Zitat:
Aber dass die Diskussion über (vergangene) Versuche ein Grundeinkommen einzuführen zu Schenkelklopfen führen wird, bezweifle ich. Da bin ich pessimistischer ;-) : Wenn alles so schlimm kommt (einschließlich Ghetto - wohl als [problematische] Metapher), erinnert sich daran sowieso niemand mehr.
Ja, so kommt´s auch (is ja schon da). Zum Selbstschutz (psy.) wird postuliert: jedes ist doch selbst schuld an seinem Schicksal. Ach, wir sind ja so sozial.
Diese arbeitsfokussierte Denkweise ... Warum arbeiten viele, die nicht wollen, in Broterwerbsberufen (und könnten jeden Tag kotzen), und andere, die wollen, finden nichts? Da geht´s wohl um eine Bewusstheit, die in D (oder überhaupt) evtl. erst in 1000 Jahren breitmassig einkehren könnte. Ich, da bin ich mir sicher, werde diesen Bewusstseinswandel (wenn´s überhaupt dazu kommt), nicht mehr erleben.
Diese ganze Mühedichredlichundduwirstbelohntwerdengeschichte ist leider zu tief in den Hirnen eingebrannt. Aber meine Meinung dazu werde ich dennoch immer wieder sagen. Ist der Mensch nur gut, wenn er eine lückenlose Vita hat und sich jeden Tag die Zunge raushechelt? Wenn der Mensch faul ist und betteln muss - was soll da schlecht dran sein, wenn es authentisch ist?
Schlecht dran ist doch nur eins (in einer Gesellschaft wie der unseren): Neid und Gier. Neid und Gier deshalb, weil die, die können und haben, evtl. abgeben müssten an die, die nicht können und nicht haben. Wenn aber die, die können und haben, nicht abgeben können an die, die nicht können und nicht haben, ja, dann können wir das mit der "Gesellschaft" vergessen. Dann sind wir wieder beim Urvieh, das nur auf seinen Vorteil aus ist, das zu seinem eigenen Vorteil über Leichen geht.
So ist es wohl.
Wir haben doch gar keine "Gesellschaft", wir Ego-Protze. Wir haben eine gemeinsame Sprache (wenn überhaupt), und das ist schon alles. Wir haben vielleicht eine gewählte Regierung, und schauen uns die Nachrichten an, echauffieren uns, nehmen somit teil an dem Brimbamborium derer, die uns doch bitte sagen sollen, wo und wie wir zu gehen haben.
Es gibt keine Hoffnung; es gibt nur den kommoden Platz hinter dem heimischen Ofen, der wärmt (sofern der Boiler funzt), und das ist auch nicht verwerflich, das ist menschlich. Es gibt nicht die Menschlichkeit in per Aufruf angeforderten Spenden für Notdürftige, weil dem Menschen das Bewusstsein dafür fehlt, dass alles Leben seine Berechtigung hat. Wir sind Tiere, wir fressen, wen wir fressen können. Wir sind nicht "Mensch", wir fressen. In den Ofen mit unserer Kultur, solange wir uns gegenseitig auffressen.
Deckel drauf. Is ja nur Forum. Hab nochn paar Kröten übrig (fürn Monat), und streck in Strickstrümpfen, neben meiner Trulla (die hat auch Strickstrümpfe), die Füße an den Ofen. Was haben wir es gut. Voll der Luxus.