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Literaturforum: Poetische Liedertexte


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Forum > Aesthetik > Poetische Liedertexte
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 Autor
 Thema: Poetische Liedertexte
LeilahLilienruh
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44 Forenbeiträge
seit dem 16.01.2006

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Eröffnungsbeitrag Abgeschickt am: 16.08.2006 um 16:33 Uhr

Bei der Arbeit an Songtexten für ein Hörbuch ist mir vorhin mal wieder durch den Kopf gegangen, wie wunderschöne, poetische Lieder es doch gibt. Ich habe meine absoluten Lieblingszeilen aufgeschrieben und festgestellt, dass ich wohl eine ziemliche Schwäche für „Mondlieder“ habe. Welche Liedertexte gehen Euch so richtig zu Herzen?

All through the night (Trad., Wales)
Though our hearts be wrapt in sorrow, from the hope of down we borrow promise of a glad tomorrow - all through the night...

How deep is the night…(Chopin)
…no moon tonight, on broken wings my heard has taken flight and drift away…

Ne me quitte pas (Jacques Brel)
Moi je t´offrirai des perles de pluie venues de pays où il ne pleut pas
Je creuserai la terre jusqu´après ma mort pour couvrir ton corps d´or et de lumière
Je ferai un domaine où l´amour sera roi où l´amour sera loi, où tu seras reine…
On a vus souvent rejaillir le feu de l´ancien volcan qu´on croyait trop vieux
Il est, paraît-il, des terres brulées donnant plus de blé qu´un meilleur avril
Et quand vient le soir pour qu´un ciel flamboie le rouge et le noir ne s´épousent ils pas…

Moon River, wider than a mile, I´m crossing you in style some day.
Oh, dream maker, you heart breaker, wherever you´re going I´m going your way.
Two drifters off to see the world. There´s such a lot of world to see.
We´re after the same rainbow´s end, waiting ´round the bend,
my huckleberry friend, Moon River and me. (Moon River, Johnny Mercer)

Der Mond ist aufgegangen (Matthias Claudius)
Wie ist die Welt so stille und in der Dämmerung Hülle so traulich und so hold
gleich einer stillen Kammer wo ihr des Tages Jammer verschlafen und vergessen sollt.
Seht ihr den Mond dort stehen er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön.
So sind wohl manche Sachen die wir getrost verlachen, weil unsere Augen sie nicht seh´ n


Gezeitenlos
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bodhi
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1. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 17.08.2006 um 22:31 Uhr

Diese Nachricht wurde von bodhi um 22:44:06 am 17.08.2006 editiert

Zitat:

Ne me quitte pas (Jacques Brel)
Moi je t´offrirai des perles de pluie venues de pays où il ne pleut pas
Je creuserai la terre jusqu´après ma mort pour couvrir ton corps d´or et de lumière
Je ferai un domaine où l´amour sera roi où l´amour sera loi, où tu seras reine…
On a vus souvent rejaillir le feu de l´ancien volcan qu´on croyait trop vieux
Il est, paraît-il, des terres brulées donnant plus de blé qu´un meilleur avril
Et quand vient le soir pour qu´un ciel flamboie le rouge et le noir ne s´épousent ils pas…

Klaus Hoffmann singt dazu (in der Übersetzung von H. Riedel):

...

Schau ich hab für dich viel Perlen aus Regen
aus einem Land, wo Sonne nur brennt.
Ich durchkreuz´ die Welt bis zu meinem Tod,
um zu schmücken mit Licht und Gold dein Angesicht.
Ich erschaff´ ein Reich, wo nur Liebe ist,
wo du Herrin bist, einer Königin gleich.
Geh nicht fort von mir.

...

Geh nicht fort von mir, ich erfinde schnell
Worte neu und hell, und ich sag´ sie dir,
ich erzähle dir von Verliebten hier,
die zweimal erlebt, dass ihr Herz gebebt,
ich erzähle dir von dem Prinzen, der starb
vor Kummer schwer, als er um dich warb.
Geh nicht fort von mir.

...

Man hat oft erlebt, dass wieder erwacht
ein Vulkan über Nacht. Er erschien aufs neu´,
und die Erde glüht, und die Erde blüht,
wie der schönste Mai, selbst die Nacht bleibt Licht
weil der Himmel loht, denn das Schwarz und Rot,
die vereinen sich nie.
Geh nicht fort von mir.

...

(LP-Text, Klaus Hoffmann - Was bleibt? 1976, RCA Corporation, Hamburg)

Nettes Textchen, sei´s Brel, sei´s deutsch.

