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Literaturforum: Girlitze


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Forum > Prosa > Girlitze
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 Thema: Girlitze
Annemarie
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Eröffnungsbeitrag Abgeschickt am: 14.12.2004 um 15:45 Uhr

Ein Teil des ersten Kapitels meines Buches "Girlitze", an dem ich gerade schreibe:

I.
Durch den mediterranen Garten verlief ein schmaler Weg zum Haus. Noch zögernd stand ich da, nachdem ich das Gartentürchen aufstieß, zierlich, schmiedeeisern, als ich eine klare weibliche Stimme hörte: ...weiss es ja ich bin immer gefangen in diesem Konflikt da sind Begehren und Verlangen aber auf der anderen Seite sehn´ ich mich nach dem achtfachen Heilsweg.

Ich wähnte mich schon im falschen Garten, denn ich kam ja hierher, an diesem frühsommerlichen Sonntagnachmittag, um an einem einwöchigen Wirtschaftsförderungs-Seminar mit dem Titel "Set up a business in Japan" teilzunehmen, doch die Adresse war richtig, und so stand ich da, hinter einen blühenden Jasminhecke, und lauschte. Meinen Rucksack, der schwer auf meinen Schultern lastete, vergaß ich, und auch diese innere Last war verschwunden. Könnt´ ihr mich verstehen, geht´s Euch auch manchmal so - ging es weiter mit ihr - und die Stimme erinnerte mich jetzt an eine Amsel, die kurz vor dem Regen ihrem Gesang den stärksten Nachdruck verleiht - das weiss ich von meinem Vater, er ist Hobbyornithologe.

Vor mir erhob sich eine sehr hohe Bananenstaude, wohl fünf oder sechs Meter, deren äußeres Blattwerk gelb und vertrocknet war, und ich mußte den Impuls unterdrücken, diese strohigen Streifen vom Stamm abzuziehen. Das war auch gut so, denn in diesem Augenblick kam der Hausherr höchstpersönlich um die Ecke, ich erkannte ihn sofort an seiner Glatze, der hypermodernen nachtblau geränderten Lesebrille, die ihm auf der Nasenspitze saß und winzig war und an seinen breiten Hüften, die unvorteilhaft in weissen Bermudas steckten. Schon in Düsseldorf, als ich ihm bei einem Empfang des deutsch-japanischen Wirtschaftskreises begegnete, fiel mir seine birnenförmige Figur auf, die auch der anthrazitfarbene Maßanzug damals nicht völlig kaschieren konnte. Also, er kam auf mich zu, streckte mir beide Hände entgegen, sprach laut und deutich, wobei seine obere Zahnreihe sichtbar wurde, ach Frau Duchardt, schön, daß Sie da sind, jetzt sind wir vollzählig, es geht gleich los, wir machen das alles sehr locker, das ist das Beste bei der Hitze, kommen Sie mit - wir trinken grad´ ein Gläschen Pro Secco. Ich konnte nur Guten Tag sagen, da geleitete er mich schon mit Schritten, als liefe er über einen Moosboden, um das Haus herum. An einem langen Tisch saßen ungefähr zehn Personen, sie schienen mir entrückt, denn in diesem Moment sah ich das alles wie ein Postkartenmotiv. Menschen vor einer Traumkulisse, ging es mir durch den Kopf, ein Haus, die Fassade in einem verwaschenen Toskanarot, so nennt man diese Farbe wohl in Fachkreisen, im ersten Stock ein kleiner Balkon, er erinnerte mich an Romeo und Julia, Verona war ja nicht fern, ich sah das einmal im Schauspielhaus Frankfurt und spürte wieder den Schmerz - alles, fast alles hatte ja mit mir zu tun, ich assoziierte ständig, immer auf der Suche nach etwas im Außen, an das sich mein Leiden anhaften, ja andocken konnte, so vieles war mittlerweile negativ besetzt, die Eindrücke, die mein Leben in den letzten sieben Jahren in mir hinterlassen hatte, schienen wie Schleimspuren einer Wegschnecke zu sein, langsam, doch unaufhaltsam und beharrlich bahnten sie sich ihren Weg aus meinem Innern hinaus zu den leidverwandten Objekten.

