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Literaturforum: Paulo Coelho - Motivsuche der Aussage


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Forum > Philosophie > Paulo Coelho - Motivsuche der Aussage
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 Autor
 Thema: Paulo Coelho - Motivsuche der Aussage
Maisenfutter
Mitglied

2 Forenbeiträge
seit dem 07.05.2008

     
Eröffnungsbeitrag Abgeschickt am: 07.05.2008 um 22:02 Uhr

Guten Abend,

ich wurde gerade mit einem vollkommen zusammenhangslosen Zitat eines mir bisher unbekannten Schriftstellers konfrontiert.
Ich selber empfinde es immer als recht schwierig die Aussage eines Textes zu verstehen, wenn mir keinerlei Motive des Autoren vorliegen, bzw. ein Thema, zu welchem dieser Beitrag verfasst wurde. Womöglich handelt es sich auch nur um einen Auszug aus einem seiner zahlreichen Werke.
Ich würde mich freuen, wenn meine Anfrage eine rege Antwortbegeisterung hervorruft.
Denn es liegt mir sehr am Herzen, zu diesem Zitat eine Erläuterung zu bekommen.
Ich denke, ganz unbefangen kann ich das nicht beurteilen.

Folgendes Zitat:

"Ich gleiche dieser Kathedrale, wir alle gleichen ihr. Wir
wachsen, verändern unsere Form, treffen manchmal auf Schwächen, die korrigiert werden müssen, und wählen nicht immer die beste Lösung, aber wir machen weiter, versuchen, aufrecht, korrekt zu sein, nicht um der Wände oder Türme oder Fenster willen, sondern wegen des leeren Raumes im Inneren, in dem wir anbeten und verehren, was uns teuer und wichtig ist."

P. Coelho

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Der_Geist
Mitglied

952 Forenbeiträge
seit dem 25.02.2007

Das ist Der_Geist

     
1. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 07.05.2008 um 22:08 Uhr

Diese Nachricht wurde von Der_Geist um 22:09:38 am 07.05.2008 editiert

Zitat:

Ich denke, ganz unbefangen kann ich das nicht beurteilen.

Worauf führen Sie das zurück, dass Sie den Textabschnitt nicht unbefangen beurteilen können?

Und was meint "Maise"?

Wird doch nicht schon wieder der Maestro selbst sein, der sich hier subtil zu verbreiten versucht ...

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Maisenfutter
Mitglied

2 Forenbeiträge
seit dem 07.05.2008

     
2. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 07.05.2008 um 22:14 Uhr

Weil mir dieses Zitat von einem mir bedeutsamen Menschen übermittelt wurde und ich den Zusammenhang nicht unbefangen beurteilen kann.
Was sie damit ausdrücken möchte, ist mir schleierhaft.

Und um es auf mein "Maisen"futter zurückzuführen.
Das war in einem Diktat in der 7. Klasse mein einziger Rechtschreibfehler und ich musste mir dies von meiner Lehrerin lange anhören.
Ein mein Selbst prägender Begriff demnach.

...

Lieber Gruß

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Der_Geist
Mitglied

952 Forenbeiträge
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Das ist Der_Geist

     
3. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 07.05.2008 um 22:22 Uhr

Ah, gut soweit. Dann sind Sie also nicht Paulo Coelho auf Werbefeldzug. ;)

Zum Zitat: Wie soll jemand außenstehendes denn den Zusammenhang des Zusammenhanges deuten, den Ihr/e Kommunikationspartner/in im Blick hatte? Noch dazu mit solch einem hohlen Zitat?

Ich jedenfalls bin weder eine Kathedrale, noch ist es in meinem Inneren leer, denn da tummelt sich so manches.

Damit mach ich mal schnell Platz für subtilere Deutungen und wünsche Ihnen alles Gute.

Ach, eins vielleicht noch: Die Dinge haben die Bedeutung, die wir selbst ihnen geben.
(Frohes Projizieren auch ...)

