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Literaturforum: Ziele im Leben


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Forum > Philosophie > Ziele im Leben
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 Thema: Ziele im Leben
Anastasia
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Eröffnungsbeitrag Abgeschickt am: 12.02.2007 um 18:19 Uhr

Diese Nachricht wurde von Anastasia um 19:29:00 am 12.02.2007 editiert

"Wer keinen Sinn im Leben sieht, ist nicht nur unglücklich, sondern kaum lebensfähig." - Albert Einstein -


Aber haben die Menschen überhaupt sinnvolle Ziele im Leben um tiefes Glück empfinden zu können??

Die vier folgenden grob gefassten Bereiche zeigen in meinen Augen am besten auf, wo Menschen ihr Glück zu finden versuchen. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Mischungen und Konzentrationen der persönlichen Zielsetzung und der damit verbundenen Charakterbildung.

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Der eine sucht verstärkt Sichherheit und Halt
z.B. zu sehen an der Konzentration auf der Anhäufung von Geld, Hab und Gut (Imobilien) oder in immer mehr verfeinerten Sichherheitssysteme an Autos, Häusern usw.

Der andere sucht in erster Linie positive Gefühle und Emotionen
z.B. in der Familie, in Partnerschaften und Freundschaften oder klammert sich an Beziehungen bis zur Selbstaufgabe und ohne den anderen atmen (Luft)zu lassen.

Wieder einer sucht vorrangig die Entfaltung und Freiheit
z.B. zu sehen im Einzelgängertum, bei unzähligen Affären, am Spass an Geschwindigkeit und Nervenkitzel (Autos, Flugzeuge, U-Bahnsurfen usw.) und anhand von erhöhten Wahlmöglichkeiten und Informationsübermittlung (über TV oder Internet).

Und ein Vierter sucht in erster Linie die Kraft und die Energie im Leben
z.B. den Körper trainieren (Fittness), Gesundheit und Ernährung in den Mittelpunkt stellen, seinen Körper und seine Kondition überbetont wahrnehmen, (Konkurenz-) Kämpfe austragen usw.
.............................................................................................................................

Ich denke, dass die Menschen durchaus sinnvolle Ziele im Leben haben aber sie sollten das Wichtigste an diesen verinnerlichten Zielen, die uns unser Leben erst lebenswert erscheinen lassen, berücksichtigen:
Es ist einmal die uns gegebenen Möglichkeiten der Weiterentwicklung (aus Angst vor dem Neuem nicht in alten Mustern verhaften) aber auch das Lernen "Maß zu halten".

Wir sollten unsere Erfahrungen mit Verantwortung und mit besten Gewissen sowie mit Liebe zum umfassenden Leben zu nutzen wissen! Damit meine ich die Liebe zu der Harmonie in und um uns herum. Die Menschen sollten durch eine bewusste Wahrnehmung erkennen, was ihnen im Leben positive und langanhaltende Energie, Freude und Liebe zurückgibt und was nicht.
In der Werbung, im Geschäftsleben und sogar im Privatleben werden wir oft von falschen Versprechungen getäuscht oder geben selbst falsche Versprechen, um uns selbst aufzuwerten.

Was richtiges Maß bedeutet, erkennen wir nur, wenn wir unsere wahren Bedürfnisse, sowie unsere Ängste kennen.
Wer z.B. bei den "Gefühl- Zielen" aus Angst vor der Konfrontation die Bedürfnisse des Menschen gegenüber übergeht oder bei den "Energie-Zielen" mehr beachtet wie toll er im Spiegel aussieht oder bei Wettkämpfen dem anderen den Ruhm genommen hat, der soll sich nicht wundern, wenn er dadurch im Herzen nicht wirklich glücklich wird. Menschen die z.B. von Sport (z.B.Bodybuilding), Internet, Spielen usw. süchtig sind müssen täglich ihr Glücksgefühl neu aufbauen. Sie haben dies als einen Weg gefunden schnell an das (oberflächliche) Ziel zu kommen, dafür reicht es allerdings auch nicht tiefer und und ist demnach nicht langanhaltend, so dass damit schließlich eine tägliche sowie ungesunde Eigeninitiative verbunden und sehr viel Energie hineininvestiert wird.

Leider erkennen dies die Menschen oft erst zu spät (wenn sie zusammenbrechen) oder sie erkennen es überhaupt nicht und fragen sich nur, warum sie einfach nie richtiges Glück empfinden.
Sie setzten ihre Kraft und Energie hauptsächlich für Luxusartikel, Körperkult, Macht, oberflächliches Ansehen in der Gesellschaft, finanzielle Unabhängigkeit usw. ein und vergessen das Wesentliche dabei. Das Wesentliche, wie z.B. wahre und vertrauensvolle Freundschaften / Beziehungen, wie eine gesunde Arbeitshaltung oder wie eine ausgeglichene Einstellung zum Leben und zum Luxus.

