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Literaturforum: Winterliebesrausch


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Forum > Lyrik > Winterliebesrausch
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 Thema: Winterliebesrausch
Shiningmind
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seit dem 07.10.2005

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Eröffnungsbeitrag Abgeschickt am: 06.12.2005 um 14:05 Uhr

Winterliebesrausch


Es scheint all zu oft kalt zu sein, in den Regionen in der die Seele sitzt.
Getrieben von aller Alltäglichkeit, in der Zeit, wo dunkele Wolken, Frostwind und Eis durch alle Gegend streift, so dass es einen friert und zittert.
Monoton, motivlos, lieblos, alles grau am Himmel, ist die Sonne längst schon vom langen Schatten der Nacht verschluckt worden…
Damals suchte ich noch Schutz, selbst in der winzigsten Wärme. Doch nun, nun hat mich eine Feuerflamme eingefangen, in der ich mich zudecke, einkuschele, ja geradezu bade.
Ihre treubraunen Augen haben mich regelrecht benebelt, ihre Stimme mich derart zart gefesselt, so dass ich gern von ihr gefangen bin und all die langen Winternächte füllt sie nun meine Gedanken aus, wie ein Sonnenschein, der durch alle Wolken bricht.


Mein Herz kennt dabei kein Schmerz mehr,
es gibt all seine Leere wieder her
und greift um sich mit höchster Freude.
Eindrücke streifen laut durch alle Räume.


Es will mir noch nicht ganz klar werden, was überhaupt mit mir los ist. Bin überrannt, geradezu gelähmt und doch ist es die schönste Art von Unbeweglichkeit, die ich jemals kennen lernen durfte.
Auf einmal gehe ich mit opiumartigem Optimismus durch die Straßen, Freude glänzt durch meine Augen, trotz dessen ich zu dieser Jahreszeit immer wie ein Verwundeter durch die Gegend streifte. Die Leute lächeln mich ein wenig wunderlich an, während ich mich frage, was überhaupt passiert ist und zu Hause angekommen halte ich erstmal das Foto, ihr Foto, in den Händen und erwische mich, wie ich mit meinen Fingern vorsichtig über ihr Abbild streife.
Als Nächstes schaue ich gespannt auf mein Handy, ob sie vielleicht eine Nachricht hinterlassen hat. Gott, wie können alle Dinge nebensächlich und sie so, so hauptsächlich werden?
Plötzlich klopft es an der Tür. Durch den Spion sehe ich, dass sie es ist und all meine Gedanken und Gefühle beginnen Karussell zu fahren. Sie kommt auf mich zu, küsst mich. Ihre Lippen schmecken süß wie Zucker und ehe ich mich versehe, liegen wir beide eng aneinander gekuschelt auf der Couch, als wären wir von jeher ein und derselbe Körper. Wir schließen unsere Augen, genießen Geborgenheit, lassen uns fallen. Tiefer…und tiefer.
Da merk ich in mir was los mit mir ist. Ich bin einfach verliebt und erlege mich hingebungsvoll dem winterlichen Liebesrausch, während die Sonne hell und eindrucksvoll auf die weiße Winterwelt strahlt und sie wie eine Perle zum leuchten bringt


Das Denken an sich kann ein wundervolles Abenteuer sein. Wer aber ZU viel denkt, der sperrt sich selbst in Käfige.
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