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Literaturforum: Ich wiederhole mich


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Forum > Literaturgeschichte & -theorie > Ich wiederhole mich
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 Autor
 Thema: Ich wiederhole mich
Kenon
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Eröffnungsbeitrag Abgeschickt am: 30.10.2021 um 13:45 Uhr

Stilistischer Mangel oder Stilmittel? – die Wiederholung eines Wortes auf zu kleinem Raume kann beides sein, aber im besonderen nie beides zugleich, es sei denn, man erstrebt bewusst einen mangelhaften Stil und setzt dazu stilistische Mängel als Stilmittel ein; ob eine Wiederholung in einem gegebenen Fall Mangel oder Stilmittel ist, scheint also abhängig von Klarsicht, Vermögen und Willen des Autors. Zudem gibt es die Möglichkeit, dass eine solche Wiederholung akzeptabel ist, auch weil sich keine (ökonomischen) Alternativen anbieten.

Wie viele Synonyme fallen Ihnen beispielsweise zum Indefinitpronomen “nichts” ein? – und antworten Sie mir bitte nicht mit einer Aufzählung von “nothing”, “niente”, “nada”, “rien”, “oudén” oder gar “nix”.

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ArnoAbendschoen
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1. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 30.10.2021 um 17:19 Uhr

Das ist ein ebenso lästiges wie unvermeidliches Dauerthema. Insgesamt dürfte Mangel viel häufiger vorkommen als der bewusste Einsatz eines Stilmittels. In zu Ende geschriebenen Texten bin ich emsig auf der Jagd nach Wortwiederholungen und merze deren viele aus. Ich wundere und ärgere mich, dass mir dennoch nicht wenige bei erstem oder zweitem Korrekturlesen noch entgehen.

Grundsätzlich scheint mir die Wiederholung als Stilmittel weitgehend auf belletristische Texte beschränkt zu sein. Sie kann dort z.B. so etwas wie bedeutsam wirkende Betonung durch monotone Rhythmisierung erzeugen. Bei Sachthemen führt dasselbe Verfahren eher zur Ermüdung des Lesers.

Nicht "nichts" schreiben, wenn man Wiederholung vermeiden will? Vielleicht mit "nicht das Geringste"? Oder mit Umschreibung, indem man einen negativen Inhalt positv formuliert, wie z.B. für "nichts essen" "alles verschmähen" oder "alles unberührt lassen".

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Kenon
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2. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 30.10.2021 um 19:34 Uhr

Zitat:

Ich wundere und ärgere mich, dass mir dennoch nicht wenige bei erstem oder zweitem Korrekturlesen noch entgehen.

Ja, das geht mir ähnlich, so habe ich es einer früheren Version des Eingangsbeitrages tatsächlich geschafft, in zwei aufeinanderfolgenden Teilsätzen “gibt” zu benutzen – was gerade bei dem gewählten Thema unfreiwillig komisch gewirkt hat ...

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Kenon
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3. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 17.01.2022 um 08:57 Uhr

Das Problem der unfreiwilligen Wiederholung von Worten, die beim Lesen eines Textes dann als schlechter Stil erscheinen, ist durch Software lösbar, wahrscheinlich gibt es sie sogar schon. Ich spiele häufiger mit dem Gedanken, selbst eine solche zu schreiben; eine technisch interessante Aufgabe, zu der mir aber leider die Zeit fehlt, sie umzusetzen. Jedenfalls könnte viel an Arbeit wegfallen, wenn man Teile der Textprüfung automatisiert. Ich sehe es auch nicht als problematisch an: Der Computer würde nur das, was man selber tut, schneller und genauer machen – er würde nichts überlesen. In den kreativen Prozess selbst griffe er dabei nicht ein.

Bei mir sind es übrigens häufig diese kleinen Worte, die sich doppeln: nur, doch, auch.

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