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Forum > Literaturgeschichte & -theorie > politische Dichtung
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 Autor
 Thema: politische Dichtung
LX.C
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1770 Forenbeiträge
seit dem 07.01.2005

Das ist LX.C

     
Eröffnungsbeitrag Abgeschickt am: 27.01.2007 um 12:57 Uhr

[Quote]Der Künstler soll nicht Thesen begründen, sondern Beispiele gestalten. Viele große Werke der Kunst sind politische Dichtung, doch darf man politische Dichtung nicht mit Propaganda verwechseln, die sich dichterischer Mittel bedient. Diese dient ausschließlich Tageszwecken, sie ist mehr und weniger als Dichtung. Mehr, weil sie die Möglichkeit birgt, im stärksten, im besten hypothetischen Fall den Hörer zu unmittelbarer Aktion zu treiben, weniger, weil sie nie die Tiefe auslotet, die Dichtung erreicht, dem Hörer die Ahnung vom tragischen Grund zu vermitteln, aus dem Leben und Kunst wachsen, oder, nach dem Wort Hebbels, an dem Schlaf der Welt zu rühren.[/Quote]

Quelle: Toller, Ernst: Eine Jugend in Deutschland, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1963, S. 159.


.
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JH
Mitglied

274 Forenbeiträge
seit dem 21.02.2007

Das ist JH

     
1. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 24.02.2007 um 17:38 Uhr

1 Es gibt Maler und Anstreicher.
2 Maler sind diejenigen, die Bilder machen. Malerei dient der
Herstellung von Bildern.
3 Bilder bilden nicht ab. Sie machen sichtbar. Bilder zeigen
nicht, was auch sonst sichtbar ist. Sie machen sichtbar, was es
außerdem sichtbar nicht gibt.
4 Eine Malerei, die man nicht vorlesen kann ("das ist Maria, das
ist ein Kohlkopf").
5 Eine Malerei, die man nicht übersetzen kann (die nicht die
Form von "das bedeutet das" hat).
6 Sichtbarmachen einer ganzen Welt.
7 Sichtbarmachen einer ganzen Welt, in der alles da ist, was da
ist (als Bild, als Malerei).
8 Sichtbarmachen einer ganzen Welt, von der der Maler nichts
weiß, als was er sichtbar machen kann.
9 In der der Maler zeigt, was an der Welt dran ist und was an
ihm dran ist.
10 Sichtbarmachen dessen, worin der Maler und der Beschauer sich
gleichermaßen erkennen (worin Maler und Beschauer identisch
werden).
11 Keine Madonnen mehr, keine Portraits, keine Landschaften usw.
Keine Geschichten, keine Deformationen, keine Geometrie. Sondern
nur Farbe und Strich und Fleck und Fläche.
12 Denn die Welt der Abziehbilder auf Abziehbildern zu Grabe
getragen (als Kulturobjekte, Repräsentationsobjekte,
Geschäftsobjekte, Verlagsobjekte, Illustriertenobjekte).
13 Bilder der Zeit, die anfängt. (Schlüssel der Zeit, die
anfängt.)

von Helmut Heißenbüttel, 1958
(† 1996) einem Dichter der "Konkreten Poesie"


MASSONI
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