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Literaturforum: Tristan und Isolde


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Forum > Lyrik > Tristan und Isolde
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 Autor
 Thema: Tristan und Isolde
mande
Mitglied

365 Forenbeiträge
seit dem 12.02.2007

     
Eröffnungsbeitrag Abgeschickt am: 26.08.2007 um 20:14 Uhr

Tristan und Isolde
(Mande)

Ein alter Mund,
tat dies mir kundt.


I
"Oh, ihr Geister,
holde Feen,
ich habe sie
im Traum gesehn.

Doch weiss ich
ihren Namen nicht,
und wo sie lebt;
mein Herz zerbricht."

Schon hört man
heft´ge Winde wehn
und Geister raunen,
ungesehn.

"Isolde ist´s;
lebt hinterm See.
Sie ist gefangen,
in Leid und Weh.

Wer sie befreit,
aus Not und Pein,
der darf ihr
ew´ger Gatte sein."

Da strahlt sein Aug´,
da quillt sein herz.
Vergessen hat Tristan
der Liebe Schmerz.

Er nimmt die Wege,
grad und krumm
und reitet um
den See herum.

Er treibt das Pferd
und reitet schnell.
Die Nacht vergeht
und es wird hell.

Die Stunden eilen,
die Zeit, sie flieht.
Den Turm er
in der Ferne sieht.


II
Isolde sitzet
hoch im Turm;
unten kriecht
der Lindenwurm.

Er schaut hinauf,
"welch leck´rer Happen.
Gleich brauch ich nur
noch zu zuschnappen".

Isolde, ach,
in grosser Not.
"Wo bleibt mein Ritter
Fürchtnichttod?

Sagen sie nicht alle
´Auf ewig dein´?
Doch jetzt, wer hilft;
ich bin allein!"

Endlich, ja, die Rettung naht;
es blinket und es blitzt:
Der solze Ritter Tristan,
hoch zu Rosse sitzt.

Auch der Lindenwurm,
er sieht´s und lacht.
"Solch ein Ritterlein,
ist schnell gemacht!"

Schon kommt der Ritter
angestürmt;
der Lindenwurm
ist längst gewürmt.

Und ehe man sich
hat versehn,
vom Pferd und Tristan
ist nichts mehr zu sehn.

Der Lindenwurm sich
in Vorfreud labt;
"Hättest als Ritter,
lieber Schwein gehabt!"

So denkt er
und grinst widerlich.
"Mein schönes Kind,
jetzt hab ich dich!"


Diese Zeilen entstanden beim Lesen von
Gottfried von Straßburgs ´TRISTAN´.

Mande
---------------------------
Poetis mentiri licet.
(Doch ich spreche stets die Wahrheit!)

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