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Gaar Gillian G - Hendrix. Die illustrierte Biografie
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Gillian G, Gaar:
Hendrix. Die
illustrierte Biografie

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(Bücher frei Haus)

„Purple Haze“, einer von Jimis bekanntesten Hits dürfte das Cover dieser illustrierten Musikerbiografie inspiriert haben, denn es ist ganz in Flower Power Manier gestaltet und in buntem Samt haptisch gestaltet. „Purple Haze, all in my brain/Lately things they don’t seem the same/Actin’ funny, but I don’t know why/ Excuse me while I kiss the sky/(...).“ Purple Haze liegt auf Platz 17 der 500 besten Songs der Rockgeschichte.

Vom Entlein zum Schwan

Nachdem Hendrix aus der Armee – in die er nur eingetreten war um einer Gefängnisstrafe zu entkommen - entlassen wurde, spielte er mit musikalischen Größen wie Little Richard, den Isley Brothers, oder auch Ike und Tina Turner meist im Hintergrund und anonym. Erste eine Freundin von Keith Richards (Rolling Stones), Linda Keith, entdeckte sein Ausnahmetalent und ein Jahr später galt er als er einer der aufstrebendsten Talente im Rock mit einem Album in den Top 10. Geboren in einfachen Verhältnissen, mit afroamerikanischen, indianischen und europäischen Vorfahren im Blut, eroberte er in nur vier Jahren die Spitze des Gitarrenhimmels um dann mit läppischen 27 Jahren wieder von der Bühne abzutreten. Club 27 und so.

Vom Entlein zum Schwan

Die vorliegende illustrierte Biografie zeigt Jimi von seinen ersten Erfolgen bis hin zu seinem Durchbruch beim Monterey Pop Festival, wo er erstmals seine Gitarre anzündete. Eine seiner ersten Tourneen in England mit seiner eigenen Band, „Jimi Hendrix Experience“, bestritt er übrigens mit den Walker Brothers und Cat Stevens, man nannte das damals musikalische Vielfalt, was heute von vielen als unpassend beschrieben werden würde. Einer seiner frühen Auftritte lässt der Autor die feministische Schriftstellerin Germaine Greer mit folgenden Worten kommentieren: „Sie erwarteten, dass er die Gitarre ableckte und seinen Penis daran rieb, spielen hören wollten sie ihn nicht... So wie er ihnen böse Blicke zuwarf, wusste er, dass sie nicht begriffen, was er versuchte, und nie begreifen würden.“

Von Monterey zum Greenwood Memorial Park

Auch Monterey war schon vom Starrummel um Jimi Hendrix geprägt. Als The Who nicht nach ihm auftreten wollten und The Experience sich ebenfalls weigerten, wurde eine Münze geworfen. Die Ansage machte dann Brian Jones (von den Stones) und man kann auf Videodokumenten selbst entscheiden, wer schließlich wen hinwegfegte. In eigenen Rubriken werden in vorliegender illustrierter Biographie aber auch die einzelnen Veröffentlichungen des Gitarreros rezensiert. Eine minutiös genaue Schilderung seines ruhmlosen Abgangs rundet den Band ab. Das letzte Kapitel widmet sich den komplizierten Nachlassstreitigkeiten und dutzenden posthumen Veröffentlichungen. Wie lebendig Jimi Hendrix ist, zeigt auch seine Geburtsstadt Seattle, die ab 2023 eine Station der neuen Light-Rail-Bahnstrecke ganz allein ihm widmet. Von der Haltestelle „Judkins Park“ gelangt man zu Fuß zum Jimi Hendrix Park gleich neben dem Northwest African American Museum. Sein Grab findet sich unweit von Seattle im Greenwood Memorial Park in Renton.

Im Anhang der vorliegenden Publikation finden sich außerdem eine Liste seiner Live-Auftritte (unvollständig, da zu umfangreich), eine ausgesuchte Diskografie (unvollständig, da zu umfangreich) und eine Bibliographie sowie ein Glossar. “The story of love“ , schrieb Jimi in seinem letzten Gedichtfragment „The Story of Life“, „is hello and goodbye/ Until we meet again.“

Gaar, Gillian G./Schiffmann, Andreas (Übersetzer)
Hendrix. Die illustrierte Biografie
1. Auflage November 2019, 224 Seiten, Hardcover mit Samtbeflockung und Neon-Sonderfarben, 27,6 x 23,5
ISBN 978-3-85445-677-3
Hannibal Verlag
29,00 EUR

[*] Diese Rezension schrieb: Jürgen Weber (2020-02-14)

Hinweis: Diese Rezension spiegelt die Meinung ihres Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung von versalia.de übereinstimmen.



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