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--- Anti-Literatur 2020

Kenon - 11.02.2020 um 23:23 Uhr

Man darf froh sein, wenn man vom eigenen Schreiben nicht leben kann und auch nicht vorhat, das einmal zu können und mehr noch, wenn es wirklich niemanden interessiert, was man so schreibt: So steht dem ehrlichen Wort nichts im Weg, weil es weder nach Geld noch Ruhm greifen muss.



ArnoAbendschoen - 15.02.2020 um 22:43 Uhr

Man kann sich immer sagen: To the happy few ... Und was die denken, bleibt dem armen Autor meist verborgen. Wirklich wertvolle Fingerzeige erhält er dann, selten genug, von ihm gänzlich Unbekannten, z.B. einer dänischen Oberschullehrerin oder Studenten der kleinen Universität von ***.

Rein technisch empfiehlt es sich, beim Abfassen nicht an konkrete Leser zu denken - und sich dennoch stets bewusst zu sein, dass man beim Schreiben ein Medium - Schriftsprache nämlich - nutzt, das sehr vielen gemeinsamer Besitz ist. Woraus folgt: Auch der einsamste Autor bewegt sich in einer Begriffs- und Formenwelt, die von Pluralität geprägt ist. Noch die extremste Weltflucht wird sozial, sobald sie sich schreibend äußert, bezogen auf ihren Charakter, nicht zwangsläufig auch auf ihre Wirkung. Das gibt der Formel "Anti-Literatur" ihr Schillerndes.




Kenon - 22.08.2020 um 23:22 Uhr

Das hast Du sehr schön geschrieben, Arno.



Kenon - 14.03.2021 um 00:21 Uhr

“Tue jene Dinge, die Du für schön hältst, aber strebe dabei nicht nach Ruhm, denn der Pöbel ist ein schlechter Richter guter Dinge” – nach Pythagoras.



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