Archiv klassischer Werke


 
Buchvorstellung
von Hofmannsthal, Hugo -  bestellen
von Hofmannsthal, Hugo:


Bei amazon bestellen

(Bücher frei Haus)
Botschaft
Hugo von Hofmannsthal

Ich habe mich bedacht, daß schönste Tage
Nur jene heißen dürfen, da wir redend
Die Landschaft uns vor Augen in ein Reich
Der Seele wandelten: da hügelan
Dem Schatten zu wir stiegen in den Hain,
Der uns umfing wie schon einmal Erlebtes,
Da wir auf abgetrennten Wiesen still
Den Traum vorn Leben niegeahnter Wesen,
Ja ihres Gehns und Trinkens Spuren fanden
Und überm Teich ein gleitendes Gespräch,
Noch tiefere Wölbung spiegelnd als der Himmel:
Ich habe mich bedacht auf solche Tage,
Und daß nächst diesen drei: gesund zu sein.
Am eignen Leib und Leben sich zu freuen.
Und an Gedanken, Flügeln junger Adler,
Nur eines frommt: gesellig sein mit Freunden.
So will ich, daß du kommst und mit mir trinkst
Aus jenen Krügen, die mein Erbe sind,
Geschmückt mit Laubwerk und beschwingten Kindern,
Und mit mir sitzest in dem Garten-Turm:
Zwei Jünglinge bewachen seine Tür,
In deren Köpfen mit gedämpftem Blick
Halbabgewandt ein ungeheures
Geschick dich steinern anschaut, daß du schweigst
Und meine Landschaft hingebreitet siehst:
Daß dann vielleicht ein Vers von dir sie mir
Veredelt künftig in der Einsamkeit
Und da und dort Erinnerung an dich
Im Schatten nistet und zur Dämmerung
Die Straße zwischen dunklen Wipfeln rollt
Und schattenlose Wege in der Luft
Dahinrolln wie ein feiner goldner Donner.



Hinweis: Sollte der obenstehende Text wider unseres Wissens nicht frei von Urheberrechten sein, bitten wir Sie, uns umgehend darüber zu informieren. Wir werden ihn dann unverzüglich entfernen.

 

Aus unseren Buchrezensionen


Ein Mann namens OveBackman, Frederik:
Ein Mann namens Ove
Ja, solche Nachbarn wie Ole, von dem Fredrik Backman in seinem in Schweden über eine halbe Million Mal verkauften Roman erzählt, gibt es. Es gibt solche alten, einsamen, verbitterten und auf den ersten Blick regelrecht bösartigen und zwanghaften Männer, dessen einzige und liebste Beschäftigung es scheint, andere zu kontrollieren und [...]

-> Rezension lesen


 Es war einmal ein HundCarvalho, Adelia:
Es war einmal ein Hund
Der kleine Junge wünscht sich von seinem Papa eine Geschichte. Aber von einem Hund soll sie sein. Der Vater fängt an, müht sich in schönen Reimen über so manches Tier, aber über einen Hund fällt ihm einfach keine Geschichte ein. Viele andere Tiere kommen dran, und der kleine Junge stört sich nicht daran, wird doch auf diese [...]

-> Rezension lesen


Zwei Herren am StrandKöhlmeier, Michael:
Zwei Herren am Strand
Es ist ein Roman, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte, ein Roman, der handelt von zwei Männern, deren Größe und Tatkraft, deren Mut und Durchhaltevermögen, deren Kreativität und Hybris (ja, die kommt auch nicht zu kurz) man erst spät zu würdigen wusste. Er ist eine gelungene Mischung zwischen einer Doppelbiografie, einer [...]

-> Rezension lesen


 Racconti Romani - Römische ErzählungenMoravia, Alberto:
Racconti Romani - Römische Erzählungen
In seiner ersten Erzählung in diesem Band von neun Geschichten aus der Feder Moravias schreibt der Autor aus der Erzählerperspektive über sich und „den anderen“. Dabei denkt Moravia aber nicht etwa an den Rivalen bei der Ehefrau des Protagonisten, sondern an den anderen in sich selbst, denn er beginnt in dem Moment mit seinen [...]

-> Rezension lesen


Anmelden
Benutzername

Passwort

Eingeloggt bleiben

Neu registrieren?
Passwort vergessen?

Neues aus dem Forum


Gedichte von Georg Trakl

Verweise
> Unser Buchladen
> Lyrikband seelengruende
> Neue Gedichte: fahnenrost
> Kunstportal xarto.com
> Suchmaschine z3ro.net





Das Fliegende Spaghettimonster

netzbibliothek | Anti-Literatur | Datenschutz | Topliste | FAQ | Impressum | Rechtliches | Partnerseiten | Seite empfehlen | Schlesien | RSS

Systementwurf und -programmierung von zerovision.de

© 2001-2019 by Arne-Wigand Baganz

v_v3.31 erstellte diese Seite in 0.014094 sek.