Biographien Rezensionen Diskutieren im versalia-Forum Das versalia.de-Rundschreiben abonnieren Service für Netzmeister Lesen im Archiv klassischer Werke Ihre kostenlose Netzbibliothek

 


Rezensionen


 
Michael Gerard Bauer - Die Nervensäge, meine Mutter, Sir Tiffy, der Nerd und ich
Buchinformation
Bauer, Michael Gerard - Die Nervensäge, meine Mutter, Sir Tiffy, der Nerd und ich bestellen
Bauer, Michael Gerard:
Die Nervensäge, meine
Mutter, Sir Tiffy, der
Nerd und ich

Bei amazon bestellen

(Bücher frei Haus)

Michael Gerard Bauer ist eine großen Zahl von Schülern durch seine Ismael - Trilogie bekannt geworden, deren einzelnen Teile in vielen Ländern zum Schulkanon Deutsch der Mittelstufe zählen. Sein neues Buch ist eine Art literarische Sitcom, in der zunächst einmal alles durcheinander geht und sich nach langem Wirbel am Ende in einem geradezu karthartischen Prozess alles zum Besten kehrt.

Die ich-erzählende Maggie Butt lebt mit ihrer Mutter alleine, seit ihr Vater sie beide verlassen hat. Sie hält ihr eigenes Leben für relativ unperfekt und nimmt sich deshalb in ihrer neuen Schule drei Dinge vor, die sie unbedingt erreichen will. Sie will eine beste Freundin finden, eine Eins in Englisch und sie braucht eine männliche Begleitung für ihren Abschlussball, mit der sie sich sehen lassen kann.

Doch als das Buch beginnt und das Schuljahr nur noch zwei Monate dauert, ist sie keinem dieser drei Ziele auch nur einen Schritt näher gekommen. Und als ob das alles nicht dramatisch genug wäre, hat ihre Mutter einen neuen Lover kennengelernt. Maggie nennt ihn die Nervensäge, weil sie befürchtet, dass er sich zwischen sie und ihre geliebte Mutter stellen wird. Danny, so heißt der Mann, arbeitet als Pfleger im Krankenhaus, und hat Maggie und so auch ihre Mutter kennengelernt, als sie vor etlicher Zeit volltrunken dort eingeliefert wurde.
Er kommt immer öfter zu Besuch, gibt zu allem seinen Senf dazu und bringt irgendwann den verlotterten Perserkater Sir Tiffy einer sterbenden Patientin von ihm vorbei. Maggie, die gerade unter einer absolut verkorksten Frisur leidet. Von ihrer Englischlehrerin Schwester Evangelista, einer alten durchaus sympathischen Nonne immer wieder liebevoll in den sprachlichen Senkel gestellt und eine hoffnungsvolle Chance auf einen Tanzpartner vergeigend, scheint bei Maggie alles schief zu laufen.
Mit viel Wortwitz und Komik erzählt Bauer über lange Strecken des Buches vom ganz normalen Wahnsinn im Leben dieses jungen Mädchens, das an sich selbst und ihrer Welt zu verzweifeln scheint.

Doch als sie bei den Sozialstunden im Altersheim dem scheuen Nerd Jeremy langsam näher kommt, und auch Sir Tiffy sich zunehmend als Schmusekatze entwickelt, kommt langsam Licht ins Lebensdunkel von Maggie.

Und auch die ungeliebte Nervensäge Danny wird noch eine positive Rolle spielen bei einem fulminanten Finale bis hin zu einem versöhnlichen Schluss.

Ein lustiges Buch, das auch sprachlich in die besondere Welt von Jugendlichen eintaucht und es perfekt versteht, sie auf eine Weise zu beschreiben, die voller Situationskomik ist.

Michael Gerard Bauer, Die Nervensäge, meine Mutter, Sir Tiffy, der Nerd und ich, Hanser 2018, ISBN 978-3-446-25862-4

[*] Diese Rezension schrieb: Winfried Stanzick (2018-11-27)

Hinweis: Diese Rezension spiegelt die Meinung ihres Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung von versalia.de übereinstimmen.



-> weitere Bücher von Michael Gerard Bauer ansehen

-> Möchten Sie eine eigene Rezension veröffentlichen?

[ weitere Rezensionen : Übersicht ]

 



Aus unseren Buchrezensionen


Frohe Weihnacht. Das Hausbuch der schönsten Geschichten, Lieder  GedichteBastin, Marolein:
Frohe Weihnacht. Das Hausbuch der schönsten Geschichten, Lieder Gedichte
Selten habe ich schöneres Hausbuch zur Weihnachtszeit in meinen Händen gehabt, als diese wunderbare Auswahl an klassischen und modernen Geschichten, Liedern und Gedichten, geeignet für große und keine Menschenkindern, die sich in der Adventszeit neben einer brennenden Kerze etwa die Zeit nehmen, sich miteinander an diesen Texten und [...]

-> Rezension lesen


 Die verrückte WeltreiseFuchser, Anna:
Die verrückte Weltreise
Vor vielen Jahren hatte der Ravensburger Verlag 2010 mit seinem TipToi Stift und den entsprechenden Büchern eine vollkommen neue Weise ermöglicht, wie Kinder interaktiv mit Büchern und neuem Wissen umgehen können. Tip Toi ist ein audiovisuelles Lernsystem für Bücher und Spiele, mit dem die Kinder die Welt spielerisch entdecken. [...]

-> Rezension lesen


Ein gewisser Monsieur PiekielnyDeserable, Francois-Henri:
Ein gewisser Monsieur Piekielny
Der französische Schriftsteller Francois-Henri Deserable, eingefleischter Eishockeyspieler und - fan, will mit Freunden zu einem Eishockeyturnier in Minsk fliegen. Weil für einen von ihnen im Flugzeug kein Platz mehr ist, erklärt er sich bereit, einen Flug nach Vilnius zu nehmen und von dort mit dem Zug nach Minsk zu fahren. Während [...]

-> Rezension lesen


 Von den hellen Farben der Seelen. Wie wir lernen, aus uns selbst heraus zu lebenBöschemeyer, Uwe:
Von den hellen Farben der Seelen. Wie wir lernen, aus uns selbst heraus zu leben
"Im kommenden Jahr werde ich 80. Gut 50 Jahre davon arbeite ich mit Menschen, deren Leben nicht leicht war oder ist. Im letzten Jahr kam ich auf die Idee, meine Erfahrungen in einem Buch zusammenzufassen, nicht trocken, sondern lebendig und farbig wie das Leben selbst. Ich möchte die Zeiten meines Lebens veranschaulichen, die [...]

-> Rezension lesen


Anmelden
Benutzername

Passwort

Eingeloggt bleiben

Neu registrieren?
Passwort vergessen?

Neues aus dem Forum


Gedichte von Georg Trakl

Verweise
> Unser Buchladen
> Lyrikband seelengruende
> Neue Gedichte: fahnenrost
> Kunstportal xarto.com
> Suchmaschine z3ro.net





Das Fliegende Spaghettimonster

netzbibliothek | Anti-Literatur | Datenschutz | Topliste | FAQ | Impressum | Rechtliches | Partnerseiten | Seite empfehlen | Schlesien | RSS

Systementwurf und -programmierung von zerovision.de

© 2001-2018 by Arne-Wigand Baganz

v_v3.31 erstellte diese Seite in 0.021302 sek.