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LX.C
Mitglied

1770 Forenbeiträge
seit dem 07.01.2005

Das ist LX.C

     
4. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 08.05.2008 um 18:20 Uhr

Diese Nachricht wurde von LX.C um 18:47:41 am 08.05.2008 editiert

Hallo, meine Interpretation, vielleicht hilft sie dir. Aus welchem Werk das Zitat stammt, weiß ich allerdings auch nicht, ebenso, was genau man dir damit sagen wollte.

Das Gleichnis mit der Kathedrale beruht auf Veränderungen in der Baukunst von Gotteshäusern über längere Entwicklungszeiträume. Durch Epochen hinweg wurden immer wieder Stilveränderungen an ein und denselben Gotteshäusern vorgenommen, z.B. gibt es Kathedralen, die im romanischen Stil erbaut, im Mittelalter wieder im gotischen Stil umkonstruiert wurden, dann plötzlich galt die Gotik als "barbarisch geschmacklos" und es wurde wieder rumgemurkst in Barock und später in Klassizismus und so weiter. Das Baukunstwerk entwickelte sich folglich mit jeder Epoche, jedem "Lebensabschmitt" weiter und der Zeit angepasst eine neue Aussagekraft. Doch der Zweck des Baus blieb immer gleich, Gotteshaus sein. Bezieht man das nun auf den Menschen: es ist normal und auch erforderlich, dass wir uns im laufe eines Lebens unseren Bedürfnissen und Umständen entsprechend weiterentwickeln, neues lernen, altes verwerfen, dabei auch Fehler machen können, und nach dem Besten und Höchsten streben. Aber immer Mensch bleiben! -

Übrigens kann man bei diesem Streben auch schnell verkennen, was man an dem hat, was man hat. Die Gotik beispielsweise wurde in der Romantik wiederentdeckt.

[Quote]Noch dazu mit solch einem hohlen Zitat?[/Quote]

Findest du?


.
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Gast873
Mitglied

1457 Forenbeiträge
seit dem 22.06.2006

Das ist Gast873

     
5. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 08.05.2008 um 20:31 Uhr

Zitat:

[Quote]Noch dazu mit solch einem hohlen Zitat?[/Quote]

Findest du?

Ob mit einem hohen oder hohlen Zitat oder ohne, der Kathedrale dürfts ziemlich egal sein :-)))

Gruß,
der Kant an sich

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Der_Geist
Mitglied

952 Forenbeiträge
seit dem 25.02.2007

Das ist Der_Geist

     
6. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 10.05.2008 um 08:01 Uhr

Zitat:

Findest du?

Ja.

Wer definiert denn, was "unsere Schwächen" sind? Der, der sich hier anmaßt, "wir" zu schreiben? Und bis wohin müssen "wir" denn "unsere Schwächen" korrigieren? Bis "wir" alle das selbe können, tun, denken (möglichst das des Verfassers?), alle Einheitsgröße haben und im Gleichschritt marschieren?

Nein danke.

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LX.C
Mitglied

1770 Forenbeiträge
seit dem 07.01.2005

Das ist LX.C

     
7. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 10.05.2008 um 12:12 Uhr

Diese Nachricht wurde von LX.C um 12:20:17 am 10.05.2008 editiert

Wieso Schwächen und Gleichschaltung?
Meiner Meinung nach zielt das Zitat auf Vielfalt der Entwicklung eines jeden nach seinen Bedürfnissen und Lebenszielen, also Individualität. Nicht der äußeren Fassade wegen, sondern um der inneren Werte. "Wir" entwickeln uns alle individuell.
Die Kathedrale, es könnte sich z.B. um Notre-Dame handeln, steht allegorisch für Entwicklung. Ein in seiner Entwicklung nie enden wolendes Bauwerk. Und doch bleibt es immer Kathedrale, so wie wir immer Mensch bleiben (sollten).


.
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