Warum geben die Menschen oft nur an oberflächliche Ziele ihre Energien ab?
Nun ich denke, die meisten Menschen haben Angst von ihren Mitmenschen verletzt zu werden und scheuen so die offenen Konfrontation. Sie machen sich gesellschaftliche Richtlinien zu ihren persönlichen und vergessen eine eigene gesunde Einstellung sowie Distanz dazu.
Da sie dennoch ihre tieferen Ziele (unbewußt) erreichen wollen, um Glück zu empfinden, stillen sie ihre innere Sehnsucht mit Übertreibungen in äußeren einfachen Mustern der Befriedigungen (ohne Maß zu halten). Häufig kann man es genau sehen, wo die größten Schwächen und Ängste von Menschen liegen, nämlich genau dort wo sie nach außen hin besonders "dick auftragen".
Wer z.B. krankhaft von einem Fitnesstudio zum nächsten rennt hat oft Angst vor dem natürlichen Altern seines Körpers oder wer sich z.B. im Freundeskreis immer in den Mittelpunkt drängelt, hat ansonsten Angst unter zu gehen/ nicht beachtet zu werden.
Das dabei jeweils empfundene Glück ist jedoch nur kurzweilig und vergeht schnell wieder, wie alles was nicht tiefe Wurzeln hat... "Lieber eine gute/ tiefe Freundschaft, als 1000 Oberflächliche".

Ich denke, dass das oberstes Ziel im Leben ist, seine eigenen Schwächen/ Ängste zu erkennen, sich ihnen zu stellen und sie versuchen soweit es geht zu beheben. Erst so können wir eine innere Stärke entwickeln und müssen uns nicht mehr hinter falschen und coolen (kalten) Fassaden verstecken.
.......................................................................................................................
Dieses beinhaltet allerdings Fragen wie z.B.:
"Brauche ich immer wieder die Bestätigung von meinem Chef oder fehlt mir nur die eigene Anerkennung und Selbstsicherheit für mein Handeln?"
"Warum fühle ich mich nicht wohl in meiner Haut oder mit weniger Geld als mein Nachbar, obwohl ich damit auskomme?"
"Helfen mir die neusten Luxusartikel, Schönheitsoperationen und Krafttrainings um auf Dauer glücklich zu sein?"
"Warum ist es für mich so schlimm, wenn der Körper älter wird?"
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Leider wird oft aus Unsicherheit heraus den neuen Situationen im Leben oftmals nichts positives abgewonnen. Die neue Herausforderung wird verdrängt und man versucht es in die alte Form zurück zu drängen.
Auseinandersetzungen mit sich, seinen Werten, seinem Partner oder seinem Vorgesetzten werden in jeglicher Form gemieden. Man trennt sich zwar häufig aber ohne weiter zu kommen, ohne einmal über die unterschiedlichsten Wertesysteme nachzudenken.

Allerdings denke ich auch, dass sich jeder Mensch ändern kann, wenn er will.
Z.B. kann ein hohes Kraftpotential, was sich oft in Wutausbrüchen äußert, auch sinnvoll in kunstvolles kreatives Handeln umsetzen lassen. Traurig ist es, wenn alle Beteiligten es hinnehmen, dass sie z.B. einen Choleriker im Haus oder in der Firma sitzen haben. So wird dieser Mensch viel zu selten sein Handeln überdenken und nicht erkennen, dass es auch andere und schönere Wege gibt, entweder die aufgestaute Energie abzugeben oder erst gar nicht so weit den Frust aufzubauen.
Antriebslose und melancholische Menschen sollten dagegen überlegen was in ihnen positive Gedanken auslöst, wie z.B. durch vertrauensvolle Gespräche oder in dem Erleben der Natur. Haben sie entdeckt was sie motiviert, werden auch sie sich positiv im Leben einsetzen.

Ich würde sagen, dass die innere Harmonie und Ausgeglichenheit im Grunde bei allen Menschen das oberste Ziel darstellt und gleichzeitig jeden Tag aufs neue Kraft und Energie gibt ("der Weg ist das Ziel").
In meinen Augen kann sich jeder Mensch mit stetigen Herausforderungen, dem bewussten Handeln und dem Umlenken seiner Energie ändern. Natürlich nur wenn wir die Herausforderungen annehmen und wir unsere wahren Bedürfnisse sowie tieferen Ziele im Leben nicht außer acht lassen.

Nur wer schließlich mit sich im Reinen lebt, sich ehrlich gegenüber seinen Stärken und Schwächen verhält und täglich an deren Ausgleich arbeitet, ist glücklich und empfindet keinen Neid oder Hass, höchstens aufrichtiges Mitleid mit seinen Mitmenschen.

