durch Ausstellungen,, Workshops, Konferenzen, Veranstaltungen, Filmabende und Bildungsaktivitäten erweitert und ihr ein neues Zuhause gibt. Allerdings gibt der Autor und Herausgeber eine eher düstere Prognose für die Hauptstadt ab, da es ihr an Visionen fehle. Da verhält ich der vorliegende Fotoband diametral gegensätzlich: so viele Visionen und Perspektiven auf Rom, sieht man selten auf einen Blick in einem Band. So werden etwa die Dachgärten Roms porträtiert, die auch schon in vielen Filmen eine große Rolle gespielt haben. Denn das Leben über den Dächern ist den Römern längst zur Gewohnheit geworden: hier wird getrunken, gefeiert und diskutiert. Ein Blick auf die Ewige Stadt inspiriert jeden Betrachter. Der vorliegende Fotoband bietet eine schöne Reise in das Rom, das es so wohl gar nicht mehr gibt.

„Rome. Porträt einer Stadt“ zeigt in drei Sprachen und mehr als 500 Fotografien die Geschichte Roms. Die einstige Hauptstadt der Welt in fotografischen Porträts von 1840 bis heute.

Giovanni Fanelli
Rom. Porträt einer Stadt
Hardcover, 25 x 34 cm, 486 Seiten
ISBN 978-3-8365-6271-3
Mehrsprachige Ausgabe: Deutsch, Englisch, Französisch
ISBN 978-3-8365-6886-9
Mehrsprachige Ausgabe: Englisch, Italienisch, Spanisch

[*] Diese Rezension schrieb: Jürgen Weber (2018-01-04)

Hinweis: Diese Rezension spiegelt die Meinung ihres Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung von versalia.de übereinstimmen.



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