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Judith Kyselo (Ameisenkriegeri)



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Homepage: www.Ameisenkriegerin.de
Email: Ameisenkriegerin@aol.com

Judith Kyselo


An einem eiskalten Novemberabend 1956 kämpfte ein kleines Ei erfolglos gegen den Rausch der Sinne und den Schluckauf.
Onkel Sperm nutzte diese Schwachstunde aus, überfiel hinterlistig das Ei, um es anschließend zärtlich zu umarmen.
Vereint klebten sie sich an die Wand.
Im Laufe der nächsten Wochen wurde aus zwei eins, schlug der wachsende Fötus mit seinen winzigen Ärmchen im Bauch meiner Mutter um sich und wimmerte immerzu: "durchhalten, durchhalten, durchhalten".
Und es hielt durch, bis es die Sommersonnenstrahlen zu einem großen, kräftigen Baby machten und es an einem schwülen Nachmittag in die Welt entließen.
Wie sollte es sich wehren, zurückschlagen war noch nicht, dumme Bemerkungen machen auch nicht, also schrie dieses Baby seinen Protest laut in die Welt hinaus.
Dieser erste Schrei muß wohl das weiteres Leben der kleinen Judith geprägt haben, denn Kommunikation war immer wichtig für sie.
Aber auch das geschriebene Wort faszinierte sie und Jahre später fand man sie als Bibliothekarin und irgendwann auch als redaktionelle Mitarbeiterin wieder.
"Pinseläffchen" nannte man sie eine Zeit lang.
Lag es daran, daß sie schrieb oder daß sie sich auch mit Pinsel und Leinwand versuchte?
Ihre Gedanken, Ängste, Wünsche aber auch Träume spiegelten sich in Bild und Text wieder.
Kein Fettnäpfchen wär ihr zu klein, um hineinzustapfen, kein Stein zu winzig, um nicht über ihn zu stolpern, doch sie rappelte sich immer wieder auf .
Und hatte immer ein offenes Ohr für die Probleme anderer.
Früher dachte Judith, sie sei nicht sensibel, und alles geht ihr glatt an der Perepherie vorbei.
Heute schaut die Sache anders aus, und sie ist ein sensibler Mensch, der die Probleme der anderen meist viel zu schwer nimmt.
Daß sie damit nur von ihren inneren, ureigensten Problemen ablenken wollte, wurde ihr erst im Laufe ihrer Vierziger so richtig bewußt.
Sie hinterfragt, will verstehen und begreifen.
Ist das schlecht?
Oder ist das gut?
Nun ja, was auch immer, es ist halt so, und es ist auch nicht zu ändern.
Aber wer sagt auch, daß sie es ändern will?
Als die Kinder verteilt wurden, konnte sie sich wieder einmal nicht zurückhalten und schrie gleich dreimal hier.
Und damit sie auch gar nicht erst zur Ruhe komme, tauschte sie vor einigen Jahren ihren Ehemann gehen zwei niedliche Kaninchen aus.
Ihre Firma nennt sie Bezirksleiter und haut ihr die Bude voll mit Katalogen.
Mit ihr kann man Pferde stehlen, für verrückte Dinge ist sie stets zu haben.
Aber eins hat sie sich auf die Fahnen geschrieben: Sie verspricht nichts, was sie nicht halten kann!
Es gibt Momente, da meint sie lapidar, zu gut für diese Welt zu sein.
Aber immer nur die Verständnisvolle sein, die Hilfsbereite, die sich Kümmernde?
Wo bleibt da der gesunde Egoismus?
Es ist verdammt schwer, aus seiner Haut zu schlüpfen und in jedem von uns stecken Dinge, über die die meisten von uns schweigen würden.
Aus Scham?
Scham, daß man nicht "vollkommen" ist?
Sicherlich, es gibt Texte von ihr, die sind sehr persönlich.
Aber auch wieder nicht!
Denn aus Gesprächen heraus weiß sie, daß sich so manch Leser in ihnen wiederfand und zum Nachdenken anregt wurde.
Was kann sie sich mehr wünschen?
Noch ein Kaninchen?


Ich schreibe um zu erfahren, zu begreifen, zu verstehen und verarbeiten zu können.
Seit 1999 veröffentliche ich meine Texte in meiner Homepage www.ameisenkriegerin.de

Durch Anregungen von Lesern habe ich im Januar 2003 mein erstes Buch im Selbstverlag veröffentlicht "Im Labyrinth der Liebe - Gedichte und Kurzgeschichten", es folgten weitere Veröffentlichungen in Anthologien 2002 ("Lyrische Glanzlichter") und 2003 ("Wortstarke Frauen")

Zur Zeit arbeite ich am Manuskript meines zweiten Buches ("Labyrinth der Liebe - Tagebuch einer N8katze").
Expose:
"Niemand kann einem garantieren, dass man ein Ziel in einer bestimmen Zeit erreicht, aber man wird garantiert nie ein Ziel erreichen, das man sich nie gesetzt hat." (David McNally)
Wie viele Menschen haben sich über das Internet kennen gelernt? Wie viele Menschen flüchteten und flüchten in eine Scheinwelt, gehen den asphaltierten Weg der Bequemlichkeit, anstatt über sich nachzudenken?
Irgendwann im Leben kommt der Punkt, da beginnt man über sich nachzudenken. Aber muß ein Mensch erst dazu in ein tiefes Loch fallen? Der Autoscheinwerfer, den ich als einziges Licht am Ende des Tunnels sah, entpuppte sich als Energiequelle meines Verstandes und es lag allein an mir, diese Energie auch anzunehmen.
"Ich möchte Anderen die Augen öffnen, möchte sie wach rütteln und zum Nachdenken anregen." (Judith Kyselo)

Desweiteren bin ich als Gastautorin auf weiteren 16 Internetpräsenzen vertreten.


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