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Rezensionen


 
M. Night Shyamalan - Wayward Pines - Season 1
Buchinformation
Shyamalan, M. Night - Wayward Pines - Season 1 bestellen
Shyamalan, M. Night:
Wayward Pines - Season 1

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(Bücher frei Haus)

Mit Matt Dillon, Juliette Lewis u.v.a
Matt Dillon ist in seiner Rolle als Ethan Burke deutlich gealtert, denn eigentlich hat der Schauspieler letztes Jahr gerade erst seine ersten 50 Jahre überschritten. Als Secret-Service-Agent macht er sich auf die Suche nach zwei verschwundenen Kollegen und gerät durch einen Autounfall in das Krankenhaus einer Kleinstadt namens Wayward Pines/Idaho, wo er aus dem Koma erwacht und eine aufdringliche, überfreundliche Krankenschwester ihm nur heuchlerische Antworten auf seine vielen Fragen gibt. Als er aus dem Krankenhaus abhaut stößt er auf seine Kollegin und ehemalige Geliebte, die mit einem Handwerker verheiratet, nun ebenfalls in Wayward Pines lebt. Der andere Kollege liegt tot und verwesend in einem verfallenen Haus am Stadtrand. Als er dies dem Sheriff Pope meldet gerät er selbst in Verdacht und wird vom Sheriff mit Bestrafung bedroht. „David Pilcher is a great man. He is the saviour of all humankind.“ Aber bis Ethan Burke diese Worte verstehen kann, begegnet er zuerst noch den Abbies, einer Art Abberation von der menschlichen Rasse.

Gefängnis: Leben
„These are dangerous times, for all of us. Everything we risked our lives for, will be destroyed. We’re entering a time of war, where new rules must be applied. Security must be tightened. (…) Stay alert! Stay vigilante! Report anything suspicious.“, sagt dieser Retter der Menschheit, David Pilcher, selbst über sein Versuchslaboratorium „Wayward Pines“. Denn diese Stadt ist abgeschottet vom Rest der Welt, einerseits durch Wald und Felsen, andererseits durch einen bewachten Zaun und die Abbies. Und wo es einen Zaun gibt, da gibt es auch solche, die ihn überwinden wollen, von innen und von außen. Die Verschwörer in Wayward Pines glauben David Pilcher und seiner Oligarchie nicht, sie glauben, dass sie eingesperrt werden, um an medizinischen oder sozialen Experimenten der Regierung teilnehmen zu müssen. Ganz so wie Ethan Burke versuchen auch sie, die Stadt zu verlassen, doch ersterer wechselt bald die Fronten, da er die Kraft der Abbies bald am eigenen Leib spürt. Wayward Pines – die Serie ist ein interessanter Versuch, mittels Film festzustellen, was mit Menschen passiert, die man in einer Stadt einsperrt. Ähnliche Experimente wurden in den Staaten ja tatsächlich gemacht, man denke etwa an das Stanford Prison Experiment. Beklemmend ist jedenfalls auch die Atmosphäre, die Wayward Pines hinterläßt. Sowohl die Signation mit den Eisenbahnerfiguren und der dazugehörigen Landschaft als auch die Schilderung der Situation und der innergesellschaftlichen Prozesse sind glaubwürdig und spannend zu betrachten. Einzig der hölzern wirkende Matt Dillon als Ethan Burke schreckt etwas ab und auch so manche Dialoge – etwa beim Schlussfight zwischen Chefideologin und Aufständischen – wirkt etwas aufgesetzt.

Leben: Aufstand
Dennoch schaffen es die Macher von Wayward Pines eine authentische Atmosphäre der Beklemmung herzustellen und diese über mehrere Episoden hinweg auch zu halten. Die meditativ-beschwörende Musik und die Farbgebung der Serie erzeugen zusätzliche Impulse, das Verlangen nach einer weiteren Folge zu verstärken. Die Dreharbeiten zu Wayward Pines fanden übrigens gar nicht in Idaho, sondern in der kanadischen Provinz British Columbia statt, sollte diese Serie tatsächlich so viele Touristen anziehen wie vor ihr Twin Peaks. Der Regisseur M. Night Shyamalan wurde mit „Sixth Sense“ und „Unbreakbale“ auch international bekannt und stand schon vor seiner Fernsehserie im Verruf etwas mystisch zu sein und somit an inhaltlicher Prägnanz zu verlieren. Alles in allem aber ein gelungenes Kammerspiel über Macht und Aufstand, Glaube und Loyalität sowie ein glaubwürdiges Szenario für unser aller Zukunft.

M. Night Shyamalan
Wayward Pines
Vereinigte Staaten, Englisch/Deutsch, 2015
FX Productions, 40–42 Minuten/Episode, 10 in 1 Staffel
Genre: Krimi, Mystery, Science-Fiction
KOCH HOME ENTERTAINMENT

[*] Diese Rezension schrieb: Jürgen Weber (2015-12-14)

Hinweis: Diese Rezension spiegelt die Meinung ihres Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung von versalia.de übereinstimmen.


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