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Andreas Blühm - Der Mond
Buchinformation
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Blühm, Andreas:
Der Mond

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(Bücher frei Haus)

„That`s one small step for a man, but one giant leap for mankind“, soll Neil Armstrong, der erste Mann auf dem Mond vor bald 40 Jahren gesagt haben. Die Mondlandung der Apollo 11 jährt sich am 20. Juli 2009 und viele haben seither vom „Mare Tranquillitatis“, das Armstrong damals erstmals betreten hat, geträumt. Neil Armstrong konnte um 21:56 Houstoner Zeit, einen jahrhundertelangen Menschenheitstraum verwirklichen und hinterließ auf dem Mond nicht nur seinen Fußabdruck im erwähnten Meere, sondern auch ein Familienfoto (!) und die amerikanische Fahne. Den Wettlauf mit der Sowjetunion hatte die USA gewonnen, auch wenn die Russen die ersten im Weltall waren, hatte bisher noch kein Mensch den Mond betreten und keiner ein Foto der Erde von der Perspektive des Mondes aus gemacht. Sicherlich hatte auch dieses Ereignis die Welt nachhaltig verändert, denn eine halbe Milliarde Menschen hatte damals vor dem Bildschirm Armstrongs „small step“ live beobachtet und war dem „giant leap“ gefolgt.

Als Galileo Galilei 1609 als erster sein Fernrohr Richtung Mond lenkte, hätte er sich wohl noch nicht träumen lassen, dass selbst das Betreten des Erdtrabanten dreihundertsechzig Jahre später möglich sein sollte. Seine Erkenntnis, der Mond drehe sich um die Erde und die Erde um die Sonne war für seine Zeit schon revolutionär genug und hätte ihn beinahe auf den Scheiterhaufen gebracht. 400 Jahre später liefert der Mond und seine Gesteinsproben, die die sowjetischen Luna- und die amerikanischen Apollo-Missionen mitgebracht haben, wertvolle Erkenntnisse über die Entstehungsgeschichte des Weltalls, wie Harald Hiesinger in seinem Geleitwort schreibt. Der Mond leiste einen „wesentlichen bildungs- und gesellschafts-politischen Beitrag“ und die in vorliegendem Ausstellungskatalog abgebildeten Werke schlagen die Brücke von der Wissenschaft zur Kunst. Die Exponate stellen natürlich nur einen Bruchteil dar, sie wurden mit äußerster Sorgfalt ausgewählt und einem gestalterischen Konzept untergeordnet. Man kann den Mond auf diese Weise sowohl von einer intellektuellen als auch als auf einer emotionalen Ebene begreifen und erkunden. Der Katalog und die dazugehörige Ausstellung repräsentiere nicht nur einen Querschnitt durch Hunderte von Jahren Kunstgeschichte, sondern habe auch einen aktuellen Bezug zur Wissenschaft. „That going to the moon“, sagte nicht umsonst Tom Hanks, „was not just a technological endeavor, but an artistic one, like Michelangelo`s frescoes on the Sistine chapel ceiling”.

Einige der Abbildungen und Texte beziehen sich unter anderem auf Vincent van Goghs “Sternennacht”, Joan Miros “Hund, den Mond anheulend”, Fernand Loyen du Puigaudeaus „Die Piazzetta in Venedig bei Mondschein“, Gustav Dores „Als wir ein großes Land entdeckten, rund und glänzend“, und viele andere. Weitere inhaltliche Schwerpunkte wurden auf den Mond in Aufklärung und Romantik, Raumfahrt und ihre Bilder, den Blick durch das Teleskop oder auf neue Mondphantasien gelegt. Das Spannungsfeld zwischen künstlerischer Freiheit und astronomischer Wirklichkeit wird in vorliegendem Prachtband des Hatje und Cantz Verlages würdig und rechtschaffen repräsentiert und man darf sich nach getaner Lektüre guten Gewissens als mondsüchtig bezeichnen, solange man nicht zum „Lunatico“ wird…

Andreas Blühm (Hg.)
Der Mond
Mit Beiträgen von Horst Bredekamp, Hermann Michael Hahn, Horst Hiesinger und in Zusammenarbeit mit dem Wallraf-Richartz Museum und Fondation Corbound in Köln

2009
Hatje und Cantz Verlag
304 Seiten 180 Abbildungen, davon 160 farbig
ISBN 978-3-7757-2403-6
39,80.- €

[*] Diese Rezension schrieb: Jürgen Weber (2009-04-18)

Hinweis: Diese Rezension spiegelt die Meinung ihres Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung von versalia.de übereinstimmen.


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