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William McIlvanney - Die Suche nach Tony Veitch
Buchinformation
McIlvanney, William - Die Suche nach Tony Veitch bestellen
McIlvanney, William:
Die Suche nach Tony
Veitch

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(Bücher frei Haus)

Er gilt als Begründer des schottischen Noir-Krimis, der 1936 geborene Schotte William McIlvanney. Seine Romane um den legendären Ermittler Jack Laidlaw, Ende der siebziger Jahre erschienen, sind in Großbritannien bis auf den heutigen Tag Krimikult und gehören nach wie vor zu dem Besten, was Krimiliteratur bieten kann.

Der mit seinen Inspector Rebus-Romanen bei uns sehr berühmt gewordene Schotte Ian Rankin sagt zu seinem großen Vorbild: „Ohne McIlvanney wäre ich wohl kein Krimiautor geworden. Da war dieser literarische Schriftsteller, der sich dem urbanen, zeitgenössischen Krimi zugewandt hatte und zeigte, dass das Genre große moralische und soziale Fragen angehen konnte.“

Mit „Die Suche nach Tony Veitch“ legt der Kunstmann Verlag in München nach „Laidlaw“ nun schon den zweiten Band dieser Reihe wieder auf und ein dritter ist für den Herbst schon angekündigt.

Jack Laidlaw, ein Glasgower Detective Inspector wird zu Jack Adamson, einem alten Säufer und ehemaligen Freund, ins Krankenhaus gerufen. Kurz vor seinem Tod teilt ihm der Alte mit, jemand habe ihm etwas in seinen Wein getan und ihn damit vergiftet. Er hinterlässt ein Stück Papier mit fast unlesbaren Notizen.
Gibt es einen Zusammenhang mit dem Verschwinden des Studenten Tony Veitch? Doch Jack Laidlaw und sein sympathischer Kollege Detective Constable Brian Harkness sind nicht die einzigen, die nach ihm suchen. Fast die ganze Glasgower Unterwelt ist auf der Jagd nach Tony Veitch. Warum ?

Jack Laidlaw, in seiner Abteilung eher wenig beliebt, hat eigentlich kein wirkliches Privatleben mehr. Oft betrunken, ist die Beziehung zu seiner Frau zerstört. Der Mensch, der ihm am nächsten ist, ist Brian Harkness, sein bis in Haarspitzen loyaler Kollege.
Laidlaw ist ein Gerechtigkeitsfanatiker, der sich nicht mit einfachen Lösungen zufrieden gibt wie seine Vorgesetzten. Er ist quasi mit Glasgow und auch seinen problematischen Vierteln verwachsen. Er liebt seine Stadt, und geht, wenn es um einen Fall geht, bis weit über seine Grenzen hinaus.

So auch in diesem Buch, in dem McIlvanney eine komplexe und immer wieder überraschende Handlung konstruiert hat. Für einen Krimiroman sprachlich sehr anspruchsvoll, schafft er es, ein Bild seiner Stadt Glasgow zu zeichnen, wie er sie damals Ende der siebziger Jahre erlebte. Da wird noch von Telefonzellen aus gesprochen und kein Handy klingelt dazwischen.

Wegen seiner Figuren, seiner spannenden Handlung, seiner Menschlichkeit, trotz aller Brutalität des Milieus, in dem sich Laidlaw bewegen muss, und vor allem wegen seiner hohen literarischen und sprachlichen Qualität ist das Lesen dieses Romans ein großer Genuss für mich gewesen. Auf den dritten Band bin ich gespannt.

William McIlvanney, Die Suche nach Tony Veitch, Kunstmann 2015, ISBN 978-3-95614-022-8

[*] Diese Rezension schrieb: Winfried Stanzick (2015-02-24)

Hinweis: Diese Rezension spiegelt die Meinung ihres Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung von versalia.de übereinstimmen.


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