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Literaturforum: Arthur Rimbaud


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Forum > Literaturgeschichte & -theorie > Arthur Rimbaud
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 Thema: Arthur Rimbaud
bodhi
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10. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 26.04.2006 um 10:01 Uhr

Zitat:

...und sich recht bald nur noch im selbst gesetzten Schaffensrahmen pausenlos wiederholen.

Och, solange es dafür Gerne-Leser gibt...

Ist doch sowieso eh alles immer wieder dasselbe auf der Welt.

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Kenon
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11. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 26.04.2006 um 21:32 Uhr

Zitat:

Och, solange es dafür Gerne-Leser gibt...

Ist doch sowieso eh alles immer wieder dasselbe auf der Welt.

Hmja, wenn man viel von einem Schriftsteller liest, handelt es sich wohl mitunter um eine Art geistige Liebesbeziehung. Wahrscheinlich habe ich mir deshalb heute schon wieder ein Thomas Bernhard-Buch aus der Grabbelkiste gegriffen.

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LX.C
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12. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 04.05.2006 um 18:42 Uhr

[Quote]Une saison en enfer (1873), [Ein Aufenthalt in der Hölle] [/Quote]

Ich habe den Eindruck, als wenn Rimbaud in diesem Werk bereits bewusst mit der Vergangenheit abschließt und seinen Rückzug aus der Literatur förmlich ankündigt. Aber, wäre er älter als 37 geworden hätte er bestimmt noch mal zur Feder gegriffen, nach allen Abenteuern, die er erlebt hat.


.
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bodhi
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13. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 04.05.2006 um 18:51 Uhr

Zitat:

Aber, wäre er älter als 37 geworden hätte er bestimmt noch mal zur Feder gegriffen, nach allen Abenteuern, die er erlebt hat.

So ähnlich war´s bei mir: Bis Anfang 20 permanent Abstruses geschrieben, dann gut zwei Jahrzehnte brav gearbeitet & erlebt, und seit zwei Jahren wird wieder die Feder geschunden.;)

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Kenon
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14. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 04.05.2006 um 19:21 Uhr

Zitat:

Ich habe den Eindruck, als wenn Rimbaud in diesem Werk bereits bewusst mit der Vergangenheit abschließt und seinen Rückzug aus der Literatur förmlich ankündigt.

Gibt es zu dieser Vermutung passende Textstellen?

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LX.C
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15. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 05.05.2006 um 10:56 Uhr

Zitat:

Zitat:

Ich habe den Eindruck, als wenn Rimbaud in diesem Werk bereits bewusst mit der Vergangenheit abschließt und seinen Rückzug aus der Literatur förmlich ankündigt.
Gibt es zu dieser Vermutung passende Textstellen?
Das Zieht sich durchs ganze Werk. Es wäre mühselig alles Stellen noch einmal rauszusuchen, die mich zu meiner Vermutung trieben. Es ist die Art, wie er resümiert, die Vergangenheit negiert und gleichzeitig bereit scheint, in eine unbekannte Zukunft aufzubrechen.

Erst heute Morgen ist es mir wieder aufgefallen, so will ich wenigstens zwei Textstellen anführen:
[Quote]Hatte ich einst nicht eine liebenswerte Jugendzeit, heldisch, märchenhaft, auf goldenen Blättern zu schreiben - zu viel Glück! Durch welche Schandtat, durch welchen Irrtum habe ich meine jetzige Ohnmacht verdient? Ihr, die ihr vorgebt, dass Tiere Seufzer des Kummers ausstoßen, dass Kranke verzweifeln, Tote schlecht träumen, versucht ihr meinen Sturz und meinen Schlaf zu erzählen. Ich selbst kann mich ebensowenig erklären wie ein Bettler mit seinen unaufhörlichen Pater noster und Ave Maria. Ich kann nicht mehr sprechen! Dennoch, heute glaube ich meine Hölle zu Ende erzählt zu haben.[/Quote]
Quelle: Rimbaud, Arthur: Morgen, in: Eine Zeit in der Hölle, Philipp Reclam jun., Stuttgart 1992, S. 79.
[Quote]Ich habe alle Feste ersonnen, alle Triumphe, alle Dramen. Ich habe versucht, neue Blumen, neue Gestirne, neues Fleisch und Blut, neue Sprachen zu erfinden. Ich habe geglaubt überbnatürliche Kräfte zu erlangen. Nun gut! Ich werde meine Erfindungsgabe und meine Erinnerungen begraben müssen! Der schöne Ruhm eines Künstlers und Erzählers - dahin![/Quote]
Quelle: Rimbaud, Arthur: Adieu, in: Eine Zeit in der Hölle, Philipp Reclam jun., Stuttgart 1992, S. 81/83.

Wie ich zudem heute feststellte, kommt hinzu, dass Rimbaud dieses Büchlein ja unmittelbar in der Krisen- und Trennungszeit schrieb, kurz vor und nachdem er sich von Verlaine trennte und gewaltsam getrennt wurde - beides trifft ja irgendwie zu - was meine Vermutung vielleicht auch untermauern könnte.


.
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Kenon
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16. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 05.05.2006 um 11:35 Uhr

Mir gefällt besonders Rimbauds zärtliche Zivilisationskritik, die nichts an Aktualität verloren hat:

Zitat:

Zerschmettre die gleißenden Spiegel der Warenhäuser! die feinen Salons! [...] Laß die City ihren Staub fressen.

Aus: Arthur Rimbaud: Sämtliche Werke. Frankfurt a.M. und Leipzig 1992, S. 379.

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Kenon
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17. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 27.10.2006 um 12:31 Uhr

Zitat:

Rimbaud hört auf zu schreiben, sobald, zwingender als jede Überlegung, das Ende der Kindheit ihn der Hoffnung beraubt, das Leben ändern zu können.

Yves Bonnefoy. Arthur Rimbaud. Reinbek bei Hamburg 1962. S. 155.

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Matze
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18. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 27.10.2006 um 13:16 Uhr

Zitat:

Weiß man denn, warum er das Schreiben aufgab?

Waffenhändler ist doch finanziell wesentlich lukrativer. Jeder Rapper würde heute von einer solchen Karriere träumen.

Grüßken, Matze

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bodhi
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19. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 12.11.2006 um 20:54 Uhr

Zitat:

Im Stöhnen der Bäume
Im Seufzen der Nacht
vernahm dein Herz das natürliche Lied.

Weil
die Stimme tollwütiger Meere,
maßloses Geröchel,
deine kindliche Brust
- allzu menschlich, allzu zart -
zerspringen ließ...

(ohne die Tabs im Originaltext) aus dem Werk: Arthur Rimbaud - Ophelia

Buch: Arthur Rimbaud - Das trunkene Schiff
Matthes & Seitz Verlag, damals noch München, 1980.

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