Biographien Rezensionen Diskutieren im versalia-Forum Das versalia.de-Rundschreiben abonnieren Service für Netzmeister Lesen im Archiv klassischer Werke Ihre kostenlose Netzbibliothek

 


Rezensionen


 
Frank Pe Zidrou - Marsupilami: Die Bestie Wie das Marsupilami nach Europa kam
Buchinformation

Frank Pé ist einer der renommiertesten Zeichner Belgiens und legt einen Marsupilami vor, der erwachsener und wilder ist. Schon die Bezeichnung „Bestie“ klingt so, aber das furchtsame an dem Wort ist angedichtet, denn eigentlich bedeutet es nichts anderes als „Tier“. Aber ist Marsupilami wirklich ein Tier oder vielleicht doch ein Mensch wie Du und ich?

Der Marsupilami aus Palumbien

Aus Palumbien, von den Chahutas-Indianern gefangen genommen und an Tierhändler verkauft, erreicht das Marsupilami den Hafen von Antwerpen, wo ihm die Flucht gelingt, und so kommt es in die Vororte Brüssels, wo es von einem kleinen Jungen adoptiert wird, der ohnehin schon eine ganze Menagerie sein eigen nennt. „The wild, cruel beast is not behind the bars of the cage. He is in front of it“, wusste schon Axel Munthe, ein schwedischer Arzt und Forscher, der die Verfolgung und das Einsperren von Tieren verurteilte. Auch in „Die Bestie“ kommen allerlei Menschen des alten Schlags vor, die versuchen, sich mit Tieren zu bereichern oder aus der Haltung von exotischen Tieren ein Geschäft zu machen. Aber ein Marsupilami lässt sich nicht so leicht festhalten, denn er ist „intelligent, empathisch und hat einen unbändigen Appetit. Aber keine Sorge, er isst keine Menschen. Seine Lieblingsnahrung sind nämlich Früchte, Ameisen und Flöhe, außerdem Fisch (gerne auch Piranhas). Die Marsupilamis sind ca. einen Meter groß und tragen ein gepunktetes Fell, weiter auffällig sind ihre Schwänze, die bis zu acht Meter lang werden können. Als perfekte Verteidigungs- und Angriffswaffe haben diese immer wieder eine wichtige Rolle in den Abenteuern von Franquin, der die Figur 1952 erfand, gespielt. Die vorliegende Interpretation von Zidrou und Frank Pé ist eine würdige Nachfolge und spielt im Jahr 1955.

„Houbi? Houba, houba hopp!“

„Houbi? Houba, houba hopp!“ sind einige Worte aus dem Mund des originalen Marsipulami, aber sie können auch wie ein Papagei einzelne Wörter und ganze Sätze nachsprechen. Nicht zuletzt ist die letzte Silbe seines Namens „ami“ auch gleichbedeutend mit „Freund“. Das empfindet wohl nicht nur der kleine Junge, der auch andere Tiere in seinem Haus wohnen lässt, so, sondern bald auch die Leser. Die Zeichnungen haben einen dunklen Grundton, sind aber durchwegs fantastisch und authentisch. Der vorliegende erste Band einer neuen Serie ist erst der Auftakt zu
einem aufregenden Abenteuer. Man darf also gespannt sein, wie sich „die Bestie“ in dieser Neuinterpretation entwickelt. Ein spannendes Abenteuer für Jung und Alt, das unser Verhältnis zu den anderen Planetenbewohnern neu hinterfragt. Lesenswert.

Zidrou, Frank Pé
Marsupilami: Die Bestie
Wie das Marsupilami nach Europa kam
2021, 156 Seiten, Größe: 247 mm x 288 mm, ab 12 Jahren
ISBN: 978-3-551-78510-7
Carlsen Verlag
25,00 €

[*] Diese Rezension schrieb: Jürgen Weber (2021-08-09)

Hinweis: Diese Rezension spiegelt die Meinung ihres Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung von versalia.de übereinstimmen.


-> Möchten Sie eine eigene Rezension veröffentlichen?

[ weitere Rezensionen : Übersicht ]

 

Anmelden
Benutzername

Passwort

Eingeloggt bleiben

Neu registrieren?
Passwort vergessen?

Neues aus dem Forum


Gedichte von Georg Trakl

Verweise
> Lyrikband seelengruende
> Neue Gedichte: fahnenrost
> Kunstportal xarto.com
> New Eastern Europe
> Free Tibet
> Naturschutzbund





Das Fliegende Spaghettimonster

Ukraine | Anti-Literatur | Datenschutz | FAQ | Impressum | Rechtliches | Partnerseiten | Seite empfehlen | RSS

Systementwurf und -programmierung von zerovision.de

© 2001-2022 by Arne-Wigand Baganz

v_v3.53 erstellte diese Seite in 0.019272 sek.