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Die Schönheit
Autor: Christian Heinke · Rubrik:
Kurzgeschichten

Wir saßen im Café. Carolin hatte höflich gewartet bis ich meinen Latte Macchiato getrunken, meine Zigarette geraucht und meine Finger ihr Zittern eingestellt hatten. Ich hatte noch ein Croissant bestellt. Ich ließ es stehen. Ich glaubte nicht, es essen zu können. Carolin sah mich ruhig an. Wegen dieser Ruhe liebte ich so. Ja, ich glaube vor allem wegen dieser Ruhe ist sie meine beste Freundin.
»Ich fahre keine Nachttouren mehr.« sagte ich schließlich. »Das ist für immer vorbei. Endgültig.« Ich sah zu Carolin. Sie nickte nur mit dem Kopf und ermunterte mich zum Weiterzusprechen.
»Gut, ich weiß. Die Zeiten sind schlecht und ich muss natürlich auch von irgendwas leben. Aber Du weißt ja, meine neue Wohnung ist nicht teuer. Und Mäxchen und ich brauchen nicht viel.«
»Und Achim?« fragte Carolin. Sie hatte nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie Achim nicht mochte. Trotzdem hatte sie immer zu mir gehalten. »Im Moment kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, je mit einem Mann zusammen gelebt zu haben!« sagte ich. »Es gibt keinen Streit mehr wegen dem Müll, den Klodeckel, den gelben Spritzern auf den Kacheln, oder warum
ich mir nicht meine große Nase oder den Busen machen lassen will, oder nicht.« Mit dem Löffel kratzte ich ein wenig Schaum aus dem Glas.
»Außerdem... Mittlerweile mag ich meine Nase. Und meinen Busen auch.« Carolin lächelte.
»Endlich klingst Du wieder wie Du selbst, Gesa.« Nun, Carolin hatte gut reden. Sie wurde zwar auch nicht jünger, aber die Männer drehten sich immer noch nach ihr um. Nach mir hatte sich kaum je einer umgedreht. Vielleicht hatte ich mich deswegen so sehr in Achim verliebt. Er hatte sich umgedreht. Aber das war ja nun vorbei.
»Mäxchen ist wohl auch ganz froh, dass ich Achim mitsamt seinem schlechten Benehmen und seiner Katzenallergie endlich los bin.«
»Ich glaube, nicht nur Mäxchen.« sagte Carolin musste Grinsen. Doch sie wurde sofort wieder ernst: »Aber Du warst bei den Nachttouren.«
»Die Nachttouren, richtig.« Ich komme immer ins plappern, wenn ich nervös bin. Und diese Geschichte... nun, die macht mich nervös.
»Also«, begann ich. »Folgendes ist mir passiert...«
Wirklich, keine schöne Geschichte die ich Carolin da erzählte. Nein. Eher unheimlich.
Aber wie bei jeder Geschichte so hatte auch diese etwas Gutes. Wenn diese Nachttouren nicht gewesen wären, hätte ich nie die Schönheit gefahren. Und ich glaube nicht, dass ich mich dann je von Achim getrennt hätte.
Nee, nie im Leben. Das habe ich der Schönheit zu verdanken.
Und der Witz ist, dass ich bis zum heutigen Tag nicht Ihren Namen kenne. Ich denke oft an sie. Besonders, wenn sie diesen einen Song spielen...

