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Biographie: Pablo Neruda


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(* 12.07.1904 – † 24.09.1973)
Pablo Neruda wird am 12. Juli 1904 in Parral (Chile) als
Sohn eines Lokomotivführers geboren. Sein wahrer Name ist
Neftalí Ricardo Reyes Basoalto. Ab 1910 besucht er das
Lyzeum in Temuco, 1917 erscheint sein erster Text in der
Zeitung La Mañana. Bereits 1918 veröffentlicht er verschiedene Gedichte in
Tageblättern und Magazinen Santiagos, der Hauptstadt Chiles.
Inspiriert vom tschechischen Erzähler Jan Neruda, nimmt er
1920 den Namen Neruda an. Unter diesem Pseudonym wird er bis
zu seinem Tod schreiben.
1921 zieht Neruda nach Santiago, um dort Pädagogik an der
Universidad de Chile zu studieren. 1923 geht seine Erzählung
Crepusculario in den Druck. 1924 veröffentlicht er Veinte poemas de amor y una canción desesperada (20 Liebesgedichte und ein verzweifelter Gesang). 1925
leitet er die Zeitschrift Caballo de Bastos.
1926 bringt Neruda drei kurze Bücher mit den Titeln El habitante y su esperanza (Der Bewohner und seine Hoffnung, Novelle), Anillos (Ringe, Gedichte) und das epische Gedicht Tentativa del hombre infinito heraus.
Ab 1927 ist Neruda im konsularischen Dienst tätig, unter
anderem in Rangun, Colombo und Kalkutta. 1932 kehrt er nach
Chile zurück. 1933 wird Neruda Konsul in Buenos Aires und
lernt dort den spanischen Dichter Federico García Lorca
kennen. 1934 wird er nach Barcelona versetzt, wenig später
nach Madrid. Ab 1935 pflegt er Kontakte zur jungen
Dichtergeneration Spaniens, zu der García Lorca, Alberti und
Guillen gehören.
1936 putscht General Franco gegen die spanische Republik und
Neruda stellt sich auf die Seite der Republikaner. Im selben
Jahr wird García Lorca von den Faschisten ermordet. Dieses
Ereignis erschüttert Neruda zutiefst, er schreibt das
Gedicht España en el corazón, das später Teil seines Gedichtbandes Tercera residencia werden soll. Als Konsul wird er aus Madrid abberufen.
1945 tritt Neruda in Kommunistische Partei Chiles ein und
wird Senator im Parlament. 1948 muss er in die Illegalität
flüchten, um einer Verhaftung aufgrund seiner politischen
Tätigkeit zu entgehen. Er beginnt mit der Arbeit am Canto General, dem "Großen Gesang". Zuflucht findet Neruda in
Europa, er unternimmt intensive Reisen in die ganze Welt,
die auch in seinem dichterischen Werk Niederschlag finden
werden. 1952 kehrt Neruda nach Chile zurück, 1954 erscheinen
seine Werke Las uvas y el viento (Die Trauben und der Wind) und Odas elementales (Elementare Oden).
1957 wird Neruda Präsident des chilenischen
Schriftstellerverbandes, 1969 ernennt man ihn zum
Präsidentschaftskandidaten der Kommunistischen Partei
Chiles, zugunsten Salvador Allendes von der Unidad Popular
tritt er jedoch nicht an. 1970 gewinnt die Unidad Popular
die Wahlen, Neruda erhält den chilenischen Botschaftsposten
in Paris.
1971 wird Pablo Neruda mit dem Nobelpreis für Literatur
ausgezeichnet.
Am 11. September 1973 wird die Regierung von den
Pinochet-Faschisten gestürzt, Nerudas Häuser in Santiago und
Valparaíso werden verwüstet. Am 24. September 1973 stirbt
Neruda. 1974 erscheinen seine Memoiren Confieso que he vivido (Ich bekenne: Ich habe gelebt).
Diese Biographie schrieb: Redaktion (2005-03-09)
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