Wie gesagt, das Haus war fast schon ein kleiner Palazzo, vor dem sie da saßen, und wie ich mit einem Blick glaubte zu erfassen, mir überlegen in jeder Beziehung. Sie sahen jeder auf seine Weise so aus, als besuchten sie tagein tagaus irgendwelche Fortbildungsseminare, ihre Blicke schienen vom Gefühl der eigenen Wichtigkeit bedeutungsschwer durchdrungen zu sein. Von der breiten Terrasse führten Stufen hinunter zu einem überdimensionalen Pool, türkis und an seinen Rändern mit einer Mosaikarbeit versehen. Jetzt stand ich schon an diesem Tisch, allmählich taute mein Blick wieder auf, und ich gab jedem die Hand, obwohl ich nur ungeduldig war und endlich wissen wollte, wer denn so sprach. Sie schüttelte mir die Hand, ein wenig zu kräftig, ein wenig zu lang, wie ich innerlich notierte, blickte mich an, und ich sah diese Nase, groß und gebogen, die entblössten Zahnreihen, beides zusammen beherrschte ihr Gesicht, dann die breiten Schultern, die auf einen ebensolchen Rücken schlossen, und ich spürte ein wenig Schadenfreude in mir, weil ich gerade feststellen mußte: ihre Erscheinung hielt nicht, was ihre Stimme versprach. Als ihr Händedruck nachließ, schaute ich auf meine Finger, auf jeden einzelnen, vielleicht war es mir auch einfach nur peinlich, ihr in die Augen zu sehen, womöglich hätte sie dann meine Gedanken erraten, doch da war sie schon wieder beschäftigt mit Konversation. Zu ihrer Linken saß ein junger Mann, Mitte zwanzig, hörte ihr zu, jedenfalls glaubte ich das, weil er ihr zugewandt war. Mein Blick ruhte abwechselnd auf den beiden, als ich plötzlich einen klitzekleinen Nadelstich in mir spürte, die Stelle war immer die gleiche, unterhalb des linken Jochbeins. Und just verdunkelte sich wie auf ein unsichtbares Zeichen die Szenerie, eine Wolke schob sich vor die Sonne, und fast im selben Augenblick - es mag theatralisch anmuten, doch mir fiel eben alles auf, was piepte-flatterte-sang-flog aus besagtem Grunde -stob eine Schar Girlitze, grünlich-gelbe Singvögelchen, aus den beiden Olivenbäumen vor dem Pool, sie gaben dabei sehr hohe Zwitschertöne von sich - es klang wie das Herumtreten auf Glasscherben, um sich dann in wellenförmigen Flugbewegungen zu entfernen, und ich dachte noch: kleine Motorflugzeuge in einer Reihe von Luftlöchern.

Das alles sah ich gewissermaßen ganz nebenbei, ehe ich mich dem jungen Mann zuwandte, der nun seinerseits von seiner Tischnachbarin seinen Blick zu mir wandern ließ, und ich nahm seine Gestalt wahr, jedenfalls das, was über der Gürtellinie von ihm zu sehen war, und alles an ihm war unscheinbar, als ob das Auffällige unter seiner Hautoberfläche zu ruhen schien. Bis auf die Augen, die groß-klar und blaugrüngraunochwas waren - und solche Augen kannte ich verdammt gut, sie gehörten nicht hierher, doch sie richteten sich jetzt auf mich, einfach nur schauend, ohne die leiseste Spur eines Lächelns oder einer sonstigen Regung. ............

Fortsetzung folgt, wenn gewünscht (-:


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Uve Eichler
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1. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 16.12.2004 um 16:58 Uhr

Liebe Annemarie,

zunächst möchte ich dich beglückwünschen, dass Du schon einige Zeilen Deines Buches veröffentlichst.
Die Handlung ist nachvollziehbar, verstrickt sich aber manchmal in Schilderungen, die eigentlich im Vorfeld angesprochen wurden.

----denn in diesem Augenblick kam der Hausherr höchstpersönlich um die Ecke-----

----Also, er kam auf mich zu, streckte mir beide Hände entgegen, sprach laut und deutich, wobei seine obere Zahnreihe sichtbar wurde, ach -----

Wenn dieses Buch ein Roman werden soll, dann solltest Du vielleicht die Schilderungen nicht in Form eines Berichtes machen.
Die Gedankengänge, die Du hier zu Papier bringst, lesen sich teilweise wie Nachrichten aus einer Zeitung.

---Durch den mediterranen Garten verlief ein schmaler Weg zum Haus. ----

Wenn das der erste Satz sein soll, würde ich Dir vorschlagen den Leser nicht sofort zu überfordern.

Eine Möglichkeit, die mir einfällt wäre:
Ich stand noch gedankenverloren auf dem schmalen Weg, der sich wie eine Schlange, zum Haus in diesem mediterranen Garten, her schlängelte.


Aber das sind nur meine Gedanken. Schließlich schreibst Du ja eine eigene Geschichte.

