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Literaturforum: Ich wiederhole mich


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Forum > Literaturgeschichte & -theorie > Ich wiederhole mich
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 Autor
 Thema: Ich wiederhole mich
Kenon
Mitglied

1289 Forenbeiträge
seit dem 02.07.2001

Das ist Kenon

     
Eröffnungsbeitrag Abgeschickt am: 30.10.2021 um 13:45 Uhr

Stilistischer Mangel oder Stilmittel? – die Wiederholung eines Wortes auf zu kleinem Raume kann beides sein, aber im besonderen nie beides zugleich, es sei denn, man erstrebt bewusst einen mangelhaften Stil und setzt dazu stilistische Mängel als Stilmittel ein; ob eine Wiederholung in einem gegebenen Fall Mangel oder Stilmittel ist, scheint also abhängig von Klarsicht, Vermögen und Willen des Autors. Zudem gibt es die Möglichkeit, dass eine solche Wiederholung akzeptabel ist, auch weil sich keine (ökonomischen) Alternativen anbieten.

Wie viele Synonyme fallen Ihnen beispielsweise zum Indefinitpronomen “nichts” ein? – und antworten Sie mir bitte nicht mit einer Aufzählung von “nothing”, “niente”, “nada”, “rien”, “oudén” oder gar “nix”.

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ArnoAbendschoen
Mitglied

661 Forenbeiträge
seit dem 02.05.2010

Das ist ArnoAbendschoen

     
1. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 30.10.2021 um 17:19 Uhr

Das ist ein ebenso lästiges wie unvermeidliches Dauerthema. Insgesamt dürfte Mangel viel häufiger vorkommen als der bewusste Einsatz eines Stilmittels. In zu Ende geschriebenen Texten bin ich emsig auf der Jagd nach Wortwiederholungen und merze deren viele aus. Ich wundere und ärgere mich, dass mir dennoch nicht wenige bei erstem oder zweitem Korrekturlesen noch entgehen.

Grundsätzlich scheint mir die Wiederholung als Stilmittel weitgehend auf belletristische Texte beschränkt zu sein. Sie kann dort z.B. so etwas wie bedeutsam wirkende Betonung durch monotone Rhythmisierung erzeugen. Bei Sachthemen führt dasselbe Verfahren eher zur Ermüdung des Lesers.

Nicht "nichts" schreiben, wenn man Wiederholung vermeiden will? Vielleicht mit "nicht das Geringste"? Oder mit Umschreibung, indem man einen negativen Inhalt positv formuliert, wie z.B. für "nichts essen" "alles verschmähen" oder "alles unberührt lassen".

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Kenon
Mitglied

1289 Forenbeiträge
seit dem 02.07.2001

Das ist Kenon

     
2. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 30.10.2021 um 19:34 Uhr

Zitat:

Ich wundere und ärgere mich, dass mir dennoch nicht wenige bei erstem oder zweitem Korrekturlesen noch entgehen.

Ja, das geht mir ähnlich, so habe ich es einer früheren Version des Eingangsbeitrages tatsächlich geschafft, in zwei aufeinanderfolgenden Teilsätzen “gibt” zu benutzen – was gerade bei dem gewählten Thema unfreiwillig komisch gewirkt hat ...

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