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Literaturforum: Hirnrissigkeiten im aktuellen Sozialsystem von D


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Forum > Politik & Gesellschaft > Hirnrissigkeiten im aktuellen Sozialsystem von D
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 Thema: Hirnrissigkeiten im aktuellen Sozialsystem von D
Itzikuo_Peng
Mitglied

157 Forenbeiträge
seit dem 08.01.2011

Das ist Itzikuo_Peng

     
Eröffnungsbeitrag Abgeschickt am: 10.04.2019 um 11:38 Uhr

Diese Nachricht wurde von Itzikuo_Peng um 11:41:34 am 10.04.2019 editiert

Hirnrissigkeiten im aktuellen Sozialsystem von D am Beispiel eines Betroffenen oder warum wir 1 Anlaufstelle für Existenzsicherung brauchen anstelle von X Ämtern

Kurzer Auszug aus dem Stand der Dinge: Im August 2018 wegen chronischer Erkrankungen (welche, ist hier mal egal, weil´s darum nicht geht) Antrag auf volle Erwerbsminderungsrente bei Deutsche Rentenversicherung Bund Berlin gestellt. Dass das dauern kann bis zu einer Entscheidung, war mir klar. Gewerbe aus ebendiesen gesundheitlichen Gründen beendet. Seit 1.4.2019 quasi einkünftelos. Diverse Arztbesuche, 1 Gutachterbesuch im Auftrag von DRV im Februar 2019 (alleine schon mal diese Zeitspanne). Woher also Geld für Lebensunterhalt?

Beim Amt für Grundsicherung angerufen. Bin „erst“ 57, also noch weit von Altersrente entfernt. Auskunft: solange ich nicht einen Bescheid über unbefristete, volle Erwerbsminderungsrente habe, gelte ich als erwerbsfähig. Also: Jobcenter. Beim Jobcenter dann: ich halte mich für erwerbsunfähig, habe aber von DRV noch keinen Bescheid, und ob die das so sehen wie ich, ist im Moment noch nicht klar.

Ich muss also so handeln, als sei ich erwerbsfähig, obwohl ich es nicht bin, Unterlagen einreichen und Vordrucke ausfüllen, die mich erschlagen und mit der Sache ja nun gar nix zu tun haben, Bemühungen um eine Arbeitsstelle nachweisen (ja, wie denn? Bewerben, und dann ins Bewerbungsschreiben schreiben: Also ich bewerbe mich um diese Stelle, weil das Jobcenter Nachweise meiner Bewerbungen braucht, weil ich sonst kein Geld kriege, aber ich werde die Arbeitsstelle nicht antreten können, weil ich nicht erwerbsfähig bin? Oder ich lüge und trete die Stelle an und bringe dann einen Krankenschein nach dem anderen?).

Das ist der Knackpunkt: hierfür gibt es KEINE vernünftige Anlaufstelle. Es gibt sie nicht. Erwerbsunfähig ohne Bestätigung durch DRV, beim Jobcenter falsch, beim Amt für Grundsicherung falsch. Woher Geld zum Leben? Interessiert niemand. Die diesbezüglich erhaltenen Tipps erspare ich mir hier. Einer davon war: Dann leihen sie sich doch was privat. Uah.

Ergänzt sei noch: klar gibt es für Selbstständige die Möglichkeit, sich privat für solche Fälle abzusichern mit Krankentagegeld, Berufsunfähigkeitsversicherung etc. Aber: Schön, wer so gesund ist, dass er sie auch nach Antragstellung bekommt! Weil: aufgenommen werden, einfach gesagt, hautpsächlich Gesunde, nicht welche, die wie ich schon lange chronische Krankheiten haben. Also mein Tipp: Versichert Eure Neugeborenen SOFORT mit einem Krankentagegeld für Selbstständige und einer dementsprechenden Berufsunfähigkeitsversicherung. Oh, achso, nee, geht ja gar nicht. Die sind ja noch gar nicht selbstständig berufstätig und haben das Mindesteintrittsalter noch nicht erreicht … Hm …

– Einschub –

Weitere Möglichkeit: Bei Partnerschaftssuche-Plattform anmelden: Männlich, 57, große Klappe, ansehnliche Fassade, aber nix dahinter, sucht reiche Frau mit großem Haus und Zimmer frei, die ihm, was vertraglich zu fixieren wäre, 1000 € im Monat garantiert. Gegenleistungen werden krankheitshalber keine erbracht werden können, außer dem Dienen als lebendes Möbelstück und gelegentlichem, geistigem Privat-Entertainment (siehe große Klappe).

Oder: stundenweises Putzengehen schwarz ohne Anmeldung. Anruf auf Annonce hin: Darf´s auch ein 57jähriger Schwächling sein?

– Einschub Ende –

Es gibt für solche Fälle aktuell-behördlich nur den paradoxen Gang zum Jobcenter. Halleluja. Ob ich hier den nächsten Termin nach den Erfahrungen des Erstgesprächs (Kapitel für sich) wahrnehme, oder – gesetzt den Fall, DRV lehnt meinen EM-Antrag ab – lieber die Obdachlosigkeit vorziehe, behalte ich mir vor.

Dass ich nicht der Einzige bin, der in dieser Situation ist, hat zwar mental etwas, naja, Beruhigendes, füllt mir aber auch nicht den Kühlschrank und heizt mir nicht die Wohnung.

Ach so, ja, fast vergessen: bei der Wohngeldstelle wegen Wohngeld wäre ich ohne Einkünfte auch falsch, da muss ich zum Jobcenter.

(Wird evtl. fortgesetzt)


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