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Forum > Sonstiges > amuse me, literature
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 Autor
 Thema: amuse me, literature
Norman
Mitglied

1 Forenbeitrag
seit dem 15.01.2012

     
Eröffnungsbeitrag Abgeschickt am: 15.01.2012 um 21:23 Uhr

Amüsiere mich, Du kopfloser Geist! Trunken, sturztrunken, bevor trunken kommt betrunken. Der Wein fließt. Mein Geist fängt an zu sprudeln, so hoffe ich. Noch sind keine Quellwasser erkennbar. Mal warten. Immer noch nicht. Schade. Gut.
Dann dennoch, los geht es. Oder gehe ich los? Was ist dieses ominöse es? Das Schreiben? Das Amüsieren? Das Trashtalken? Zumindest soll es Dich, meinen Leser, nicht langweilen. Und wenn ich mein einziger Leser bleibe? Nun, da hilft Alkohol. Doch der macht die Birne hohl. Zeit für anderes Obst.
Etwa Trauben? Nein, der Wein reicht. Und das Leben? Gott hilft? Macht Wein zu Wasser? Ähh, andersrum. Und unser Körper besteht ja zu 90 % aus Wasser. Klugscheisserbemerkung für heute eingebaut. Jetzt müsst ihr mich lieben. Ich kann es nur noch mit zwei Dingen toppen.
Zum Einen, euch ohne Hemmungen in den Himmel loben. Oder zum Zweiten, mich verteufeln. Lobe ich euch, ohne wirklich zu wissen, wer ihr wirklich seid, dann, Moment, meine Mutter ruft an, ich muss den Anschein von Geist und Intellektualität bewahren. Sie schwärmte von meinem Geschenk, Vivaldi im Schloss Nymphenburg, München. Ein Geburtstagsgeschenk. Doch dies ist eine andere Geschichte.
Zurück in die Zukunft, ich meine zum Thema. Wir hatten erstens und zweitens. Ein Beispiel für erstens, euch in den Himmel loben lasse ich aus. Vergöttert werden möchte ich nicht von denjenigen unter euch, die den Ausgang aus der Unmündigkeit noch nicht gefunden haben. Außerdem liegt mir das Urteil der anderen am Herzen. Darum besser das Beispiel zu zweitens: Ich bin ein Hinterwäldler, red neck ohne Würde, ganz Forrest Gump, nur eben ohne Würde. Denn er hat Würde. Sitzt auf der Bank, blickt, vegetiert vor sich hin, aber mit Würde.
Unverrucht gut. Ich kehre zurück, aus dem Gespräch with moi madre. Etwas Ungewöhnliches entspringt meinem Inneren, es ist warm, fast könnte ich behaupten, mein Herz pocht und Liebe strömt durch meine Venen. Aber nur fast. Es ist simply das Gefühl sozialer Anerkennung. Dass sie meine Mutter ist schmälert es natürlich, durchaus. Na und. Ich bin so bedürftig, selbst meine Schrift zeugt davon, dass es mir es recht ist. Aber wieder dieses es. Was ist es?

Mir geht es gut. Es ist mir recht. So unverblümt verdeckt es die Wahrheit, stellt es in den Raum. Lässt es wirken. Den Wirkungspunkt, sprich euch, liebe Leserinnen und Leser, um ja nicht unfeministisch zu sein, lässt es demnach viel Freiraum. Ihr könnt unter es verstehen, was euch beliebt. Das ist die Schönheit der Auslegung, jeder ist zufrieden, und projeziert seine Träume, vielleicht auch nur Wünsche in mich. Ich werde ihnen gerecht, yippie.
Wenn wir schon bei Hippies sind: Kennen Sie den schon? So beginnt meist jene Geschmacklosigkeit, die Gleichgesinnte, im Sinne von Lebenden, als Humor verstehen. Aus mir spricht der Wein. Aber: In vino veritas. Also. Zeit für Aristoteles oder nicht? Keiner strebt mehr nach Wahrheit. Das muss erwähnt werden, schließlich soll keiner von euch diesen Insight verpassen, alright?
In vino happiness, i mean felicitas. Ich bitte Sie, seien sie mir nicht böse, noch nachtragend, dass Sie, meine sehr verehrten Damen und Herren nicht imstande sind, den Gedanken eines Verrückten zu folgen, schließlich zeugt es von Ihrer geistigen Normalität und, soweit es Psychologen zu beurteilen vermögen, Gesundheit. Im Übrigen. So beginnt der Jurist seine übrigen Thesen schwungvoll anzumelden. Etwas trostlos, da kopiert, aber ok. Fahren sie fort Herr Anwalt.
Im Übrigen, in vino happiness. Im Wein verliere ich political correctness, geschweige denn gesellschaftliche Konventionen, lasse meinen Gedanken freien Lauf, zumindest auf diesem Blatt Papier. Nur zu schade, dass proved insanity niemals einen Verleger zu überzeugen weiß. Bleibe wohl ohne Verleger ein Schreiber, verteufelt, heiß, wie Tabasco, nur röter.
Darum attestiere ich Ihnen Freiheit, Freude ohne Einheit sozusagen, die Deutschen bis 1990 wissen, worüber ich rede. Well, James, bring me a new bottle of whisky. Scotch? Vodka? Njet, padre, choroxo. Ich bleibe bei Wein. Word will auch nicht meine Schrift ernst nehmen, darum schreibe ich jetzt und langgezogen so lange auf Deutsch, bis es kapiert, dass ich auf Deutsch schreibe. Ja. Yes, we can! Word and I, of course.