Viele Grüße

Uve


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Jasmin
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2. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 16.12.2004 um 22:42 Uhr

Liebe Annemarie,

ich bin sehr froh, dass Uve einen Anfang gemacht hat, weil ich wirklich nicht wusste, was und wie ich es sagen soll...

Zitat:


Wenn dieses Buch ein Roman werden soll, dann solltest Du vielleicht die Schilderungen nicht in Form eines Berichtes machen.
Die Gedankengänge, die Du hier zu Papier bringst, lesen sich teilweise wie Nachrichten aus einer Zeitung.

Ja, so hat es auch auf mich gewirkt. Wie ein Artikel aus der "Brigitte". Existenzgründerseminar auf Teneriffa. Ich habe mich wirklich durchkämpfen müssen und immer wieder gefragt, warum erzählt sie uns das, worum geht es hier eigentlich? Um eine Frau, die nach Japan auswandern will und dort nach einer geeigneten Existenzmöglichkeit sucht? Ich habe auch nicht verstehen können, warum einige Sachen so langatmig und detailliert beschrieben werden. Warum?

Na ja, immerhin weiß ich jetzt, was Girlitze sind.

Ich hoffe, dass ich jetzt nicht zu unhöflich war. Zumindest war ich jedoch ehrlich.

Viele Grüße

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Annemarie
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3. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 17.12.2004 um 15:25 Uhr

Lieber Uve, liebe Jasminmeer,

vielen Dank für Eure konstruktive Kritik. (-:
Ich werde sie mal im Hinterkopf behalten.
Es ist schon interessant, die ersten drei
Kapitel wurden bereits von der Gattin
des ach so bekannten Schriftstellers,
sie ist selbst Lektorin, gelesen, wir
besprachen alles miteinander, und dies
ist nun schon die überarbeitete Fassung.

Die eher in sachlichen Gedankengänge
gehaltene Beschreibung ist so gewollt,
da werden auch noch andere Passagen
kommen, auf die das nicht zutrifft.

Da es sich um einen Roman oder zu-
mindest eine längere Erzählung handeln
soll (wenn es mal fertig sein wird), habe
ich ja eigentlich alle Zeit der Welt und
kann meiner Detailfreude freien Lauf
lassen, so denke ich. Wenn es jedoch
langatmig daherkommt, dann müsste ich
mir natürlich mal Gedanken machen, wie
man das ändern könnte.

Lieben Gruß

Annemarie


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Jasmin
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4. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 17.12.2004 um 22:45 Uhr

Diese Nachricht wurde von Jasminmeer um 22:46:56 am 17.12.2004 editiert

Liebe Annemarie,

vielen Dank für Deine sehr verständnisvolle Reaktion.

Es ist wirklich interessant zu erfahren, dass Dein Text bereits fachmännisch gegengelesen und entsprechend überarbeitet worden ist. Das erinnert mich einerseits daran, wie unterschiedlich die Rezeption eines Textes ausfallen kann und andererseits, dass es Romane geben soll, die später erst, vielleicht nach etwa fünfzig Seiten, aufblühen. Vielleicht gehört Deiner ja zu dieser Kategorie und ist in seiner „Ouvertüre“ noch nicht so fesselnd…

Anschließend habe ich mir gedacht, dass meine nicht besonders euphorische Reaktion vielleicht auch daran gelegen haben mag, dass Deinem Text offensichtlich die Intention innewohnt zu unterhalten und ich der Erwartung gefolgt bin, etwas „Ernsthaftes“ zu lesen.

Gegen Detailfreude habe ich im Grunde nichts, solange die geschilderten Einzelheiten eine erkennbare Bedeutung im entsprechenden Kontext des Romans vermuten lassen…



Liebe Grüße

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Uve Eichler
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5. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 18.12.2004 um 12:26 Uhr

Liebe Annemarie,

wenn ich es richtig verstanden habe, so hat Deine Lektorin diesen Text schon gesehen und als gut befunden.
Dagegen gibt es auch nichts einzuwenden. Ich möchte Dich aber trotzdem bitten diesen Text für Dich persönlich durchzulesen und dann ein eigenes Urteil abzugeben, den Du natürlich nicht hier veröffentlichen sollst.
Ein kleiner Gedankenanstoß, den ich Dir geben möchte: "Denke bitte immer daran, ein Lektor eines Verlages hat nicht viel Zeit, da er sehr viele Manuskripte lesen muss. Leider ist es so, dass diese Leute in der Regel nur die ersten zehn Seiten (wenn überhaupt) lesen und dann ein Urteil über das Gesamtwerk abgeben."
Was an sich schon ein Witz ist. Wenn ich ein Manuskript mit eintausend Seiten Umfang habe, sind diese Menschen in der Lage nach zehn Seiten zu beurteilen ob es sich um ein gelungenes Schriftstück handelt, oder auch nicht .
Auf jeden Fall soll der Leser von Deinen Worten gefangen werden.