And it’s your face I’m looking for on every street...
Ich machte gerade das Radio lauter, weil ich diesen Song von den Dire Straits so mag, als sie einstieg. Sie setzte sich wortlos hinten rein. Sie hatte nichts bei sich. Keinen Koffer, keine Tasche, nicht mal eine Handtasche. Das fiel mir gleich auf.
Sie trug einen langen, dunklen Mantel und obwohl es bereits stockfinstere Nacht war, eine große Sonnenbrille mit dunklen Gläsern. Ihr Haar war blond und ihr Teint makellos.
Eine Schönheit. In letzter Zeit hatte ich öfters Schönheiten chauffiert. Immer zur selben Adresse in Wilschenbruch, unserem Villenviertel. Bevor sie jetzt was sagen: Natürlich ist das nichts gegen Blankenese. Aber für Lüneburg ist Wilschenbruch eine feine Gegend. Große Villen, ein wenig abseits. Gleich beim LSK Sportplatz gelegen. Die Schönheit holte eine Schachtel Zigaretten und ein Feuerzeug hervor. Sie hatte die Zigarette schon Mund. Ich räusperte mich.
»Tut mir leid, aber in diesem Taxi wird nicht geraucht.« sagte ich. Im Rückspiegel konnte ich sehen, wie sich hinter der großen Brille zwei perfekt getrimmte Augenbrauen überrascht hoben.
Einige Sekunden starrten wir uns an. Dann zuckte die Schönheit die Achseln und steckte die Zigaretten weg.
»Elsterweg 17, bitte.« sagte sie. Elsterweg. Ich hatte Recht. Wilschenbruch. Jede Straße hat da einen Vogel. Und die Adresse stimmte auch.
»Gern...« antwortete ich. »...Schönheit.« fügte ich flüsternd hinzu und fuhr los.

Wir fuhren durch die dunkle und leere Stadt und schwiegen. Ich hatte das Mädchen zu hart zurechtgewiesen und bereute es auch ein bisschen. Aber ich hatte einen Streit mit Achim gehabt. Er hatte es satt, dass er mich ständig vor dem Spiegel fand. Ich stand davor und versuchte mir vorzustellen, wie ich wohl mit einer neuen Nase aussehen würde. Oder wenn meine Brüste nicht mehr so hängen würden. Ich hatte die Hoffnung, dass mein Leben wieder in Ordnung kommen würde- das Achim sich wieder nach mir umdrehte. Doch dann hatte ich zufällig auf seinem Handy ein paar neue Einträge gefunden - und eine Sandy in unserem Bekanntenkreis war mir bis dahin neu. Hat natürlich alles abgestritten, der Sauhund.
»Darf ich Ihnen eine Frage stellen?« fragte das Mädchen so plötzlich, dass ich unweigerlich zusammenzuckte.
»Äh...klar.«
»Warum haben sie mich eben Schönheit genannt?« fragte sie.
Ich lächelte ein wenig verlegen. Ich hatte nicht geglaubt, dass sie das mitbekommen hatte.
»Nun, weil ich Sie zum Elsterweg 17 fahren soll.«
»Fahren Sie da denn da öfter hin?« fragte das Mädchen.
»Ab und zu.« antwortete ich. »Und immer nur Schönheiten.«
»Sie finden mich schön?« fragte das Mädchen.
»Ja, aber natürlich! Für so ein Gesicht und so einen Körper könnte ich töten.« Das Mädchen sah in die Nacht. Ihre Stimme wurde traurig.
»Im Moment würde ich gern mit ihnen tauschen.«
»Ach, hören sie auf.« entgegnete ich. Niemand würde mein Leben führen wollen.
»Nein, ehrlich. Glauben Sie mir.« Sie machte eine Pause und schluckte.
»Für alles muss man einen Preis bezahlen, wissen Sie.«

