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Die Stunde der Terroristen
Autor: Karsten Mekelburg · Rubrik:
Humor & Satire

Man sieht sie nicht. Aber es gibt sie. Eine verschworene Gemeinschaft. Fanatisch um ihre Führer geschart, von denen niemand genaueres weiß. Zu allem bereit. Ihr Leben schätzen sie gering. Es gibt lustige Geschichten, die über sie verbreitet werden. Fröhliche Gesellen seien es, trinkfest und freundlich, tolerant und zur guten Zusammenarbeit bereit. Gute Steuerzahler. Fleißige Studenten. Alles Lügen. - Geschickt gestreute Lügen! Lügen, die hier und da auf fruchtbaren Boden fallen und von naiven, gutgläubigen Tölpeln weiterverbreitet werden. Denn die Wahrheit ist schrecklich. Sie sind böse, krankhaft böse, ja, die Verkörperung des Bösen selbst. All unsere kleinen Errungenschaften, unseren Frieden, unseren Gott, unsere Freiheit, hassen sie aus tiefstem Herzen. Hochgefährlich ist ihr kranker Geist - und der ihrer brillanten Wissenschaftler! Was in hochgeheimen Waldlaboratorien, tief in der schützenden Dunkelheit der Berge, an hochwirksamen biologischen und chemischen Massenvernichtungswaffen ersonnen wurde, ließe uns das Blut in den Adern gefrieren. Sie glauben nicht an das Genie ihrer kranken Hirne? Wo sind all die Maikäfer geblieben, die es früher massenhaft gab? Ausgerottet. Sie werden nicht zögern, auch uns auszurotten. Denn sie sind schon unter uns. Ohne Gnade, grausam, brutal und ohne jedes Mitleid. Ihre Religion, die nach außen tolerant auftritt, gebietet ihnen den heiligen Krieg. Den heiligen Krieg gegen uns. Ein Krieg, in dem es keine Überlebenden geben darf. Der Tag des Grauens, des schrecklichen Erwachens ist nah!

Nur unsere stets wachsamen amerikanischen Verbündeten haben sie längst durchschaut. Haben Kundschafter in ihre Kreise geschleust, Geheimdienstpapiere verfasst und ihnen die schändliche Larve der Heuchelei von der Fratze gerissen. Der (beinahe) gewählte Präsident der Vereinigten Saaten sprach in einer aufrüttelnden Rede von der Achse der Bösen: Pjöngjang - Hemsbach - Frankental. Der einzige Grund, warum die pfälzischen Elwetritschen nicht angegriffen, ausgerottet und so zur Erkenntnis aller Segnungen der modernen Demokratie gebracht wurden, ist nicht, dass Elwetritschen Fabelwesen sind, die es gar nicht gibt. Die Nicht-Existenz des auslösenden Grundes macht, nach der Verabfolgung eines gehörigen, vorbeugenden Krieges, rückwirkend keine Verunmöglichung desselben möglich. Um derartige Nichtigkeiten, Petitessen und Banalitäten dürfen sich alternde Beamte und Untersuchungskommissionen nach Kriegsende kümmern.

Was die Pfalz gerettet hat, ist, dass trotz intensivster Suche nicht einmal die kleinsten Spuren von Erdöl gefunden werden konnten.



Einstell-Datum: 2004-04-13

Hinweis: Dieser Artikel spiegelt die Meinung seines Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von versalia.de übereinstimmen.

Bewertung: 333 (2 Stimmen)

 

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