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Literaturforum:
Nachdavor.


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Autor
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Thema: Nachdavor.
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Ralf
Mitglied
 3 Forenbeiträge seit dem 22.12.2005
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| Eröffnungsbeitrag |
Abgeschickt am: 23.12.2005 um 21:07 Uhr |
Nachdavor.
Ich flirre nur dadoch blind geblendet,
mottend von Dunkel nach Grell.
Scheuche dermal ungewiss dahin angstend,
damal daherso vollmutigst erkennend,
jeda in allerkleinster Zeitraumheit.
Eingeschlossen im momentenen Kristall.
Zwei unlaute Zeitzüge - einer schillernd -
dopplern ständig von entgegengesetzt,
zueinander, verharren alljedoch dann
stehrasend an meinem Behütnis.
Ich verfühle Blick taumelnd - zerflüchtigt
Weltpassagiere der Gegenüberwart.
Entgleitend scheint’s belächeln sie mich
weinerlich, oftens zur Trauer enttrübt.
Ein unhaltbares Bekommen und Vergehen,
in diesem Momentan des Jetztdahier.
Ich blicke manch´ wohlwehig weit zurück,
dem mir Verflohenen hintan,
ahne es nur mehr verschwimmend,
in dunstem Nichtmehrsein altfaltiger
Traumgänge ausserhalben von Zeitkristall.
Muss mich meist dem Zukommenhin wenden
kann nur spähenden Suchforschens wähnen,
wenig, dreist aus seiner Opaqueness zu erahnen.
Da es mir doch so unbekannt verweilt,
in fernem ungeflossenen Zeitstrom,
sich mir zuschleichend passagierend am
Immerende des einen, schillernden Zeitzuges.
An den - scheint mir - lehmigen Diamantflächen
kratzen meine horngeharnischten Kralltaster,
verzweifeln Grundes schmerzheißer Weise,
sehnen nach Momenthalt hier im Zeitkristall,
zerbrechelnd an den Biogrammen meines Ablaufens.
Und du Chronos? Bangst nimmernie, da nieseiend.
Oh wie bin ich hassgeboren, Gefangener in Dir
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