Für alles muss man einen Preis bezahlen. Das hatte sie gesagt. Ich musste noch lange danach an die Worte der Schönheit denken... Ich habe sie also bei der Adresse in Wilschenbruch abgesetzt. Sie gab mir ein
dickes Trinkgeld und ich schämte mich noch ein bisschen mehr dafür, dass ich sie am Anfang so angeblafft hatte.
Sie ging zum schmiedeeisernen Tor der Villa mit der Hausnummer 17. Die Privat-Klinik von Dr. Weber, Doktor der plastischen Chirurgie. In der Stadt kursierten die wildesten Gerüchte über diesen Dr. Weber und seine geheimnisvolle Klinik. Niemand hatte ihn je in der Stadt gesehen. Niemand wusste, was in dieser Klinik vor sich ging. Doch in regelmäßigen
Abständen suchten hübsche (und vor allem weniger hübsche) Frauen die Klinik auf - und verließen sie nach einer Weile in perfekter Schönheit. Wenig später sah man diese Frauen dann im Fernsehen singen, oder eine Show moderieren, oder sie spielten eine Hauptrolle in einem neuen Kinofilm. Dr. Weber schien die Gabe zu besitzen, aus ganz normalen Frauen Göttinnen zu
machen. Die Schönheit am Tor klingelte. So in der Nacht war die Klinik nur ein schwarzer, seelenloser Block. Wenig einladend. Doch dann ging in einem der oberen Stockwerke das Licht an. Es war also jemand Zuhause. Die Schönheit drehte sich zu mir um und winkte mir zum Abschied. Ich überlegte, ob ich noch bleiben sollte. Vielleicht würde ich ja einen Blick auf diesen ominösen Dr. Weber erhaschen können. Doch die Schönheit trat nur durch das Tor und wurde dann von der Dunkelheit verschluckt. Kein Dr. Weber. Achselzuckend fuhr ich los.

Auf Achims Handy tummelten sich mittlerweile SMSe von drei
verschiedenen Damen. Er bestritt noch immer, etwas einer diesen Frauen zu haben. Und ich dummes Huhn glaubte ihm zu diesem Zeitpunkt natürlich. Mein Leben kam mir immer mehr wie eines dieser Schicksale in diesen Fernsehtalkshows vor: Miserabel bis Beschissen. So fuhr ich wieder viele Nachttouren und freute mich regelrecht als ich von der Zentrale einen Ruf bekam: Elsterweg 17. Eine Tour zum Bahnhof. Und tatsächlich: Es war die Schönheit. Sie stand artig vor dem Tor der Villa. Sie trug ein graues Kostüm und sah... einfach atemberaubend aus. Einfach umwerfend schön. Ich meine, sie war schon vorher hübsch gewesen. Aber nun war sie...
Eine Göttin.
Sie lächelte, als sie mich sah. Doch es war ein wenig gequält, so als hätte sie Schmerzen. Sie stieg wieder hinten ein und trug die Sonnenbrille nicht mehr. Ihre Augen waren grün und wirkten im Gegensatz zu ihrer restlichen Erscheinung nur müde.
»Schön, Sie wieder zu sehen.« sagte sie.
»Finde ich auch. Geht es Ihnen gut?« fragte ich. Wieder dieses bemühte Lächeln:
»Es ging mir nie besser.« antwortete sie brav.
»Mein Gott, Sie sehen wirklich klasse aus.«
»Ich danke Ihnen.«
»Hat es weh getan?« fragte ich.
»Was?« fragte sie überrascht.
»Na, die Operationen. Sie wissen schon.«
»Ich darf eigentlich nicht darüber sprechen... Aber ja, es hat wehgetan.«
»Wieso dürfen Sie nicht darüber sprechen? Mussten Sie eine
Schweigeklausel unterschreiben, oder so was?«
»Nein. Es mehr ein Gelübde, als ein Vertrag.«
Ich erinnere mich genau. Sie hat Gelübde gesagt. Ich fand, dass das eine seltsame Formulierung im Zusammenhang mit einer Schönheits-Operation war. Viel mehr redeten wir dann nicht. Ich fuhr sie zum Bahnhof und sie gab mir wieder ein Riesentrinkgeld. Ich wollte es nicht annehmen. Sie bestand darauf und drückte mir die Scheine in die Hand. Dabei fiel mir ihre geschwollene Hand auf.
»Mein Gott, was ist denn das?« fragte ich entsetzt. Sie betrachtete ihre eigene Hand als sehe sie sie zum ersten Mal.
»Ach, das ist nichts.«
»Sieht böse aus«, sagte ich.
»Der Preis der Schönheit«, lachte sie. Es klang gespielt. Dann stieg sie aus und erklomm mit schnellen Schritten die Treppen zur Bahnhofshalle. Diesmal winkte sie nicht noch einmal.

