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Biographie: Maxim Gorki


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(* 28.03.1868 – † 18.06.1936)
Maxim Gorki, der Bittere, der Sturmvogel der Revolution,
geboren am 28. März 1868 in Nishnij Nowgorod, gestorben am
18. Juni 1936, durch großmütterliche Erzählungen an die
Volkspoesie herangeführt, unternimmt 1887 einen
Selbstmordversuch, veröffentlicht 1892 seine erste Erzählung
"Makar Tschudra" in der Zeitung
"Kaukasus". Unzählige weitere Werke folgen,
darunter das unvergessliche "Lied vom Falken" und
"Die alte Isergil". Gorki arbeitet als Redakteur
für verschiedene Zeitungen, bringt 1898 zum ersten Mal eine
Sammlung seiner Erzählungen in zwei Bänden heraus, wird kurz
darauf verhaftet, wieder freigelassen und unter
Polizeiaufsicht gestellt. 1899 erscheint sein erster Roman
"Foma Gordejew", er trifft mit Anton Tschechow
zusammen, ein Jahr später mit Lew Tolstoi. 1901 wird Gorki
erneut verhaftet und nach Arsamas verbannt, seine
Theaterstücke "Die Kleinbürger" (1901) und
"Nachtasyl" (1902) werden große Publikumserfolge;
1905 wird Gorki mit Lenin bekannt, 1906 geht er ins
ausländische Exil, zuerst nach Helsinki, dann Berlin, später
bereist er Frankreich und die USA, bis er sich schließlich
in Capri niederlässt. 1913, als sein autobiographischer
Roman "Meine Kindheit" erscheint, kehrt er
aufgrund einer Amnestie ins zaristische Russland zurück.
1915 trifft Gorki den jungen Dichter Majakowski und hilft
diesem bei der Veröffentlichung seiner Werke. In den
folgenden Jahren organisiert Gorki verschiedene Zeitungen
und einen Verlag, seine Skepsis gegenüber der
Oktoberrevolution 1917 führt zu einer Auseinandersetzung mit
Lenin, Gorkis Zeitung "Nowaja Schisn" wird, da sie
sowjetische Misstände wie die Lynchjustiz und das Gift der Macht geisselt, 1918 verboten und 1921 legt ihm Lenin nahe, seine
Tuberkulose im Ausland behandeln zu lassen, was zu
Aufenthalten im Schwarzwald, Berlin, im Ostseebad
Heringsdorf und italienischen Sorrent führt. 1927 wird Gorki
von der Kommunistischen Akademie als proletarischer Schriftsteller anerkannt, kehrt 1931 in die Sowjetunion zurück und erhält
dort 1932 den Lenin-Orden. Gorki distanziert sich,
beeindruckt von ihren Erfolgen, von seiner früheren Skepsis
gegenüber der Revolution und führt ein von KGB-Spitzeln
überwachtes Leben in einer Villa nahe Moskau. 1934 eröffnet
Gorki den "Ersten Allunionskongreß der
Sowjetschriftsteller" und wird Vorsitzender des
Sowjetischen Schriftstellerverbandes. "Die Mutter"
wird zum Vorzeigewerk des Sozialistischen Realismus erkoren.
"Nur mit der Kraft des Gedankens ausgerüstet - bald ist
sie einem Blitze ähnlich, bald kühl und ruhig wie ein
Schwert -, schreitet der freie, stolze Mensch weit vor der
Menge und auf höherer Bahn als das Leben, allein inmitten
der Rätsel des Seins, allein inmitten seiner zahlreichen
Fehler . . .
[...] In seiner Brust tosen die Triebe: Widrig quält ihn die
Stimme der Selbstsucht und fordert Gaben wie ein frecher
Bettler; [...] Düsternis aller Art und Nichtigkeiten des
Lebens sammeln sich auf seinem Wege an wie Schmutz und sind
wie eine abscheuliche Kröte.
[...] Und nur der Gedanke ist des Menschen Freund und von
ihm unzertrennlich, und allein die Flamme des Gedankens
erleuchtet die auf seiner Bahn vor ihm liegenden
Hindernisse, die Lebensrätsel, die dämmernden Geheimnisse
der Natur und das finstere Chaos in seinem Herzen.
In Freiheit schaut der Gedanke als Freund des Menschen
scharfsichtig und aufmerksam überall hin und beleuchtet
alles schonungslos; die hinterlistigen und abgeschmackten
Kniffe der Liebe, ihre Wünsche, das Geliebte zu beherrschen,
ihre Anstrengung, es zu demütigen, und daß es sich demütigen
läßt, und das schmutzige Antlitz der Sinnlichkeit hinter
ihr; [...]
So zieht der Mensch im Aufruhr mitten durch das unheimliche
Dunkel der Rätsel des Daseins, vorwärts und höher, immer
mehr vorwärts und höher."
Aus: "Der Mensch"
Werke
Das Lied der alten Eiche (1890)
Makar Tschudra (1892, dt. 1901)
Zwei Barfüßer (1894)
Mein Weggefährte (1894)
Auf den Flößen (1895)
Tschelkasch (1895)
Das Lied vom Falken (1895, dt. 1901)
Die alte Isergil (1895, dt. 1901)
Sturmvogel (1895)
Das Ehepaar Orlov (1897)
Gewesene Leute (1897)
Malva (1897]
Der Tunichtgut (1897)
Konovalov (1897)
Der Gauner/Der Pilger (1898)
Kain und Artjom (1898, dt. 1899)
Sechsundzwanzig und eine (1899, dt. 1901)
Foma Gordejev (1899, dt. 1901)
Drei Menschen (1900, dt. 1902)
Die Kleinbürger (1901, dt. 1902)
Auf dem Grund/ dt. Nachtasyl (1902, dt. 1903)
Kinder der Sonne (1905, dt. 1906)
Die Sommergäste (1905, dt. 1906)
Die Feinde (1906, dt. 1907)
Die Mutter (1906/1907, dt. 1907)
Das Leben eines unnützen Menschen (1908)
Die Beichte (1908)
Das Städtchen Okurov (1909, dt. 1926)
Ein Sommer (1909)
Der Romantiker (1910)
Die Mordwinin (1911)
Wassa Schelesnova (1910/1935, dt. 1962)
Das Leben des Matvej Koshemjakin (1910-1911, dt. 1927)
Die Stadt des gelben Teufels
Wanderungen durch Russland (1912-1916)
Meine Kindheit (1913, dt. 1917)
Unter fremden Menschen (1916, dt. 1918)
Unzeitgemäße Gedanken über Kultur und Revolution (1917)
Das blaue Leben. Erzählungen 1922-1924 (1922-1924)
Meine Universitäten (1922, dt. 1926)
Der Sohn der Nonne (dt. 1925)
Das Werk der Artamonows (1925, dt. 1927)
Das Leben des Klim Samgin (1927-1937, dt. 1952-1957)
Wie ich schreiben lernte (1928)
Jegor Bulytschov und die anderen (1932, dt. 1946)
Dostigajev und die anderen (1932, dt. 1962)
Diese Biographie schrieb: Redaktion (2005-05-24)
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