Ein weiteres Zitat von Albert Einstein:
"Das Unverständlichste am Universum ist im Grunde, daß wir es verstehen können."
http://natune.net/Zitate/autor/Albert+Einstein


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LX.C
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1. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 12.02.2007 um 18:39 Uhr

Also ist doch der Weg das Ziel.
http://www.versalia.de/forum/beitrag.php?board=v_forum&thread=2271

Sehr schöner Beitrag, auch wenn ich der Meinung bin, dass man natürlich nicht eines der von dir genannten Beispiele ist, sondern mehr oder weniger ausgeprägt mehrere Beispiele vereint.

Was hat dich motiviert, diesen hier einzustellen?


.
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Anastasia
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2. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 12.02.2007 um 19:43 Uhr

Danke, klar ist das mit den "Beispielen" natürlich nicht generell gemeint! Mischformen gibt es immer! Ich dachte nur, so findet sich vielleicht auch jeder mal wieder...

Ich habe mich schon immer gefragt, warum es so viele schlechte Verhaltensmuster der Menschen gibt und bin über die Pädagogik, Religion, Philosophie sowie Astrologie einer Erklärung auf die Spur gekommen.


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LX.C
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3. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 13.02.2007 um 17:36 Uhr

Na holla, da hast du ja noch mal ganz schön rumgedoktort an deinem Beitrag.


.
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Anastasia
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4. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 13.02.2007 um 19:37 Uhr

Ja ja, so ist das Hyperion... Hier ist immer alles in Bewegung! ;-)


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Gast873
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5. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 13.02.2007 um 19:43 Uhr

Zitat:

Ja ja, so ist das Hyperion... Hier ist immer alles in Bewegung! ;-)

"Alles fließt" und ich fließe offenbar auch dann, wenn ich harre, wenn ich an einem (anderen) Ort stehe.

Schönen Gruß an Dich Anastasia
(auch an LX.C)
Hyperion

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Anastasia
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6. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 13.02.2007 um 20:05 Uhr

Na so was... sorry Hyperion und LX.C, ich bin in diesem Forum etwas durcheinander gekommen.
Bin, bis auf die letzten zwei Tage, schon lange nicht mehr hier gewesen.
Fand eure Anmerkungen aber auf jeden Fall sehr interessant!!

Liebe Grüße
Anastasia


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Lesari
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7. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 15.09.2007 um 19:08 Uhr

Hallo Anastasia,

hmm, interessante Gedankengänge.

Teilweise hat mich beim lesen, das Gefühl beschlichen, das du dich über etwas geärgert hast.

Der Mensch ist das was er aus seiner eigenen Verantwortung bildet. Unsere westliche Gesellschaft formt den Konsummenschen. Doch wann entstand denn überhaupt der Gedanke, das das materielle wichtiger ist als das Innere.

Das die Konsumgesellschaft, nicht ausfüllt, zeigt auch das es in Stuttgart ein Unterrichtsfach "Glücksichsein lernen" gibt.

Für mich sagt das vieles. Die westlichen Menschen sind abhängig geworden vom Konsum und dem was ihnen Soaps vorleben.

Sie haben die Veranwortung für sich abgeben, weil das Fernsehen ihnen eine Welt vorgaukelt die es so nicht gibt.

Die Menschen lernen immer weniger mit anderen auskommen. Das der negative Charakter wie Aggressivität verstärkt gelebt wird, ist das der er nicht mehr weiß wohin.

Es gibt ein Zitat vom Dalai Lama: "Der Mensch braucht nur ein Bett zum Schlafen, Brot und Wasser, alles andere ist Luxus".

Vielleicht sollten wir zur Einfachheit zurückkehren, um mit uns ins Reine zukommen.

In einer Inkasage gibt es die Aussage, das der Mensch sich auf seiner höchsten Entwicklung selber vernichtet. Manchmal denke ich wir sind dabei.

Manche Menschen kennen schon nicht mehr das Wort bitte und danke, oder meinen das ein rüpelhaftes Benehmen, alles auf der Welt ist.
Manche protzen mit ihrem Geld, und reden dabei vollkommen Blödsinn ohne es zu merken.
Manche Menschen meinen andere tyrannisieren zu müssen, und die anderen ertragen es, ohne mit der Wimper zu zucken.
Manche Menschen müssen mit ihrer Miesepeterlaune, einem den Tag verderben,sind wir dafür verantwortlich?
Die Liste liesse sich endlos weiterschrieben,
warum reden wir nicht einfach wieder vernünftiger und machen deutlich das wir einzigartiges Indiviuum sind.

In diesem Sinne "Schenke jedem Tag ein Lächeln."

Lesari

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