Zum dritten und letzten Mal sah ich die Schönheit etwa drei Wochen später. Wieder war es Nacht. Es regnete. Richtiges Sauwetter. Ich las gerade Zeitung.
Die hintere Tür wurde aufgerissen und jemand stieg ein. Ich wollte gerade was sagen, als ich erkannte, dass es die Schönheit war. Die Sache war nur, dass die Schönheit nicht mehr schön war. Ihr Gesicht wirkte eingefallen und müde. Ich konnte tiefe Falten um Mund und Hals
sehen. Sie trug wieder ihre Sonnebrille. Ihr Haar war strohig und vom Regen verklebt.
»Schnell.« rief sie. »Fahren Sie!« Keine Begrüßung. Keine Angabe des Fahrtzieles. Dann lag es wohl auf der Hand. Ich nickte und fuhr los. Sie hatte eine halbvolle Plastifklasche mit Wasser bei sich. Sie leerte sie mit gierigen Schlucken. Dann warf sie die Flasch achtlos auf den Sitz neben sich.
»Alles in Ordnung?« fragte ich. Sie bedachte mich mit einem wütenden
Blick.
»Sehe ich so aus, als ob alles in Ordnung mit mir wäre?« fragte sie.
»Ehrlich gesagt, nein.« antwortete ich.
»Na, da haben Sie es.«
»Was ist los?« fragte ich. Sie schwieg und blickte in die Nacht.
»Könnten Sie drei Wochen lang nichts essen?« fragte sie schließlich.
»Bitte?« Die Frage hatte mich überrascht.
»Könnten Sie? Drei Wochen lang nur Wasser? Und als Festmahl in
Orangensaft getunkte Wattebäuschen?«
»Mein Gott.«
»Also bin ich nicht anormal, wenn ich Hunger habe, oder?«
»Natürlich nicht.«
»Ich muss doch etwas Essen! Ich bin doch ein Mensch!« Jetzt schrie sie fast.
»Aber wer verbietet Ihnen denn etwas zu essen?« fragte ich.
Plötzlich wurde sie wieder ruhig.
»Ich... ich hätte nicht darüber sprechen dürfen. Ich habe schon zuviel gesagt.« Den Rest der Fahrt schwieg sie.

