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Das unbezahlte Tageswerk
Autor: Stefan Schürrer · Rubrik:
Fabeln

Der süße Hauch des Todes liegt in diesem finiten Moment.
Ein kühler Hauch umgibt diesen einen speziellen Augenblick. Man wird geboren und man stirbt. All dies tut man einsam, wenn es in dem Blättergestrüpp der hohen hohlen Bäume raschelt und die mageren Vögel aufgescheucht werden. Kalt, einsam diese Szenerie. Der Tod kommt unerwartet, leise und plötzlich. Erwartet keine Einladung und verweigert jede Zurückweisung.

Er klopft behutsam und sanft an die massive Holztür, erbittet ergebenst Einlass und verrichtet, was niemand sonst wagt. Er haucht das Leben aus und verschwindet unbefangen mit der Seele ins Reich der Mythen und der Fantasie. Unbemerkt und ohne Sold.
Der Augenblick dann nicht mehr von Bedeutung und verliert den Fokus des Erlebens.
Zum nächsten Auftritt geschwind, zum nächsten Totgeweihten windet sich der Letzte der Letzten durch die schmalen Gassen. Diesmal nicht geschwind, diesmal behutsam und mit viel Gefühl.

„Bin ich dazu bereit? – Wie komme ich zu dieser Ehre? – Ich will doch noch so viel erschaffen!“ „Es gibt kein Entrinnen!
Genug hast du getan…“, die tiefe und schwere Stimme klang gewaltig und hallte im Ohr des Schriftstellers, brach seinen Verstand. Schon hatte sie einen weicheren Klang, mit Engelszungen gesprochen. „Ich erlöse dich jetzt.“ Die kalten leblosen Finger wurden gelockert und der feste Griff um den Kragen des Erschaffers von Welten wurde weich und er fiel in ein Loch, entlang der vielen bewegenden Ereignisse seines Lebens. Ein weit entferntes und beinahe schon vergessenes, leises und schwaches Danke war noch zu vernehmen.


Einstell-Datum: 2011-06-06

Hinweis: Dieser Artikel spiegelt die Meinung seines Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von versalia.de übereinstimmen.

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