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--- Kaffee, Krebs & Monaden

Kenon - 16.06.2021 um 21:02 Uhr

Manche Nachrichten sind zu gut, um nicht wahr zu sein, zum Beispiel hieß es gerade erst gestern, dass Kaffee vor Krebs schützen würde und Forscher rätseln, welche Ursache(n) das haben könnte. In zwei Monaten wird man vielleicht das Gegenteil behaupten und noch etwas später das Gegenteil vom Gegenteil oder irgendetwas dazwischen oder etwas ganz anderes. Vieles ist möglich oder zumindest denk- und annehmbar. Kaffee ist ja ein wunderbares Genussmittel, wobei das nicht heißt, dass ich nicht auch Tee sehr gern mögen würde. Früher, als ich für wenig Geld viel gearbeitet habe, verdrückte ich an manchen Tagen mehr als eine Kanne, heute beschränke ich den Konsum auf eine Tasse am Morgen, aber in dieser Tasse steckt so viel Lebensfreude, dass ich am Vorabend bereits glücklich denke: Morgen früh werde ich wieder eine Tasse Kaffee trinken, mag die Nacht auch noch so unruhig werden, und mich dazu mit einem der viel zu vielen Bücher, die ich gerade lese, beschäftigen, gerade besonders gern mit der Leibniz-Biographie von Kuno Fischer und mich eventuell fragen: Sind Leibniz´ Monaden nicht zu einsam, wie halten sie miteinander Kontakt? – und wie ist ihre prästabilierte Einstellung zum Kaffeekonsum am Morgen, also jetzt und in Ewigkeit?



AngelikaBeltz - 19.07.2026 um 00:10 Uhr

Bei Ernährungsthemen ändern sich Schlagzeilen gefühlt ständig, weil neue Studien oft nur kleine Puzzleteile liefern. Deshalb nehme ich solche Meldungen mittlerweile mit etwas Abstand. Wenn dir die eine Tasse Kaffee am Morgen Freude bereitet und du sie gut verträgst, ist das wahrscheinlich mehr wert als jede reißerische Überschrift. Der Gedanke mit den Monaden hat mir übrigens gefallen – vielleicht trinken sie ihren Kaffee ja ebenfalls ganz für sich allein und sind trotzdem irgendwie miteinander verbunden.



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