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Literaturforum: hoffnung in blassorange


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Forum > Rezensionen II > hoffnung in blassorange
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 Thema: hoffnung in blassorange
1943Karl
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Eröffnungsbeitrag Abgeschickt am: 21.05.2008 um 17:36 Uhr

Gisela Becker-Berens
hoffnung in blassorange

Lyrische Farbspiele

Die schillernden Farbspiele beginnen bereits auf dem Einband. „hoffnung in blassorange“ kommt selbstredend auf blassorange gefärbter Pappe daher, allerdings kontrastiert durch ein mit kräftigen Farben gemaltes Titelbild und auf der Rückseite mit dem Porträtfoto der Autorin, auf dem sie einen keineswegs blass orangenen Pullover trägt.

Gisela Becker-Berens, an ihrem Wohnort Bergisch Gladbach und in dessen Umgebung längst keine unbekannte Lyrikerin mehr, malt in ihrem Buch Wortbilder sowohl mit strahlender Leuchtkraft als auch in dezenten Pastelltönen oder Aquarellfarben. Und genau diese parodoxer Weise verbindenden Kontraste machen den eigentlichen Reiz ihrer Lyrik aus.
Nicht von ungefähr trägt ihr erstes Gedicht den Titel „blaue blume“. Die Blume der Hoffnung vermutet die Autorin „jenseits der schatten“ oder gar „auf der rückseite des mondes“. Und dem vollen Blau folgt im nächsten Gedicht „herbst-zeit-lose“ „im fahlen licht des morgens“ schon ein zartes Aquarell.
Im dritten Gedicht wiederum starb ein Schmetterling im „spinnennetz“, der „ungebrochen“ auf seinen Fügeln „das auge des sommers“ trägt.
Becker-Berens Texte, weit jenseits falscher Sentimentalitäten, halten sich stets auf zwischen unbezwingbar sinnlichem Optimismus und den auch harten Realitäten des Lebens. Und selbstverständlich geht es dabei immer auch wieder um Liebe und Erotik.
Die Texte ergehen sich einerseits in Geheimnissen „wie eine schnecke so schlüpfrig/wie öl das durch die finger rinnt/und flecken hinterlässt“. Sie entführen in Märchen, in denen Rapunzel ihr langes Haar als Liebesleiter anbietet. Aber sie lassen auch mit dem Bus durch die „graue stadt“ fahren und die Folgen „atlantischer tiefausläufer“ fürchten. Einerseits verführen sie, vollkommen einzutauchen in die sinnliche Pracht der Natur, und verharren andererseits in sensibel mit feinstem Pinsel gemalten Metaphern, die gekonnte Lyrik auszeichnen.
Und wie könnte es anders sein: Der Lyrikband endet schließlich mit einem farbenprächtigen Bekenntnis zur Lebenslust. „tanzen möchte ich“ „im wind mein gesicht“ „grüne erde in mir/blauer ozean“.
Leserinnen und Leser, die nie die Hoffnung aufgeben und immer einen gangbaren Ausweg finden wollen, stoßen in diesem Lyrikband in nahezu jedem Gedicht auf einen versteckten lyrischen Wegweiser.
Gisela Becker-Berens, hoffnung in blassorange, Gedichte, Wiesenburg Verlag, Schweinfurt 2008, 116 Seiten, Paperback, € 12,90


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