Auf Kurs Eisberg, Titanic erwartet nichts sehnlicher, als Geschichte zu schreiben. Apropos Geschichte: Goethe ähnelt mir wohl etwas. Er legt es darauf an, unverstanden zu bleiben. Zumindest von unvergleichlich Vielen, solange eine kleine Minderheit meint, ihn in seiner insanity entschlüsseln zu können. Es war nicht eine proved insanity, soweit wissen wir heute Bescheid. Doch warum lacht Albert die ganze Zeit? Sein Stein der Weisen sagt ihm wohl in der Badewanne, Sir Isaac sei Dank, die Schwerelosigkeit relativ nutzlos voraus.
Doch jedermann redet heute gänzlich unverschlüsselt, ohne Geheimsprache, meiner eins bejammert diesen Jammer. Aber sei es so! Was man nicht ändern kann, muss man ertragen. Danke ihr Stoiker, at least personalized in Helmut a.D. Anno Domino würde übrigens auch passen.
Doch außer Dienst ist nur einer. Herr Schmidt. Und natürlich der einzige, der noch lebt. Gerhard Schröder, Helmut Kohl wandeln schließlich schon unter den Toten. Der erstere ja unter toten russischen Ölmilliardären. Gazprom, just bootifull. Aber seien sie unbesorgt, die deutsche Öffentlichkeit weiß Ihren Fauxpas zu entschuldigen. Schließlich hartzen sie ordentlich rum, doch die Runde zeigt sich unnachgiebig.
Aber, now really, back to business: Was fühle ich, tief in mir. Ich bin keine Frau. Darum zumindest keinen Penis. Das ist einer der besonders umgreifenden Beraterwitzen. Muhaha, wird er kommentiert. Diese hiesige Erwähnung ist dagegen einzig eine Einfallslosigkeit meinerseits, nicht meiner einer.
Im Übrigen, ich höre soeben ein Lied in der Dauerschleife, das es schafft, mich nicht endgültig zu schaffen. Es heißt und stöhnt in das Mikro: Somebody that I used to know. Offensichtlich eine Verflossene, nicht der Rede wert, anyway. Aber gut. Jetzt ist sie da: Wer ist meine Verflossene? Ich öffne mein Herz, darauf haben Sie wohl gewartet.
In Ordnung: Ich suche sie vergebens. Ich bin 23. Sie könnte Carina heißen, um vom Anfang auszugehen. Sie könnte auch Luisa heißen, um vom Ende auszugehen. Doch wir wollen von keinem ausgehen. Und so ist es reine veritas. Geliebt habe ich nie, nie aufrichtig. Ich schreibe hier nur, vielleicht um meinen Frust loszuwerden, vielleicht auch, um euch in meinen Bann der Sinnlosigkeit und verlorenen Existenz zu locken. Wer weiß das schon.

Ich weiß es nicht. Ich weiß eigentlich nichts, außer dass ich mich in diesem Moment der unumgehbaren Aufrichtigkeit regelrecht regellos frei fühle. Nichts fordert von mir Anstand, nichts Aufrichtigkeit. Ich widerspreche mir? Mag sein. Aber so ist der Mensch, so bin ich. Schwach und angreifbar. In seinem Opfer, unnachvollziehbar gefangen, schutzlos. Und ich schreibe dennoch, um euren Schutz, um eure Hilfe zu erfahren. Mein Herz pocht. Ich erbitte eure Hilfe. Greift nach mir, ergreift mich, wie ein Greif, und helft mir, ein neues, zumindest annehmbares Selbstbewusstsein zu entwickeln. Momentan umfasst mich Hilflosigkeit, Nutzlosigkeit und der tiefe, innere Wunsch, zu brennen.
Wenn ihr es bis hierhin ausgehalten habt, dann haltet euch nicht zurück, öffnet eure Herzen, schüttet mir ebenso eure Wirklichkeit aus, habt keine Scham, meine Schamlosigkeit ist Ausguss von Wein in meinem Alleinsein. Ich suche euch. Eure Hilfe. Findet mich. Errettet mich. Oder ich stürze in die Tiefe. Erbarmungslos, hilflos. Krache auf die nackten Felsen, zerschmettere, wie das Wasser auf dem Fels in der Brandung. Wie Brad auf Angelina offenbar. Der Glückspilz. Ich bin alleine und nur Du kannst es ändern. Helfe mir!

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raimund-fellner
Mitglied

87 Forenbeiträge
seit dem 13.11.2011

Das ist raimund-fellner

     
1. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 24.01.2012 um 21:27 Uhr

Lieber Norman,
ich meine, man sollte zuerst denken und dann schreiben. Erst zu denken während des Schreibens bringt nichts und wenn man unter Alkohol steht, kann man gar nicht denken; man meint nur, dass man denkt.
In diesem Sinne
Raimund Fellner


Raimund Fellner
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