Wir bogen gerade in den Fasanweg ein, als die Schönheit plötzlich zu schreien anfing. Sie hielt sich ihre Hand.
»Was ist los?« rief ich.
»Oh Gott. Warum habe ich denn bloß was gegessen. Bitte... Schnell! Oh Gott, ich glaube sie schlüpft!«
»Wovon reden Sie? Was...« Ich sah in den Rückspiegel. Es war... unglaublich.
Die Hand der Schönheit war geschwollen und rot angelaufen. Dampfender Eiter quoll aus einem Riss auf ihrem Handrücken. Er stank bestialisch. Der Riss weitete sich und etwas Glänzendes, Schwarzes kam zum Vorschein.
Es war ein Bein.
Ein Spinnenbein.
Es war haarig und verklebt von dem Eiter. Es bewegte sich und versuchte
sich aus der Hand des Mädchens herauszuwinden. 
Ich hörte einen Schrei und glaubte einen Moment die Schönheit schreien zu
hören - doch es war die Spinne die schrie.
Plötzlich sah ich vor mir das Tor der Klinik vor mir aufragen. Ich hatte vollkommen vergessen auf die Strasse zu achten. Ich trat auf die Bremse. Mit einem Poltern rammte der Wagen den Bordstein und kam nach einer unendlichen Schrecksekunde zum stehen. Ich drehte mich zu dem Mädchen um. Sie hatte ihre deformierte Hand unter die Achsel geklemmt und fingerte mit der anderen am Türgriff herum.
»Ich rufe einen Arzt.« sagte ich und griff nach dem Sprechfunk.
»Nein, dafür ist es zu spät.« Sie hielt mir einen großen Schein entgegen. Ich nahm ihn nicht.
»Ich kann sie doch nicht so allein lassen.«
»Bitte. Fahren Sie!« Ängstlich sah sie zum Tor. Es war offen.
»Um Himmels willen, was ist das für eine Klinik?« fragte ich.
»Dr. Weber macht einen schön. Wirklich schön. Doch man muss bereit sein, den Preis dafür zu zahlen.« antwortete sie.
Sie stieg aus in den Regen. Sie lief zum offenen Tor.
»Ich bin hier, Weber!« rief die Schönheit. »Noch ist Zeit. Ich bringe Sie zu Dir zurück!«
Sie hielt ihre aufgeplatzte Hand mit der halbgeschlüpften, schreienden Spinne in die Höhe wie ein Falkner, der auf seinen gefiederten Freund wartet.
Plötzlich hielt sie inne und trat einen Schritt zurück.
»Bitte. Ich weiß, ich war nicht artig. Aber ich hatte Hunger.« Sie weinte.
»Ich hatte doch nur Hunger!« Ihre Stimme wurde schrill.
Etwas schoss aus dem Dunkel des offenen Tores auf sie zu. Es war weiß und schnell. Es war der Faden einer Spinne.
Ein gewaltiger Faden. Dick wie ein Bungee-Seil. Er wand sich um die Taille
des Mädchens, spannte sich... und zog sie dann mit einem Ruck ins Dunkel.
»Neeeeiiii...!« schrie die Schönheit. Dann brach ihr Schrei ab und es war still. Bis auf den Regen, der auf das Dach des Taxis trommelte. All das war blitzschnell, innerhalb von Sekunden geschehen. Erstarrt blickte ich zu dem Tor, vor dem eben noch die Schönheit gestanden hatte. Als ich noch überlegte, ob das alles wirklich geschehen war, sah ich plötzlich ein schwarzes, riesiglanges, behaartes Bein aus dem Toreingang ragen. Tastend umfasste es das eiserne Tor...
...und zog es mit einem Quietschen zu.

»Das war es dann.« sagte ich. »Das ist die Geschichte. Ich fuhr zurück. Und am nächsten Morgen habe ich in der Zentrale bescheid gegeben, dass ich keine Nachttouren mehr fahre. Und was Achim angeht - Nun, ich habe ihn zum Teufel gejagt. Wenn er mich nicht so lieben kann, wie ich bin, dann soll er zum Teufel gehen!« Ich lachte. Carolin lachte nicht. Ich sah zu ihr - und erschrak. Ihr Gesicht war kalkweiß.
»Mein Gott.« flüsterte sie leise.
»Du glaubst mir die Geschichte nicht, oder?« fragte ich. Es war mir wichtig,
dass sie mir glauben schenkte. Sie war meine beste Freundin. Aber, verdammt. Ich glaubte es ja selbst kaum. Sie stand unvermittelt auf und stieß dabei das fast leere Glas mit Wasser um, das sie sich während meiner Erzählung bestellt hatte.
Erst jetzt fiel mir auf, dass Carolin sich nur Wasser bestellt hatte. Das tat sie sonst nie.
»Carolin?«, fragte ich vorsichtig, »Was ist?«
»Ich wusste nicht... Ich hatte keine Ahnung, dass...« stammelte sie. Sie starrte auf den Tisch. Ich folgte ihren Blick. Von der Ecke meines Croissants fehlte ein Stück. Sie musste sich während meiner Erzählung ein Stück davon abgebrochen haben. Warum auch nicht. Wir sind beste Freundinnen. Doch
warum hielt sie sich ihre Hand? Dann sah ich es.Sie war geschwollen. Unter der Haut des Handrückens bewegte sich etwas. Und man konnte ein Geräusch hören. Es war hoch und schrill.
Es klang wie ein Schrei.


Einstell-Datum: 2005-04-19

Hinweis: Dieser Artikel spiegelt die Meinung seines Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von versalia.de übereinstimmen.

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