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Literaturforum: Friedo Lampe


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 Thema: Friedo Lampe
LX.C
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Eröffnungsbeitrag Abgeschickt am: 22.02.2006 um 12:51 Uhr

Friedo Lampe (1899-1945)

Moritz Christian Friedrich Lampe wurde am 04. Dezember 1899 in Bremen geboren. Im Jahr 1920 begann er Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie in Freiburg zu studieren und erlangte 1928 seine Promotion. Nach anschließenden publizistischen Tätigkeiten für verschiedene Zeitungen in Bremen und einer Anstellung als Bibliothekar in Hamburg (Hamburger Öffentliche Bücherhallen), ließ er sich 1937 in Kleinmachnow bei Berlin nieder.
Einige Jahre zuvor, 1933, wurde sein erstes Buch "Am Rande der Nacht" veröffentlicht. Doch die Nationalsozialisten reagierten noch im Oktober des selben Jahres mit der Beschlagnahmung und dem Verbot des Werkes, da Lampe in seinem Erstling unter anderem Homosexualität thematisiert.
Bis 1939 beschäftigte ihn der Rowohlt Verlag als Lektor, während des Krieges dann Claassen & Goverts, Diederichs sowie der Henssel Verlag. An beiden Weltkriegen nahm Lampe nicht aktiv teil, da er seit seiner Kindheit aufgrund einer Knochentuberkulose gehbehindert war. So kam es auch, dass er sich zum Ende des Krieges immer noch in Kleinmachnow aufhielt.
Am 2. Mai 1945, also sechs Tage vor der Kapitulation, wurde Friedo Lampe bei einer Passkontrolle auf der Straße von Soldaten der Roten Armee erschossen. Er soll so stark abgemagert gewesen sein, dass er keine Ähnlichkeit mehr mit seinem Passfoto aufwies. Die Patrouille der Sowjetarmee soll ihn aus diesem Grund für einen flüchtenden SS-Mann gehalten und exekutiert haben.
Die Novellensammlung "Von Tür zu Tür" erschien erst nach seinem Tod, im Jahr 1946, da der schon fertige Druckbogen des Buches bei einem Bombenangriff auf Leipzig zerstört wurde. "Ich habe eben immer Pech mit meinen Büchern", schrieb Lampe im Januar 1944 resignierend an seine Freundin Anneliese Voigt.

Weitere Werke:
Das dunkle Boot (1936), Septembergewitter (1937)



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LX.C
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1. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 07.04.2006 um 23:39 Uhr




Letzte Ruhestätte von Friedo Lampe. Obwohl kein Soldat, wurde er in der Hektik der letzten Kriegstage inmitten der Soldatengräber des örtlichen Friedhofs beigesetzt. (Foto: LX.C)


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