Viele Grüße

Uve


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Annemarie
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6. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 20.12.2004 um 10:42 Uhr

Liebe Jasminmeer,

ich weiss nicht ob dieser Text unterhaltsam oder ernst ist bzw. noch werden wird, idealerweise sollte er beide Komponenten aufweisen. Kennst Du den Schriftsteller
Hans-Ulrich Treichel? Insbesondere das
Buch "Tristanakkord"? Oder auch die Bücher von Tim Parks oder Birgit Vanderbeke?
Das sind drei Autoren, die Ernstes mit einer gewissen Nonchalance erzählen können, sie sind mir ein wenig zum Vorbild geworden, wenn man das überhaupt so sagen kann.

Mal sehen, wenn ich heute Zeit habe, werde ich noch den Rest des 1. Kap. reinstellen.

Lieben Gruß

Annemarie



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Annemarie
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7. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 20.12.2004 um 10:48 Uhr

Liebe Uve,

vielen Dank für Deine Antwort und Deine Tips. Diese Lektorin nimmt sich wirklich viel Zeit für meine Texte, sie arbeitet auch nicht den ganzen Tag in einem Verlag, sondern ist in erster Linie Mutter und Hausfrau und Ehefrau des bekannten Autors. Sie ist zwar Lektorin für den Bettina-von-Arnim-Preis, hat jedoch noch genügend Zeit, immer wieder mal ein Kapitel von mir zu lesen. Wenn sie mir das Manuskript zurückgibt, so erkenne ich an ihren akribischen Anmerkungen in meinem Text, daß sie alles wirklich konzentriert liest. Dieses erste Kapitel ist wohl schon die neunte Fassung. Dem Ganzen vorgestellt ist übrigens ein Epilog, den ich hier weggelassen habe, und der in der Gegenwartsform geschrieben ist und auf einer einsamen Alm in den steirischen Bergen spielt.

Trotzdem, vielen Dank, lieber Uve, ich werde mal heute noch einen zweiten Teil reinstellen.

Liebe Grüße

Annemarie

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Jasmin
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8. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 20.12.2004 um 11:43 Uhr

Liebe Annemarie,

Ulrich Treichel und Tim Parks kenne ich nicht, aber von Birgit Vanderbeke habe ich schon Texte gelesen. Ich mag ihren Stil.
Mag sein, dass ich etwas anderes erwartet habe, weil Du Dich so positiv zu Elfriede Jelinek und Peter Handke geäußert hast. Unbewusst habe ich mir offensichtlich etwas Entsprechendes erhofft. Gegen eine gewisse Leichtigkeit habe ich ganz und gar nichts. Im Gegenteil. Vielleicht ist Deine Textprobe auch zu kurz ausgefallen oder ich war nicht in der passenden Stimmung, als ich Deinen Text las. Vielleicht ist mir auch die Thematik fremd, weil ich nie an einem Wirtschaftsförderungs-Seminar teilnehmen würde. Vielleicht ist es das…

Liebe Grüße


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Annemarie
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9. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 20.12.2004 um 16:42 Uhr

Liebe Jasminmeer,

das Wirtschaftsförderungs-Seminar soll der Handlung einen Rahmen geben, dort gehe ich hin, dort erlebe ich etwas, was dann sozusagen "aus dem Rahmen" fallen wird. Ich werde nur sehr wenig dieses Thema anschneiden, und wenn, dann weiss ich eben, über was ich schreibe. Im Schreibseminar lerne ich, nur über das zu schreiben, was man kennt, worin man sich auskennt. Ich könnte z.B. nicht über den Alltag einer Lehrerin oder Ärztin o.ä. schreiben.

Ja, eine gewisse Langsamkeit im Sprachfluß und auch Detailfreudigkeit hat man mir schon nachgesagt. Ich werde dabei bleiben, weil es mir, meinem Naturel entspricht - und außerdem handelt das Buch zwar einerseits von der Liebe, aber andererseits auch von der Sehnsucht nach einem anderen Umganges mit der Zeit, die der Protagonistin durch die Hände fließt. Sie ändert das, indem sie sich für die Einsamkeit entschließt. In der Gegenwartsebene befindet sie sich für mehrere Monate auf einer einsamen Alm in der Steiermark. Sie ist im Grunde eine etwas altmodische Person, der man das Altmodischsein jedoch nicht unbedingt anmerkt. Hier entsteht eine gewisse Irritation...

Liebe Grüße

Annemarie


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