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Frank Schäfer - AC/DC. 100 Seiten
Buchinformation
Schäfer, Frank - AC/DC. 100 Seiten bestellen
Schäfer, Frank:
AC/DC. 100 Seiten

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(Bücher frei Haus)

Rolling Stone Kolumnist Frank Schäfer schreibt gerne über Hardrock und Heavy Metal und das schon seit Jahren, gerne auch bei Rock Hard, NZZ, taz oder Zeit Online. AC/DC begründeten und definieren das Genre nun schon seit 50 Jahren und das obwohl sie von down under, Australien, kommen. Wie sie das schafften erklärt der Autor in der beliebten 100 Seiten Reihe des Reclam Verlages.

AC/DC: Rock'n'Roll Rabauken aus Down Under

1976 spielten die Hard Rocker 173 Shows, bis heute sind es insgesamt ca. 2800. 200 Millionen verkaufte Alben und in Sekunden ausverkaufte Konzerttourneen zeigen, dass AC/DC wohl einiges richtig gemacht haben. Laut Forbes sind sie mit geschätzten 76,5 Millionen Dollar Einnahmen im Jahr sogar noch reicher als die Rolling Stones. Und die sind ja bekanntlich schon zehn Jahre länger im Geschäft. Angefangen hat aber eigentlich doch alles in England: die Youngs wuchsen in der tristen Glasgower Proletensiedlung Cranhill auf und wanderten mit ihren Eltern alsbald nach Sydney aus. Ronald "Ronnie Bonnie" Belford Scott, der erste Sänger der Band, war schottischer Immigrant und reüssierte schon vor den Youngs im Umfeld von Perth als Musiker. Das Debüt "High Voltage" rotiert bald auf allen Radiostationen obwohl sich der gleichnamige Song gar nicht auf der LP befindet. 1975 folgt "T.N.T." und zementiert endgültig das künftige Image der Band: "Lock up your daugher/, lock up your wife/(...)The Man is back in Town/ So don't you mess around". Das Rock'n'Roll Rabaukenimage sollte der Band bleiben, auch wenn Angus Young 50 Jahre später immer noch in Schuluniform und Ranzen auftritt und "herumhüpft wie ein Känguru".

Protestantischer Arbeitsethos und Beharrlichkeit

Was viele überraschen wird, ist, dass ausgerechnet Punk den Down Under Rockern zum Durchbruch verhalft, wie Frank Schäfer anmerkt: "Edle Einfalt, stille Größe", dazu der klassische sexistische Machorockschabernack machten AC/DC bald zum bekanntesten Australien Export in der Welt der Rockmusik. Denn sie waren in ihrer Vorhersehbarkeit geradezu virtuos und wir verdanken ihnen weitere Songperlen wie "Problem Child", "Highway to Hell" oder meinen Lieblingssong "Ride On". Als Bon Scott schließlich das Zeitliche segnet, tritt Brian Johnson auf "Back in Black" in seine Fußstapfen und beschwört darauf gleich die Reinkarnation des vorherigen AC/DC Sängers: "Cause I'm back on the track and I'm beatin' the flack". Laut Frank Schäfer müht sich Johnson nicht umsonst ab und vertritt Scott durchaus würdig. "Back in Black" ist schließlich mit 26 Millionen verkauften Exemplaren heute noch auf Platz 4 der meistverkauften Alben in den USA. Ganz zu schweigen vom weltweiten Erfolg. Der protestantische Arbeitsethos hat die australischen Proletenkinder in die Charts und Stadien dieser Welt geführt und zu den reichsten Rockmusikern des Planeten gemacht. Das Geheimnis ihres Erfolges: stoische Beharrlichkeit. Denn in den letzten 50 Jahren waren sie fast immer laut, rudimentär, konsequent und unverwechselbar. AC/DC eben.

Schäfer, Frank
AC/DC. 100 Seiten
Originalausgabe
Broschiert. Format 11,4 × 17 cm
100 S. · 8 Abb. und Infografiken
ISBN: 978-3-15-020710-9
12,00 €

[*] Diese Rezension schrieb: Jürgen Weber (2024-04-15)

Hinweis: Diese Rezension spiegelt die Meinung ihres Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung von versalia.de übereinstimmen.


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