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Joshua Dysart - Neil Young: Greendale
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Dysart, Joshua:
Neil Young: Greendale

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(Bücher frei Haus)

„War das real? Werden diese Dinge geschehen? Oder sind sie wie Träume?“, frägt Sun Green ihre Urgroßmutter Mahalia, aber die uralte Frau, geboren 1898 hat nur Schelte für sie übrig: „Himmel, Kindchen. Fängst du immer gleich morgens an zu kläffen? Unglaublich. Waff Waff Waff. Wie ein kleiner Hund.“ Sie weiß mehr, als sie gewillt ist zu sagen, denn jeder muss es schließlich für sich selbst rausfinden, was die Antworten auf die Fragen sind, die einen beschäftigen. Im Hause Green verschwinden die Frauen allerdings schon seit drei Generationen und Sun wird wohl die nächste sein. Auch sie hat die Gabe, kann mit Tieren sprechen, sieht Dinge, die andere nicht sehen und vor allem den geheimnisvollen Mann im roten Jackett, den ihr Vater, der Maler in einem Rausch einmal auf die Leinwand antizipiert. Aber wie heißt es in einem der Lieder von Neil Young zum gleichnamigen Konzeptalbum so schön: „A little love and affection in everything youo do will make the world a better place with our without you.“

Das Gewebe der Jugend
Tatsächlich war Greendale zuerst ein Soundtrack, dann ein Theaterstück, eine Rockoper, dann ein Film und nun endlich auch eine Graphic Novel. Diese erzählt in traumwandlerischen Bildern die ganze Geschichte von Sun Green, der jüngsten Tochter der Familie Green, deren Frauen eine besondere Beziehung zur Natur haben. Der Stammbaum der Familie ist im Inneren des Buchcovers abgebildet, damit sich auch jene in der Geschichte zurechtfinden, die die Oper noch nicht gehört oder gesehen haben. „Das Gewebe der Jugend franste aus“, heißt es hier, aber Sun will endlich leben, sie will sich ihrer Verantwortung vorerst nicht stellen, sondern einfach nur leben, wie jedes andere Mädchen in ihrem Alter auch. Gerne lauscht sie den Geschichten ihres Großvaters, der an Alzheimer leidet, doch dann, wenn es drauf ankommt völlig klar ist und die Journalisten verscheucht. Wenn Sun’s Bruder Jed zum Polizistenmörder wird, weiß sie, dass es eigentlich nicht ihre Schuld ist, denn es gibt böse Mächte, die das Schicksal anderer bestimmen, wenn man sich ihnen nicht entgegenstellt.

Mit oder ohne „Sun“
Sie tanzt mit einem Fremden und „hält sich and dem fest, was übrig ist…Als stünde sie am Rande einer Klippe, kurz vor dem Absturz“, so der Text. Am liebsten würde sie nach Alaska fliehen, doch dann kommt der Tag, an dem sie sich dem bösen Fremden mit der Mundharmonika stellt. Er ist das personifizierte Böse, der seltsame Dinge geschehen lässt und Sun will ihn aufhalten. Sie wir zur engagierten Umweltaktivistin und kämpft gegen die Konzerne. „Das Interessante an Knoten ist, was man nicht sieht.“ „Greendale“ ist eine Hippie-Geschichte aus dem 21. Jahrhundert. Hier kämpfen weibliche und männliche Prinzipien gegeneinander und mit ein bisschen Glück wird auch noch der Planet gerettet. Aber zuvor geschehen schreckliche Dinge, bis Sun weiß, dass sie dem Schicksal der anderen Frauen des Green-Clans nur entgehen kann, wenn sie bleibt und kämpft. Und Neil Young singt zum Abschied: „A little love and affection in everything you do will make the world a better place with our without you.“ Im Zweifelsfall dann doch lieber mit ihr.

Joshua Dysart/Cliff Chiang/Dave Stewart
NEIL YOUNG‘s GREENDALE
160 Seiten •
Hardcover
24,99 Euro

[*] Diese Rezension schrieb: Jürgen Weber (2013-07-29)

Hinweis: Diese Rezension spiegelt die Meinung ihres Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung von versalia.de übereinstimmen.


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