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Literaturforum: Februar 2008


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Forum > Lektüregespräche > Februar 2008
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 Thema: Februar 2008
Gast873
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20. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 25.02.2008 um 00:00 Uhr

"Georg Heym", Autorenbücher, von Peter Schünemann.

Gruß,
Hyperion

P.S. Vor Brecht habe ich Respekt, aber nicht die nötige Liebe, um ihn zu lesen.

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Mania
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21. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 25.02.2008 um 00:42 Uhr

Zitat:


P.S. Vor Brecht habe ich Respekt, aber nicht die nötige Liebe, um ihn zu lesen.

Geht mir auch so.

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LX.C
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22. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 25.02.2008 um 12:53 Uhr

Zitat:

"Georg Heym", Autorenbücher, von Peter Schünemann.

Gruß,
Hyperion

P.S. Vor Brecht habe ich Respekt, aber nicht die nötige Liebe, um ihn zu lesen.

Habe erst kürzlich wieder "Der Dieb" gelesen.
Ist die Biographie zu empfehlen?


.
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Gast873
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23. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 25.02.2008 um 20:23 Uhr

Diese Nachricht wurde von Hyperion um 20:35:24 am 25.02.2008 editiert

Das Buch wäre aus der UB auszuleihen gewesen, aber ich habe es geschenkt bekommen, und es sprach mich sofort an, weil die Kapitelüberschriften für mich vielversprechend klingen, z.B. "Ich bin von fremden Welten herverschlagen", "Hölderlin", "Über den Selbstmord" oder "Der ewige Tag". Der poetische und wissenschaftliche Sprachduktus des im Beck-Verlag erschienenen Buches (1986) ist bewusst sehr hoch gehalten, und man kann durchaus rhetorisch und am Stil des Autors seine Sinne oder Klauen schärfen. Der Autor fängt mit der Kindheit des Dichters an und liefert später profunde Analysen der Werke Heyms. Ein paar Gedichte werden auch ausführlich interpretiert. En passant kriegt man sehr viel von der damaligen Zeit und vom locus genii mit: "Die umfassende Zeichensprache der Regression artikulierte sich in einem geschichtlichen Augenblick lautstark ... man wich auf nationale Mythen aus, die imperiale Geste versteinerte nicht nur in Monumenten, sondern in Institutionen, die sich selbst als Monumente erschienen" (Zitat S. 35).

Ich würde denken, dass sich die Lektüre durch unterschiedlich beleuchtete Aspekte im Leben eines Dichters lohnt.

Gruß
Hyperion

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LX.C
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24. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 25.02.2008 um 22:25 Uhr

Danke, das war ja schon fast eine kleine Rezension.


.
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Gast873
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25. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 28.02.2008 um 00:20 Uhr

Puh, habe gestern zehn Bücher geschenkt bekommen, u.a Handke, Schiller, Tamaro, Busch u. Enzensberger + Altlasten, Wissenschaftsprosa, tägliche News, Rezensionen, Philo-Zeitschriften, Sekundärquark mit Soße etc.

Da kommt was auf mich zu :-)

Gruß,
Hyperion

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LX.C
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26. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 28.02.2008 um 00:27 Uhr

[Quote]Drunten lief dem Unbekannten eine schwarze Katze mit hoch erhobenem Schwanz über den Weg und ließ dicht vor seinen Füßen ein Stück Hühnerdarm fallen. (Belyj: Petersburg)[/Quote]


.
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almebo
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27. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 28.02.2008 um 10:18 Uhr

Ich habe mir mal Peter Härtling vorgenommen, der sich in seinem Künstlerroman
Hölderlin über das Leben des Dichters
auslässt. Der Roman Hölderlin war ja nicht die erste literarische Auseinandersetzung des Autors mit einer Dichterfigur.

Das Hauptverdienst von Härtling war es, den
vielen Literaturwissenschaftlern verklärten
Dichter des Hyperion als Mensch abzubilden und ihn dadurch einem grösseren Puplikum zugänglich zu machen


al


Lieber ein eckiges Etwas, als ein rundes Nichts
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Gast873
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28. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 28.02.2008 um 20:55 Uhr

Härtling wird oft von der Hölderlingesellschaft nach Tübingen eingeladen, bzw. ist eng mit ihr verbunden.

Sein Roman über Schubert ist eine Meisterleistung! Große Prosa und außerdem bin ich tatsächlich durch diesen Roman zu Schubert in der Musik gekommen und im langen polyphonen Wintermarsch vorgedrungen.

Gruß,
Hyperion

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almebo
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29. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 29.02.2008 um 10:39 Uhr

Schubert, von Härtling habe ich noch nicht gelesen. Vielleicht demnächst.

Mit Hölderlin von ihm, hatte ich zunächst gedacht, es sei eine Biografie. Aber es sind Informationen aus Gedichten, Prosa Briefen und anderen überlieferten Zeugnissen.

Nürtingen, die württembergische Stadt, die Hölderlin und gerade auch Härtling viele Jahre Heimat gewesen ist, nimmt in seiner Darstellung einen breiten Raum ein.

Interessant wie er die Jahre des Wahnsinns
von Hölderlin beschreibt, des Klinikaufenthaltes und der Familie Zimmer, wo in sein ,heute noch so benannten Tübinger Turm, er sein Leben verbrachte.

Dieses Buch ist wirklich lesenswert und
jedem "Hölderin-Kenner" zu empfehlen.

al


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