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Rezensionen


 
Bernard Swysen - Charlie Chaplin: Ein Leben für den Film
Buchinformation

Sein Film „Der große Diktator“ erschien vor 80 Jahren. Die Biografie des großen Regisseurs erscheint zeitgleich als Graphic Novel beim Panini Verlag. Claude Lelouch schrieb dazu das Vorwort.


Chaplin, der Vagabund

Einen schönen blauen Samtanzug soll er als Kind getragen haben und auf der Kensington Road spazieren gegangen sein. Sein Vater war Alkoholiker und seine Mutter landete in der Irrenanstalt. Als Familie hatte er nur seinen Halbbruder Sydney, der ihn auch nach Amerika begleitete, denn erst wurde Charlie zu dem als den wir ihn kennen und lieben. Mit Der Vagabund und das Kind (1921), Goldrausch (1925), Lichter der Großstadt (1931), Moderne Zeiten (1936) und Der große Diktator (1940) wurde er weltberühmt und schuf zeitlose Klassiker. Die wenigsten wissen aber, dass das Land, das ihn groß gemacht hatte, ihn wegen „unamerikanischer Aktivitäten“ nicht mehr einreisen ließ und sein Vermögen dort blieb. Chaplin, der mehrfache Millionär, wurde als Kommunist verunglimpft. Gerade „Der große Diktator“ wurde von der amerikanischen Propaganda gar nicht geschätzt, da Hitler ja immerhin gegen den Kommunismus kämpfte. „Mit einem Anti-Nazi-Film macht man sich mächtige Feinde, selbst in Amerika“, meint Charlie Chaplin an einer Stelle.

Kapitalist als Kommunist

Der vorliegende Comic oder Graphic Novel hält sich streng an die Biographie des großen Regisseurs und zeigt sowohl seine (oft minderjährigen) Frauen als auch seine Aufenthaltsorte. Chaplin war tatsächlich einmal sehr arm und wirkte in seinen Rollen wohl auch deswegen so überzeugend. Claude Debussy bezeichnete ihn als wahren Künstler, sowohl als Tänzer als auch als Musiker. Aber sein Privatleben kostete ihn einen hohen Tribut. 52 Seiten umfasste etwa die Anklageschrift seiner Ex-Frau Lita. Doch schließlich fand auch er sein spätes Glück mit Oona, die ihm zwei weitere Söhne schenkte und bis zu seinem Tod bei ihm blieb. Die Ehrenlegion in Frankreich, der Goldene Löwe für sein Lebenswerkt in Venedig und auch ein Oscar sowie die Queen, die ihn zum Ritter schlug rundeten sein aufregendes Leben ab. Er starb am Weihnachtstag 1977 im Kreise seiner Liebsten. Im Anhang der vorliegenden Graphic Novel findet sich noch ein Porträt, viele Fotos und eine Filmografie des heimatlosen Regietalents.

Bernard Swysen
Charlie Chaplin: Ein Leben für den Film
Zeichner: Bruno Bazile
2020, Hardcover, 88 Seiten
ISBN: 9783741619519
20,00 €
Panini Verlag

[*] Diese Rezension schrieb: Jürgen Weber (2020-08-18)

Hinweis: Diese Rezension spiegelt die Meinung ihres Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung von versalia.de übereinstimmen.



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