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Literaturforum:
Sommerabend

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Autor
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Thema: Sommerabend
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HelmutMaier
Mitglied
  339 Forenbeiträge seit dem 27.10.2008

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| Eröffnungsbeitrag |
Abgeschickt am: 08.08.2009 um 12:02 Uhr |
Zwischen den Zweigen
im Freiraum der Orange-Mond.
Sommerlich strahlt er.
Andersweltwanderer
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1943Karl
Mitglied
  451 Forenbeiträge seit dem 24.02.2008

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| 1. Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 08.08.2009 um 15:12 Uhr |
Lieber Helmut,
ein stimmungsvoiller Dreizeiler. Das Wort Freiraum will mir aber nicht so recht zu Stimmung passen.
Herzliche Grüße
Karl
Bei jedem Irrtum gewinnt die Wahrheit Zeit.
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HelmutMaier
Mitglied
  339 Forenbeiträge seit dem 27.10.2008

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| 2. Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 08.08.2009 um 19:11 Uhr |
Lieber Karl,
Ja, so ist es, wenn man einen Dreizeiler nach japanischem Vorbild produziert: Da fragt sich die gebildete Leserin oder der gebildete Leser: Ist das nun ein Haiku oder ein Senryu? Geht es um Eindrücke der Natur oder steht ein seelisches Erleben im Vordergrund? Und wenn nun der Orange-Mond (Natur) mit einem Begriff der Psychologie bzw. der Landschaftsplanung in Verbindung gebracht wird, gestaltet sich der Abgrenzungsprozess schwierig. Nun, bei ´Landschaftsplanung´ kommen wir dem Haiku schon ziemlich nahe: gestaltete Natur: es bleibt ein Freiraum zwischen den Zweigen zweier Bäume, zwischen denen ein Mondaufgang stattfindet. Ich denke, das passt sehr gut zu japanischer oder chinesischer Naturmalerei.
Aber der Begriff Freiraum assoziiert natürlich vorrangig das psychologische Moment, das ich tatsächlich in Missachtung der Abgrenzung von Haiku und Senryu bewusst eingesetzt habe:
Freiraum als typischer Ausdruck von Sommerferien zum Beispiel, Freiraum als Widerspiegelung sogar der Einzigartigkeit des Menschen - symbolisiert im Erleben des Mondes in dem Zwischenraum zwischen Begrenzungen, die hier beim Mond als Naturerscheinung willkürlich, aber metaphorisch gesehen typisch für die spezielle Beobachtung durch einen speziellen Menschen auftritt.
Und was passt nun nicht in dem Dreizeiler als einem stimmungsvollen Gedichtchen.
In dieser Schwebe möchte ich es lassen.
Liebe Grüße
Helmut
Andersweltwanderer
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