Oh, Mond, Du alte Quetschkommode...

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LeilahLilienruh
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44 Forenbeiträge
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2. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 18.08.2006 um 02:19 Uhr

Diese Nachricht wurde von LeilahLilienruh um 02:22:14 am 18.08.2006 editiert

Brel zu singen, ist ja immer ein Wagnis, aber Klaus Hoffmann macht das m. E. sehr beeindruckend. Mir gefällt sein komplettes Brel-Programm.
Was ich an den Übersetzungen für seine Interpretationen besonders schätze, ist, dass es gelingt, relativ eng am (wie es immer heißt "kaum übersetzbaren") französ. Original zu bleiben, ohne Metrik und Poesie empfindlich zu stören.
Ich las neulich, dass "Ne me quitte pas" als "eines der schönsten jemals geschriebenen Liebeslieder" gilt. Keine Ahnung, wie dies empirisch zu belegen ist, würde mich aber durchaus anschließen. (Obwohl es sich nicht um ein "Mondlied" handelt.)
Bei mir läuft gerade Tom Waits. Auch viele wunderschöne Texte, zum Beispiel "Rubys Arms", "Martha" oder "Innocent when you dream".
Ich finde, lesen ist gut, selbst schreiben ist noch besser, aber "gesungene Literatur" kann die Sinne im Idealfall am meisten ansprechen.


Gezeitenlos
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bodhi
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Das ist bodhi

     
3. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 22.11.2006 um 23:17 Uhr

Für Jacques Brel- bzw. Klaus Hoffmann-Interessierte:
http://www.welt.de/data/2006/11/23/1120521.html

Interessant:
Zitat:

Artikel erschienen am 23.11.2006
, höhö...

Nous nous sommes our time voraus.

Bonne Nuit.

(und värgässön wir nischt die klammär in die nasö wenn wir singen franssösisch... oh himmel, was ne kritik)

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Arjuna
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Das ist Arjuna

     
4. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 13.03.2007 um 09:16 Uhr

Ein bonmot zu Brel:

Nachdem er sein letztes Konzert gegeben hatte, wurde er von allen gefragt, warum er nicht mehr singen wollte..
Er antwortete:
" 30 Jahre lang habe ich vor jedem Auftritt kotzen müssen -
und nun will ich dies nicht mehr ."


- Ich bin nicht immer meiner Meinung - Paul Valéry
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Arjuna
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Das ist Arjuna

     
5. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 13.03.2007 um 09:37 Uhr

Noch ein Nachtrag:

Wer Brels Körperarbeit auf der Bühne gesehen hat, wird diesen Eindruck nie vergessen, aber auch bei Studioaufnahmen gab er alles.
Von den Electrola Musikern - Brels label -
erzählt man, dass sie überhaupt nur zweimal einem Interpreten im Studio applaudiert haben:
Es waren dies : Brel und Mahilia Jackson.


- Ich bin nicht immer meiner Meinung - Paul Valéry
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Gast873
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1457 Forenbeiträge
seit dem 22.06.2006

Das ist Gast873

     
6. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 23.03.2007 um 18:47 Uhr

Da wäre jeder Lied-Text des kanadischen Schfitstellers und Sängers Leonard Cohen zu nennen! Das ist Poesie pur.

Gruß
Hyperion

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Arjuna
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485 Forenbeiträge
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Das ist Arjuna

     
7. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 23.03.2007 um 19:39 Uhr

Ja, hast recht..
Kennt jemand Graham Allright?
Ein Neuseeländer und guter Liedertexter.


- Ich bin nicht immer meiner Meinung - Paul Valéry
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Arjuna
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Das ist Arjuna

     
8. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 28.03.2007 um 19:10 Uhr

Complainte de Pablo Neruda

Paroles: Louis Aragon. Musique: Jean Ferrat

------------------------------------------------------------ --------------------

Je vais dire la légende
De celui qui s´est enfui
Et fait les oiseaux des Andes
Se taire au cœur de la nuit

Le ciel était de velours
Incompréhensiblement
Le soir tombe et les beaux jours
Meurent on ne sait comment

Comment croire comment croire
Au pas pesant des soldats
Quand j´entends la chanson noire
De Don Pablo Neruda



Systemnachricht
Beitrag gekürzt. Informieren Sie sich unter Bitte keine Vollzitate über die Urheberrechtsproblematik.



- Ich bin nicht immer meiner Meinung - Paul Valéry
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Arjuna
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485 Forenbeiträge
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Das ist Arjuna

     
9. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 29.03.2007 um 12:17 Uhr

Ja , verstanden.


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